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10 Jahre Reiki Magazin - Die große Feier im Berliner Akazienhof
Geschrieben von: Frank   
Freitag, den 28. März 2008 um 11:31 Uhr

Die Mitarbeiter des Reiki-Magazins Phyllis Furumoto, Großmeisterin des Usui Shiki Ryoho, Walter Lübeck, Begründer des Rainbow Reiki, Don Alexander und Reverend Upali Thero, Vertreter japanisch bzw. buddhistisch ausgerichteter Reiki-Stile - wenn solche „Prominenz" aus völlig unterschiedlichen Reiki-Systemen an einem Ort zusammen kommt, muss es sich um etwas ganz Besonderes handeln: Das Reiki Magazin feierte seinen 10. Geburtstag!

Natürlich gehören zu einem Geburtstag Kaffee und Kuchen. Ob Mohnkuchen oder Karottentorte - das Angebot für die am Nachmittag geladenen Gäste war so exquisit wie die Liste der Gastredner. Derart gestärkt, eröffnete Jürgen Kindler den Tag. Er berichtete von der Entstehung des Magazins: Als er Anfang der 90er Jahre allen damaligen deutschen Reiki-Meistern den Service einer Adressliste bot, die er per Post zuschickte (und um Spenden für das Porto bat), aus der dann der „Reiki-Meister-Rundbrief" entstand, der schließlich immer größere Ausmaße annahm. Und als dann 1994 Helmut Oberlack, Herausgeber des DAO-Magazins für fernöstliche Lebenskunst ein Sonderheft zu Reiki machen wollte und seine Bekannte und Reiki-Meisterin Simone Grashoff dazu befragte, die dann Jürgen ins Spiel brachte. Zwei DAO-Reiki-Sonderhefte später stellten Jürgen und Helmut dann gemeinsam fest, dass man über Reiki doch mehr schreiben konnte als zunächst gedacht - und die Idee, ein Reiki Magazin zu machen, war geboren.

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Der Nachmittag war vor allen Dingen den Reden vorbehalten, die auf Oliver Klatts Initiative zustande gekommen waren und die er nun moderierte. Don Alexander eröffnete mit seiner Vision aus der Einsicht in eines der Reiki-Symbole: Wie wichtig es sein kann, den Kopf zu verlieren, um zum wahren Selbst vorzudringen. Dabei machte er Mut auf dem Weg zur Erleuchtung. Walter Lübeck sprach von all den vielen Lichtfunken, die wir als Reiki-Praktizierende gemeinsam repräsentieren, und gab einen Ausblick auf in Reiki verbindende Elemente. Phyllis Furumoto berührte die Zuhörer mit dem Bild einer Brücke zwischen den verschiedenen Systemen des Reiki - ausgehend von einem beängstigenden, persönlichen Erlebnis mit den Repressionen im Zusammenhang mit einem Reiki-Kurs in Ost-Berlin, das kurz vor dem Fall der Mauer stattfand - und war dabei sichtlich bewegt. Reverend Upali Thero* teilte seine Erfahrungen über Reiki-Kurse in Gefängnissen, wobei er u.a. das Trennende erlebt hatte, das von diesen Orten ausgehen kann - aber auch die Hoffnung, die Reiki dorthin bringt. Anita Bind-Klinger sprach davon, wie wertvoll das Behandeln und Berühren mit den Händen ist und wie auf diese Weise Kommunikation ganz ohne Worte stattfinden kann, ja, wie in der Reiki-Stille gar eine Qualität von Eins-Sein entstehen kann. Sie empfahl: „Gerade heute, lach dir herzlich zu!", und bekannte: „Reiki ist für mich die Mutter aller Heilweisen."

 

Letztes Highlight des Nachmittags war eine musikalische Improvisation von Peter Mascher an der Viola. Dabei lud er u.a. zu einem allgemeinen Ah-Singen ein, das Teilnehmern des alljährlichen Reiki-Festivals in Gersfeld vertraut sein dürfte - wunderschön und berührend!

Das Besondere dieses Treffens lag in den Begegnungen verschiedener Meister, die das Usui-System in unterschiedlicher Weise lehren. So sah man Fokke Brink in einem Gespräch unter Kalligraphen zusammen mit Mark Hosak. Dessen Frau und Koautorin Junghee Jang tauschte sich derweil mit Rolf und Li-Li Holm vom Reiki Magazin International aus. Don Alexander begegnete Phyllis Furumoto sowie Reverend Upali Thero in tiefem Respekt. Die Reiki-Autorin Michaela Weidner tauschte sich mit der Reikiland-Administratorin Nicole Sznur aus, während deren Admin-Kollegin Janina Köck sich mit Walter Lübeck an einen vor vielen Jahren stattgefundenen Briefwechsel zurückerinnerte. Maria Kumb und Rupert Weis vom Organisationsteam des Reiki-Festivals sammelten weitere Inspirationen für das kommende Festival im Oktober. Vielleicht konnte in diesen Momenten der richtungsübergreifenden Kommunikation vieles aufkeimen, was erst in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Für mich jedenfalls war diese Möglichkeit der Begegnung etwas Einmaliges auf diesem Fest, an das man sich wohl noch lange zurückerinnern wird. Das Verbindende einer großen Gemeinschaft wurde hier in besonderer Weise, mit viel gegenseitigem Respekt, würdevoll gefeiert.

Zur Abendveranstaltung, die um 18 Uhr begann, kamen weitere hundert Gäste. Es begann mit einem leckeren Buffet, das allerlei Köstlichkeiten asiatischer und arabischer Herkunft umfasste und es fast unmöglich machte, auf seine schlanke Linie zu achten. Schließlich begann der Abend mit einem Reiki-Mawashi, das alle rd. 200 Gäste gemeinsam bildeten; dabei legt man seinem Nebenmann die Hände auf, der wiederum seine Nebenfrau mit Reiki versorgt. So entstanden lange „Reiki-Züge" - eine stille, unbewegte Polonaise universeller Lebensenergie.

Zum Auftakt der Abendveranstaltung vertiefte Jürgen Kindler seinen Vortrag über die letzten zehn Jahre Entwicklung des Reiki Magazins vom Nachmittag. Dann übernahm Renate Heimann die Moderation und führte mit viel Gespür durch den weiteren Abend. Mitstreiter wurden geehrt, viele Gratulanten traten auf, um Glückwünsche zu überbringen oder launige Erinnerungen zu teilen:

 

  • „Dass aus einem so kleinen Rahmen in all‘ diesen Jahren etwas so Großes gewachsen ist..." (Simone Grashoff, Mitbegründerin des Reiki Magazins)
  •  „In zehn Jahren ist viel entstanden!" (Helmut Oberlack, Mitbegründer des Reiki Magazins)
  • „Ich habe lange Zeit die Anzeigenakquisition gemacht und bin froh, dass es mir nicht gelungen ist, das Magazin damit zu ruinieren." (Renate Heimann)
  • „...nicht lang, und es wird 20 sein!" (aus einem Glückwunschgedicht der Reiki Alliance Deutschland)
  • „Diese Zeitung hat uns eine Diskussionsplattform geschenkt, von der man nur träumen kann." (Walter Lübeck)
  • „Reiki muss immer ganz viel und ganz heftig mit euch gewesen sein und ihr müsst auch ziemlich aufnahmefähig für Reiki gewesen sein, dass ihr das so routiniert hingekriegt habt - und dafür dank‘ ich euch von Herzen!" (Walter Lübeck)
  • „Seine Heftklammer wurde zu kurz..." (Fokke Brink über den wahren Grund zur Gründung des Reiki Magazins, aus dem „Reiki-Meister-Rundbrief" heraus)
  • „Lasst uns jedes Jahr ein Abonnenement des Reiki Magazins verschenken!" (Fokke Brink)
  • „Was mein Herz jetzt tun möchte ist, Happy Birthday zu singen für das Reiki Magazin." (Don Alexander)
  • „Reiki ist ein Ausdruck von Liebe, und das macht es so schwer, es in Worten auszudrücken. Und es überrascht mich immer wieder von neuem, wie wundervoll es dem Reiki Magazin gelingt, das Unausdrückbare auszudrücken." (Don Alexander)
  • „Es gibt eine Aura des Reiki Magazins, und diese Aura dehnt sich weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Es hat einen Effekt in der Welt." (Don Alexander)
  • „Jürgen zeigte mir die Nullnummer des Reiki Magazins, und Li-Li und ich hatten im selben Moment die Idee, in Holland ebenfalls ein Reiki Magazin zu gründen." (Rolf Holm, Herausgeber des niederländischen Reiki Magazins sowie des Reiki Magazine International)
  • „Li-Li und ich möchten euch beglückwünschen dafür, dass ihr den Mut hattet, dieses Projekt so viele Jahre lang zu halten. Und wir wissen, wovon wir sprechen." (Rolf Holm)
  • „Reiki hat mich nach Deutschland gebracht. Und diese Gemeinschaft hier hat mich viel gelehrt. Einer meiner großen Lehrer war Jürgen Kindler." (Phyllis Lei Furumoto)
  • „Das Reiki Magazin hat auch mich dazu gebracht, die Bereitschaft hervorzubringen in mir, heute hier zu sein und wirklich diese Einheit in Reiki zu feiern." (Phyllis Lei Furumoto)
  • „Alle Mitarbeiter des Reiki Magazins, alle Leser und alle Besucher hier sind eine Art Fackel, die das Licht von Reiki in die Welt bringen." (Mark Hosak)

Im Laufe all dieser Ehrungen wurde mir bewusst, was ich meinem Meister, Jürgen Kindler, neben meiner Ausbildung noch alles zu verdanken habe: Durch meine Mitarbeit beim 2. DAO-Reiki-Sonderheft und dem „Reiki-Meister-Rundbrief" wurde ich Gründungsmitglied des Reiki Magazins. So entstanden Rezensionen und Artikel, die ich begann, ins Internet zu stellen. Ohne Jürgen Kindler gäbe es heute meine Website Reiki-land.de nicht. Auch die Basis für meine Bücher und Tonträger hätte mir gefehlt. Wer weiß, wie viele Menschen er somit inspiriert hat, auch wenn Jürgen bescheiden meinte: „Dann hätte es eben ein anderer gemacht."

Besucher am Nachmittag 

Wir brachten Toasts und Geburtstagsständchen aus, bis Fred und Edna die Bühne betraten, zwei holländische Reiki-Meister, die mit spirituellen Liedern und einer großen Portion Lebensfreude zu begeistern wussten. Ein mitsingendes und fröhliches Publikum war ihr Lohn.

Zu begeistern wusste auch die Gewinnerin des Reiki Magazin-Schreibwettbewerbs, Petra Möller, die, nachdem ihre Geschichte „Omi Meiers Weg zu Gott" von Annemarie Frericks vorgelesen worden war, geehrt wurde. Neben Jürgen Kindler und Oliver Klatt hatten Hape Kerkeling, Claire Fisher, Prof. Dr. med. Günter Gunia und Monika Jünemann vom Windpferd Verlag die Jury gebildet. Bei der Ehrung verriet Petra Möller dem Publikum noch ihr Versprechen, das sie sich selbst vor der Teilnahme am Wettbewerb gegeben hatte: Sollte sie gewinnen, dann würde sie ihr erstes Buch schreiben!

Das offizielle Abendprogramm endete dann, nach einer kurzen Pause, nicht nur mit einem zweiten Lieder-Set von Fred und Edna, sondern auch mit einem spontan initiierten Quartett: Peter Mascher und seine Frau Judith kamen als frischgebackene Eltern, mit ihrem kleinen Sohn Simeon, auf die Bühne und präsentierten gemeinsam mit Fred und Edna erstmals ein selbst geschriebenes Lied für die Kinder dieser Erde - wundervoll!

Danach tanzten wir bis morgens um eins ausgelassen im Raum. Tim Pfordte, der gemeinsam mit der Reiki Magazin-Redakteurin Simone Grashoff Wellnessreisen nach Indien organisiert, machte den verbliebenen Tänzerinnen und Tänzern in dieser heißen Sommernacht mit indisch, arabisch und lateinamerikanisch inspirierten Goa/Trance-Rhythmen so richtig Beine. Besonders begeisterte mich persönlich Don Alexander. Während andere Ehrengäste - die übrigens auf eigene Kosten und ohne Honorar angereist waren - bereits den Weg ins Hotel oder in ihre Heimat angetreten hatten, schwoofte dieser über 70 Jahre alte, ehemalige Mönch voller Neugier und Spaß mit uns über den Tanzboden.

So endete dieser Abend ganz charakteristisch: Voller Lebensfreude, mit klarem Bewusstsein und einem Gefühl tiefer Verbundenheit in Reiki. Danke, liebes Reiki Magazin, für dieses wundervolle Fest!


* mit bürgerlichem Namen: Paolo Incontri

Erstveröffentlichung dieses Artikels im Reiki-Magazin 04/2007. Weitere Fotos von der Veranstaltung am 16. Juni 2007, im Akazienhof in Berlin, finden sich für registrierte Foren-User des Reiki-Lands in der Reiki-Galerie im Bereich Reiki-Menschen > Reiki-Magazin 10 Jahres Feier.

 

 

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