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Das Ki im Rei-KI
Geschrieben von: Martin Sauter   
Freitag, den 30. November 2007 um 17:50 Uhr

Ki SymbolWie wir in der Beschreibung des Reikikanji (Reiki-Kanji und Huna) sehen können, ist Reiki eine spirituelle Lebensenergie, bzw. eine Form der spirituellen Arbeit. Mit Hilfe unserer persönlichen Lebensenergie, können wir unsere Bitten in Form von Gebeten, also in Form von gesprochenen Worten an unser hohes Selbst senden, um so unsere Bitte, unser Ge-bet zu realisieren. Wir können so ganz bewusst und aktiv unser eigenes Leben schöpfen, sei es das Leben in uns oder um uns herum. Wir können also maßgeblich und nachhaltig auf unser Leben im Hier und Jetzt einwirken, sofern dies unseren Weg unterstützt und unsere Bitte für uns stimmig ist.

Durch die in Reikikanji und Huna beschriebene Wirkungsweise von Reiki, kommt unsere persönliche Lebensenergie mehr und mehr ins fließen, wodurch unser Leben in uns immer wieder erneuert und transformiert wird. Durch Auflösung von Blockaden und Fixationen, was unsere Energie immer mehr in Fluss bringt, können wir der in uns schlummernden Göttlichkeit immer mehr Ausdruck verleihen, was sich letztendlich in körperlicher und seelischer Gesundheit und Vitalität ausrücken wird, ebenso auch durch Glück, Reichtum und Zufriedenheit.

Ist das KI im REI-KI „nur" reine Lebensenergie die uns durchströmt oder sehr viel mehr als das?

Wie im o.g. Artikel beschrieben, ist das Ziel von Reiki der Zustand der durch das HZ-Symbol beschrieben wird. Es ist der Zustand in dem das göttliche Bewusstsein und menschliche Bewusstsein nicht mehr getrennt ist. Das HZ-Symbol beutet so viel wie: „Der Mensch ist vom Buddha/Göttlichen Bewusstsein nicht getrennt" oder „der Mensch und Gott sind Eins".

Um Missverständnissen vorzubeugen möchte ich erwähnen, dass es für mich nur „ein" allumfassendes Bewusstsein gibt, das in allen Kulturen natürlich einen anderen Namen hat. Ob wir es also als göttliches Bewusstsein des Allah, des Brahma, des Buddha oder sonst wie nennen, sind nur unterschiedliche Namen und Verständnisweisen verschiedener Religionen, ein und derselben Bewusstseinsenergie. Wenn ich also von Göttlichem- oder Buddhabewusstsein spreche, so meine ich ein göttliches, allumfassendes, alles hervorbringendes Urbewusst"Sein", dass immer wahr, immer ist und immer sein wird. Es ist das Bewusstsein, dass in allem und jedem ist und welches nie zu verlöschen vermag und sich auf alle Zeit in uns und in dieser Welt in der wir leben Ausdruck verleihen wird.

Das Ziel von Reiki ist also ein Zustand, in dem wir als Mensch dem göttlichen oder allumfassenden Bewusstsein vollständig durch uns Ausdruck verleihen können. In dem wir die scheinbare Trennung überwinden können wir uns als ALL-EIN erfahren. Dies könnte man als Erleuchtung bezeichnen, ohne diesen Zustand näher definieren zu wollen. Den Zustand der Erleuchtung wird jeder, je nach der eigenen Tiefe seines Wesens, anders erleben und daher beschreiben. Die Erreichung dieses Zustandes ist wohl das Ziel jeglicher spiritueller Praxis, so also auch von Reiki. Bewusstsein ist wie alles andere auch Energie, die sich auf mannigfache Weise auszudrücken vermag. Es ist eine Energieform, die ohne das Vorhandensein von Materie, noch ungeformt ist und somit mit materiellen Augen und Sinnen nicht wahrgenommen werden kann. Es ist reines Sein ohne Ausdruck und somit gleich einer Kerze, die ohne Schein und ohne Wärme ist.

Schauen wir uns die Kanjis REI und KI einmal im japanischen Wörterbuch an, so finden wir folgende Beschreibungen-Übersetzungen:


 Rei


REI = Seele, Geist, Leben

 Ki


KI = Geist, Seele


Das KI lässt sich zusätzlich noch einmal in zwei Kanjis unterteilen:


 


Dampf

 Knospe Keim


Knospe, Keim, Spross („ME" in der Schreibweise Katakana)

 

Wenn wir uns also das Reikikanji ansehen dann wird uns klar, dass es sich beim REI als auch beim KI, und ein und dasselbe Bewusstsein handelt, welches sich in zwei Bereichen ausdrückt, die wir als den himmlischen und den irdischen Bereich bezeichnen können. Das was oben ist und das was unten ist, ist der Ausdruck ein und derselben Energie, des „einen" Bewusststeins, dass sich in den beiden Bereichen REI (alles was im Himmel - Geistigen Bereich ist) und im Bereich des KI (alles was im irdischen-materiellen Bereich und im Körper/Menschen ist) ausdrückt.

Unsere Schöpfungen entstehen also in Form eines Wunsches, einer Idee oder eines Gebetes, und werden über das REI in der Welt der Formen, dem KI zur Realität.

Wie wir in Reikikanji und Huna gesehen haben, können wir mit Hilfe von Reiki unsere Blockaden und Fixationen auflösen und bearbeiten, wodurch wir blockierte oder gestaute Energie in uns wieder zum fließen bringen können, was in der Folge auch unsere innere Einstellung und Gedanken verändern wird. Diese Veränderung wird sich in der Folge wieder in unserem Leben und unserem persönlichen Umfeld zeigen und ist Ausdruck unserer Seele. Wie uns also unsere Mitmenschen begegnen und das was uns im Leben geschehen wird, ist Ausdruck unserer Gedanken und Gefühle, also unserer Seelenpersönlichkeit.

Durch den gegenseitig entstehenden Energiefluss zwischen REI und KI, der durch die Reikipraxis entsteht, erschaffen wir uns also immer wieder aufs Neue, da wir uns durch die Auflösung von Blockaden und den vermehrten Energiefluss, nachhaltig zu unseren eigentlichen inneren Ordnung und Aufgabe hinbewegen. Reiki bringt uns also in unsere ursprüngliche und natürliche Ordnung zurück und damit in unser inneres Gleichgewicht, in unsere eigentliche Mitte.

Was zeigt uns das KI und wie drückt es sich in unserem Leben konkret aus?

Fassen wir hierzu noch mal zusammen:

  • REIKI ist eine Energie, die uns in den Zustand des HZ = „Gott und Mensch sind EINS" zurück bringen kann. Es geht also um die Aufhebung der Trennung der Bewusstseine von Gott und Mensch, um Einswerdung.

  • Mit Hilfe von Gebet und Energie können wir unsere Bitte =(Schöpfung und damit Realisierung unserer Gedanken, Gefühle und Wünsche usw.) an unser höheres Selbst zur Verwirklichung senden.

  • Das hohe Selbst wird, sofern dies für uns tatsächlich gut und hilfreich ist, unsere Bitte, also das um was wir Ge-beten haben, in der Welt der Formen, aber auch in uns als geistiges Wesen in Form von Gedanken und Gefühlen zum Ausdruck, zur Realisation bringen.

  • Durch den Erhalt des Heiligen Regens unseres hohen Selbst, verändern wir uns also nachhaltig, in dem z.B. Blockaden und Fixationen in unserem mittleren und unteren Selbst aufgelöst werden und sich somit unser Denken und Fühlen entsprechend ändert kann. Durch diesen spirituellen Vorgang, diese spirituelle Arbeit, entsteht immer wieder ein neues, also verändertes Leben in uns, mit einem neuen, veränderten Bewusstseinsstand und einer neuen Einstellung mit der wir durchs Leben gehen. Diese immer neue Einstellung und das immer neue und veränderte Verständnis, welche unsere Sicht auf die Dinge und uns selbst immer im neuen Lichte erscheinen lässt, ist gleich einer neuen Welt, eines neuen Lebens das sich uns auftut.

  • Wir schöpfen uns daher mit all unseren Taten, Gedanken, Gefühlen und Handlungen (wie z.B. Reiki geben), täglich und immer wieder aufs Neue.

 

Zum Bereich des KI gehören also folgende Dinge:

  • Der Ausdruck des hohen Selbst in Form von Inspiration und Intuition, Kreativität usw.

  • Der Ausdruck des göttlichen Bewusstseins (REI), das sich im Menschen als Seele oder persönlichem Bewusstsein (KI) Ausdruck verleiht.

  • Der Ausdruck des göttlichen Bewusstsein in Form des Ausdrucks als persönliches Bewusstsein und Erleben der materiellen Ebene im Menschen, dass den Menschen zum Handel bewegt, zum Beispiel zum Beten, Arbeiten, Schlafen, gutes Tun, positiv Denken usw. 

  • was wieder die Ursache dafür ist, eine neue Schöpfung hervorzubringen, in der Form, dass durch unsere Schwingung die wir als ganzes durch unser Denken, Fühlen und Handeln inne haben, wir wieder mit der geistigen Welt des REI in Resonanz kommen und somit wieder unsere irdische Existenz, in Form unserer Gedanken, Gefühlen und unserem Handeln schaffen, was sich natürlich auch wieder in Form unseres ganzes Lebens ausdrückt.

Das KI umfasst somit unser gesamtes irdisches Dasein, die Möglichkeit also, wie wir dem göttlichen Bewusstsein, dass sich in uns als Seele personifiziert, Ausdruck zu geben vermögen, was sich wiederum dadurch zeigt, in was für einer Welt wir leben, bzw. wir meinen wie die Welt aus unserer Sicht zu sein scheint. Hierzu gehört wie bereits erwähnt, die Welt unserer Gedanken und Gefühle, die Welt unseres Handelns und dessen Folgen, wie aber auch die Welt der materiellen Güter.

Die Welt unserer Gefühle und Gedanken z.B. drückt sich in der Form aus wie wir uns fühlen, wie wir die Welt innerlich erleben, als erschreckend und bedrohlich, als Last oder Strafe, oder aber als eine Spielwiese der Freude und des Glückes, der Liebe, des Friedens oder wie auch immer.

Die Welt unseres Handelns drückt sich z.B. in der Form aus, was uns und wer uns im Leben begegnet. Leben wir in einer Welt in der wir immer wieder betrogen werden, in der man uns schaden zufügen will, uns die Mitmenschen ablehnend gegenüber stehen, wir ständig in Rechtsstreite verwickelt werden, wir ständig unterdrückt, ausgenutzt oder beherrscht werden oder wir als gern gesehener Gast immer Willkommen sind, freundlich aufgenommen werden, den Menschen die Herzen öffnen und sie uns daher als eine Bereicherung ansehen usw.

Die Welt der materiellen Ebene, also der materiellen Güter, welche Ausdruck unseres inneren Reichtums ist, drückt sich aus in der Form, wie wir wohnen, unsere Wohnung gestalten, was für ein Fahrzeug wir fahren, wie wir uns anziehen, wie viel Wert wir auf Ordnung legen usw. Hier geht es nicht nur darum, ob wir z.B. ein großes oder teures Auto oder Haus haben, viel oder wenig Geld, sondern viel mehr darum, was wir für einen Bezug, was für eine Wertschätzung wir gegenüber diesen Dingen haben und wir damit umgehen und diese gestalten, was wieder Ausdruck unseres inneren Lebens ist.

Zusammenfassend können wir also sagen, dass das KI all die Bereiche umfasst, wodurch sich das REI ausdrückt. Somit ist das KI der ganze Bereich der Formen sowie der Seelenpersönlichkeit des Menschen.

Wie wir im Artikel „der Weg als Reikilehrer" gesehen haben, wird das REI erst dann erfahrbar, wenn es durch die Welt des KI (materielle Ebene) Ausdruck finden kann. Das göttliche Bewussteins findet also Ausdruck in der Welt der Formen, in der Welt in der wir als Mensch leben.

Wir entscheiden daher täglich neu, in welcher Form wir dem göttlichen Bewusstsein Ausdruck geben mögen, in seiner Personifizierung als Mensch, im Teil des KI, im Teil des göttlichen Funkens, der uns inne wohnt.

Im Reikikanji finden wir genau all dies wie folgt wieder:

Am Anfang war reines Sein, reines göttliches Bewusstsein, der Zustand, den uns das HZ Symbol zeigt. Mensch und Gott sind EINS, oder der Mensch ist vom Buddhabewusstsein nicht getrennt. Am Anfang aller Dinge gab es also nur göttliches Bewusstsein, göttliches Sein, belebt und erhalten durch seine einzigartige Eigenschaft zu sein. Um sich aber selbst erfahren und damit erkennen zu können, trat das Sein zum aller ersten Mal in sein Dasein und es ward Licht. Jetzt konnte sich Gott zum aller ersten Mal selbst erkennen und erfahren durch die Welt der Formen, die gleichsam entstanden waren und es ward zum ersten Male Licht und Gott sah, „dass es Gut war". Die Polarität war erschaffen und in diese Welt der Formen hat sich das göttliche Bewusstsein ganz ergossen.

Das Bewusstsein braucht also eine Form in die es sich ergießen und durch die es sich ausdrücken kann. Es ist gleich dem Wasser, welches Symbol für Bewusstsein ist, welches wir in den Kelch, also in eine Form gießen. So kam das göttliche Bewusstsein zum aller ersten Mal „herab" und ergoss sich in die Welt der Formen.

Das REI trat also zum aller ersten Mal in das Dasein und drückte sich in der Welt der Formen, dem Menschen, dem KI aus.

 
Auch hier stand zuerst die Absicht, die sich in Form eines Gebetes, also in einer Handlung ausdrückte, wie wir das im alten Reikikanji, in der Arbeit der Schamanin und des Menschen, in Form des Gebetes wieder finden können. In der Bibel finden wir darüber hinaus die Worte.

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Wenn Gott das Wort ist, dann finden wir auch hier wieder den göttlichen Ausdruck in Form der Worte, die wiederum Spiegel dafür sind, wie wir dem göttlichen durch uns Ausdruck verschaffen also auch darin, wie wir denken, fühlen und Handeln.

Sobald wir also Beten und das Wort laut aussprechen, wir also uns in Form des Wortes Ausdruck verschaffen, sind wir Gott, da Gott das Wort ist. Letztlich ist unser Wort, wie auch wir, nie von Gott getrennt, da Gott sich hier nur als Seelenpersönlichkeit, als Mensch ausrückt.

Sobald also die Schamanin und der Mensch in Form des Gebetes zusammenarbeiten und die Worte des Gebetes laut aussprechen werden, was Schwingung und damit Resonanz und Energie erzeugt, wird es zu unserem höheren Selbst, zum Bereich des göttlichen getragen, bzw. es wird genauer gesehen direkt selbst zum göttlichen Geist und damit immer erhört werden. Im Guten wie auch im Schlechten. Die Geister die ich rief, die wer ich nicht mehr los. Daher prüfet was ihr denket, fühlet und tut.

Wie wir also sehen können, trat das Sein (göttliches Bewusstsein REI) zum aller ersten Mal ins Dasein, mit Hilfe der Absicht (sich erkennen zu wollen)

 Gebet Schamane Mensch

Hier sehen wir eine Schamanin und einen Menschen, die beide spirituell zusammen arbeiten. Die Arbeit wird durch die Gebetsmühle symbolisiert. Die beiden beten also und arbeiten in einer spirituellen Form zusammen. Die Tatsache dass sie beten und dies in einem Ritus ausdrücken, ist die Bekundung einer bewussten Absicht.

und der heilige Regen

 Heiliger Regen

Dieser Teil des REI zeigt uns den heiligen Regen oder den heiligen Segen, der sich durch die spirituelle Arbeit ergibt. Dieser heilige Regen gibt der Reikienergie seine spezielle Energiequalität.

ergoss sich in die Welt der Formen, in den Körper des Menschen, in das KI,

 Ki

Das „KI" ist auch unsere Lebensenergie. Das Leben das durch das REI hervorgebracht wird. Es bedeutet Energie und Reis. Gibt man Wasser ( Symbol für Energie )dazu, dann fängt der Reis an zu Kochen, dadurch wird der Reis erhitzt und er fängt an zu dampfen. Ein Zeichen für das Leben, die Lebensenergie, sich ausweitendes Bewusstsein.

wodurch das menschliche Bewusstsein „entstand" und somit auch der freie Wille, dem göttlichen mehr oder weniger durch uns Ausdruck geben zu wollen.

Ohne das KI, würde das REI also keinen Ausdruck finden können und somit auch nicht erfahrbar sein.

Wir können Gott also nie direkt wahrnehmen, sondern immer nur über seine Wirkungen. Selbsterkenntnis wäre ohne das KI also nicht möglich. Erst wenn das „REI" (Energie-Bewusstsein) durch uns als Kanal auf uns oder einen anderem Menschen übertragen wird, also in uns oder in einer anderen Person Ausdruck findet, dann wird das REI in Form von Wärme, Kälte, Kribbeln usw. erfahrbar. Siehe hierzu auch den Artikel „der Weg des Reikilehrers".

Unterteilen wir das KI noch einmal, egal in alter oder neuer Schreibweise,


 

Ki Symbol

 

Ki

 

 
So erhalten wir hier folgende Hinweise/Übersetzungen:


 

Dampf



Dampf

 Dampf

 

Korn

Knospe, Keim, Spross, Reiskorn

(ME in der Schreibweise Katakana)


 Knospe Keim


Ein Teil des KI wird hier in Form der Knospe, des Spross, des Reiskorn dargestellt, das den Beginn des Lebens, sowie das Leben selbst symbolisiert. Es ist das Leben im Hier und Jetzt in der Welt der Formen, für die die Materie die Grundlage ist. In diese Form ergießt sich das Bewusstsein REI und drückt sich durch die Welt der Formen, dem KI aus. Zum Wachstum des Reiskorns, des Sprosses, des Keimes, also dem Leben oder auch einer Idee oder einem Vorhaben, benötigt es nicht nur die Erde, sondern auch Wasser, welches Symbol des Bewusstseins ist und somit auch Aufmerksamkeit, also zielgerichtetes Bewusstsein. Das Wasser, Symbol für Bewusstsein, benötigt also den Boden als die Form, in welches es sich ergießen kann, worauf eine Reaktion entsteht, nämlich das Leben selbst, hier in Form des Reiskorns, des Spross dargestellt. Alle Schöpfung zeigt sich also in einem Beginn, dem Wachstum und der Ernte.

Wir gießen also den Keim, den Spross, das Korn (der Bereich des KI) mit Bewusstsein (Wasser, Bereich des REI) so dass der Same zu wachsen beginnen kann. Hieraus wird ganz klar ersichtlich, dass zum Schöpfungsprozess beide Ebenen des REI und KI gehören müssen, so dass überhaupt erst eine Schöpfung möglich wird. Wir können diesen Prozess, wie wir hier gesehen haben, also auch REI-KI nennen.

Es wundert mich daher auch nicht, dass das KI im japanischen Wörterbuch übersetzt „Geist und Seele" heißt. Es ist der Geist in Form des göttlichen Bewusstseins REI, das sich im Menschen in Form der Seele (KI) personifiziert und ausdrückt. Im Kanji wird dies symbolisiert durch das Reiskorn, das der Seele (=personifiziertes REI) gleicht, die durch die Welt der Formen Erfahrungen sammeln kann, dadurch wachsen und sich entwickeln kann, um wieder in das eine zurück zu kehren, in das EINS-SEIN des einen Bewusstseins.

Die sich entwickelnde Seele finden wir auch im Symbol des Rosenkreuzes wieder:

Die rote Rose
ein Sinn-Bild für die sich entwickelnde Seele
am Anfang ihres Daseins geschlossen und klein
durch das Leben gekreuzigt
leidend, dadurch lernend
reift sie heran zur Blüte ihres Seins
um zu vergehen und neu zu werden
um zu finden das wahrhaft eine........

die Liebe.

So wächst die Seele in Form des Reiskorns dargestellt, durch das Leben und der damit verbundenen Erfahrungen heran, wodurch das Bewusstsein sich entwickelt und sich ausdehnt und sich auf immer neuere Weise ausdrückt. So haben wir am Anfang einen Samen der zum Stängel heranwächst und später zur Blüte wird usw. Mit jeder Erfahrung also die wir machen, erweitern wir unser Bewusstseins, ob in Form von Glück oder Freude (=fließende Energie) oder in Form von Unglück und Traumata was zu Blockaden und Fixationen führen kann, sei ganz dahin gestellt. Alles erleben erweitert unser Bewusstsein, egal wie wir dies werten wollen. Lernen und erfahren können wir daher auch mit Wachstum und Erweiterung gleichsetzen.

So verändert sich unser Bewusstsein, gleich wie sich das Bewusstsein im Kanji KI verändert, es weitet und dehnt sich aus und wird reicher an Erfahrungen. Symbolisch wird das sich ausweitende und ausdehnende Bewusstsein in Form des Dampfend ausgedrückt. Wasser = Bewusstsein in seinem Aggregatzustand Dampf. Der Dampf als Symbol für sich weitendes, ausdehnendes Bewusstsein ist also ein Wachstumsprozess.

Wir sehen daher einmal mehr, dass das KI nicht nur wie allgemein verstanden für Lebensenergie steht, welche im Körper als Vitalität tätig ist, sondern auch für das göttliches Bewusstsein, dass sich durch die personifizierte Seele in der Welt der Formen ausdrückt. Im Symbol dargestellt, in dem das REI auf das KI regnet und somit sich in unserer alltäglich erlebten Welt, in unserem All-Tag widerspiegelt.

Mit Hilfe der spirituellen Arbeit, zu welcher Reiki gehört, können wir den Schöpfungsprozess also aktiv unterstützen, in dem wir uns die Hände auflegen und somit die Energien in uns zum fließen bringen. Damit lösen wir Blockaden und Fixationen unserer Selbste auf, immer mit dem Ziel, unser Bewusstsein noch mehr zu öffnen und zu erweitern, um dem Göttlichen durch uns immer mehr und mehr Ausdruck zu ermöglichen.

Wie wir also aktiv mit Hilfe von Reiki unsere Blockaden und Fixationen auflösen können, um unser Bewusstsein immer mehr dem göttlichen hinzuwenden, um wieder ganz mit ihm Einswerden zu können, in dem wir unser Bewusstsein immer mehr auf das göttliche Bewusstsein ausrichten und ausdehnen, wird uns nicht nur durch das Reiskorn und dem Dampf gezeigt, sondern im ganzen Reikikanji, das untrennbar zusammengehört. Das REI schafft das KI und das KI schafft das REI. Sie sind Bruder und Schwester im Geiste, untrennbar miteinander verwoben und würde sich eines von beiden auflösen, hätte das andere keinen Zweck und Sinn mehr und alles würde aufhören zu existieren, nicht aber zu sein, um nach einem kurzen Augenblick, wieder von ganz vorne mit seiner eigenen Schöpfung zu beginnen.

Es macht also einen Unterschied, ob wir eine Reikieinweihung erhalten, in der wie die Trennung einfach aufheben in dem wir sozusagen eine Brücke zwischen zwei Landteilen bauen oder ob wir die Trennung aufheben, in dem wir die beiden Landteile wieder direkt miteinander verbinden

Somit wird auch klar, warum es nicht wie in manchen Religionen beschrieben darum geht die Welt zu überwinden und von ihr zu fliehen, als vielmehr darum, dem göttlichen die Möglichkeit zu geben, sich in dieser Welt auszudrücken, was, wenn wir dazu immer mehr im Stande sind, wahre gelebte Spiritualität ist und sich in einer offenen und lebensbejahenden Einstellung sowie in körperlicher Gesundheit und Vitalität widerspiegeln wird. Wer also denkt, er müsse das so genannte Böse ausrotten oder die Welt des Groben überwinden, der spaltet sein Bewusstsein ab vom Göttlichen, anstatt sie zu vereinen. Der aber, der beide Welten liebevoll und frei von allen Schleiern und Irrthümer in sich zu vereinen vermag, der kehrt wahrlich zurück in den Zustand, den uns das HZ zeigt. Denn der der die Welt in so genanntes Gutes und so genanntes Böses trennet, um das Böse auszurotten und zu überwinden, der trennet das Göttliche in sich und rottet einen Teil des Göttlichen in sich aus. Dies ist gleichbedeutend, als würden wir Blumen und Pflanzen aus dem unermesslichen göttlichen Garten unseres Bauern auszurotten, so dass der Garten unseres Selbst nicht reicher und ganzheitlicher würde, sondern ärmer und spärlicher. Auch hier ist wieder die Frage, in wie weit wir dem göttlichen durch uns Ausdruck verleihen mögen. All dies zeigt sich auch darin, ob Energie in uns fließt oder nicht, wir glücklich und gesund sind oder unglücklich und krank.

Sofern wir also versuchen Freud und Leid zu trennen, das eine zu verdammen und zu verleugnen, anstatt es anzunehmen, werden wir weder uns noch Gott ganz erkennen können, wir werden immer unvollständig bleiben, anstatt in die liebevolle Annahme der Ganzheit einzutauchen. Um aber nicht mehr scheiden zu müssen zwischen scheinbar Gutem und Bösen, müssen wir die Dinge und somit auch uns ganz in dem Lichte der Wahrheit erkennen, ohne Schleier vor unseren Augen, sondern im wahren Licht das uns alles in Wahrhaftigkeit erkennen lasset, in dem Licht also unseres liebenden Herzens.

So wie Gott sich also durch den Menschen ausdrückt und damit auch in der Welt der Formen, gleich so drückt sich der Bauer auf dem Felde aus, in dem er das Korn pflanzet, es gießet und wachsen lässt, bis er es erntet, um Körper und Seele zu nähren und somit der Seele ein Gefährt zu bieten, den materiellen Körper. So wie also Gott seine Schöpfung im Menschen und dem menschlichen Leben erkennt und erfährt, so erkennt der Bauer im kleinen seine Schöpfung und das Leben selbst, durch die Arbeit auf dem Felde, der eine im Großen, der andere im Kleinen. Nur durch die stetige Arbeit (z.B. Reiki und damit an sich selbst) und dem damit verbundenen Wachstum des Bewusstseins, kann letztendlich die Ernte eingebracht werden, die dem Zustand in dem wir EINS sind mit Gott, dem Zustand des HZ entspricht.

Somit ist unser ganzes Leben und Handeln, sind alle unsere Gedanken und Gefühle, mögen sie uns noch so undeutend erscheinen, ein großes leuchtendes Wunder, da es wahrlich nur einen Schöpfungsprozess des einen Gottes gibt. So tut auch Derjenige der scheinbar Kleines tut wahrhaft großes für den, der dies tiefgründig zu erkennen vermag.

Wie wichtig es daher ist die Welt anzunehmen anstatt sie überwinden zu wollen, wird in diesen Worten wieder deutlich, da wir immer nur dass erleben und erfahren können und uns damit nur all das begegnet, was wir auf dem tiefen Grund unseres Daseins selbst gesät haben.

Tiefer betrachtet ist das Feld welches der Bauer bestellt, der tiefe Grund der menschlichen Seele, den wir durch unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen bestellen. Im Huna ist es z.B. der Bereich des unteren Selbst. So wird der Bauer ganz bewusst (mittleres Selbst) auswählen und somit darauf achten, was er auf seinem eigenen Felde bestelle. Er wird das Unkraut jäten, so dass das Nahrhafte besser gedeihe, beides aber im wohl gewägten Gleichgewicht halten, um das Wachstum zu fördern, das Leben zu erhalten und zu erweitern, immer wieder mit dem bewussten oder unbewussten Ziel des HZ, was sich in wahrer Glückseeligkeit und wahrer Liebe und in tiefem Frieden auszudrücken vermag. Wenn jeder ehrlich in sich blicket, wird er dies alles als tiefe Sehnsucht in sich finden können.

Hierin sehen wir, dass wir nur das erleben und erfahren können, dass und also nur das widerfahren kann und wir nur das wieder erleben werden, was wir auf dem tiefen Grunde unseres Seins, selbst geschöpft haben.

So wird z.B. auch klar, warum wir Gewohnheiten so schwer überwinden können. Gewohnheiten wachsen wie Unkraut in der tiefe unserer Seele (Feldes) immer wieder neu heran, so lange, bis wir unsere Aufmerksamkeit auf ein anderes Kraut, eine andere Blume richten, die wieder zur Gewohnheit wird, auf dass die alte Gewohnheit dadurch, dass wir ihr keine Aufmerksamkeit (Bewusstsein) mehr schenken, gänzlich austrocknet und damit verdorret. Sie ist daher nicht gänzlich ausgerottet, sondern immer noch auf unserem Felde vorhanden und wird, sobald wir sie erneut mit Aufmerksamkeit gießen, erneut erblühen.

Der Mensch erkennt sich zudem immer nur in und über seine eigene Schöpfung. Erkennen wir uns z.B. in einem unserer Mitmenschen wider, der uns scheinbar das Leben schwer oder schön macht, so erkennen wir uns ganz all-eine in uns selbst, denn unser Gegenüber ist die von uns untrennliche eigene Schöpfung, welche wir auf unserem tiefen Grunde (Feld des Bauern) erschaffen haben. So werden auch die Worte trefflich, dass das was wir anderen tun, wir genau gesehen uns selbst antun, den der scheinbar Andere ist untrennlich Teil unserer eigenen Schöpfung und daher Teil unseres Selbst. So tue keinem dass, was du nicht willst, dass man es dir selber tut. Mensch und Gott sind auf dem tiefen verwobenen Grunde eins, genau wie ich und du. Auf einer tiefen Ebene des REI und des KI, ist alles und jeder miteinander verbunden und Teil der eigenen Schöpfung, untrennlich verwoben im einen Dasein.

Wir sehen also wie tiefgründig das KI reichen kann und wie weit und reich das Feld unserer Seele und der Schöpfung ist, die wiederum Spiegel ist für die tiefe und den Reichtum des Geistes REI, REI und KI also untrennbar eins sind, als Gott und Mensch und ich und du.

HZ ist somit nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg auf dem REI und KI sich gänzlich vereinen und verschmelzen und sich ausdrücken, in dem was wir Erleuchtung, gelebte Spiritualität nennen, gleich dem DKM (großes hell strahlendes Licht), das große Licht REI, dass das KI ganz durchdrungen und erleuchtet und damit zu sich selbst gemacht hat, bzw. geworden ist. So wird auch klar warum wir von Erleuchtung sprechen, da dass REI das KI er- und durchleuchtet und das KI somit selbst zum hell strahlenden Licht DKM wird. Das REI erleuchtet das KI, so dass das KI selbst wieder zum REI aufsteigen kann und sie eins werden, im ewigen Kreislauf des Lebens, gleich dem ewigen Kreislauf des Energieflusses REI-KI.

So überwinden wir die Trennung zwischen dem was oben ist (REI/HZ) und dem was unten ist (KI/CKR), indem wir mit Hilfe der zweiten Grad Symbole (HZ,SHK,CKR) die Blockaden und Fixationen in unseren Selbsten auflösen. Dadurch wird das das REI/HZ das KI/CKR ganz durchstrahlen und uns erleuchten, so dass wir selbst zum wandelnden DKM, zum hellstrahlenden Licht auf Erden werden können. Dies ist wahre und gelebte Reikimeisterschaft.

Insofern erklärt uns das auch die oftmals falsch verstandene Aussage, dass das DKM Symbol die Symbole des zweiten Reikigrades ersetzen würden. Helfen uns die zweiten Grad Symbole die Trennung aufzuheben, so dass wir im Zustand des HZ hier auf Erden angekommen sind, wir also ein wandelndes DKM sind, dann benötigen wir die Symbole des zweiten Grades so lange nicht mehr, wie wir im Zustand des gelebten HZ (=DKM) verweilen können. Erst wenn wir durch unser Tun und Fühlen und Handeln erneut Blockaden und Fixationen bilden, benötigen wir wieder die zweiten Grad Symbole, um die Trennung erneut aufzulösen oder aufzufrischen. Bekanntlich ist es besser der Krankheit vorzubeugen, als sie nachher heilen zu müssen.

Wenn wir also mit Hilfe der zweiten Grad Symbole die Trennung zwischen REI und KI gänzlich aufgelöst haben und wir zum wandelnden DKM geworden sind, so sind wir im ganzen Wesen hell strahlendes Licht und die Symbole des zweiten Grades, haben uns zum DKM gemacht.

Somit ist auch wahre Reikimeisterschaft nicht die stärke der Energie die wir imstande sind zu übertragen, sondern die Art und Weise, der Zustand, in dem wir unsere Welt schöpfen, gelebter Ausdruck des REI durch das KI und somit die Art und Weise wie wir denken, handeln und fühlen.

Wahre Reikimeisterschaft ist also das Feld unseres täglichen Lebens und der Haltung, mit der wir durchs Leben gehen und den Dingen und Menschen begegnen.

Der also, der die Trennung zu einem großen Teil überwunden hat und somit wandelndes DKM ist, der wundere sich nicht, wenn er scheinbar das Interesse an Reiki verloren hat. Tief genommen hat er es nicht verloren, sondern ist selbst zu Reiki geworden, was sich aber durch sein ganzes Wesen, sein ganzes Handeln, Fühlen und Denken und in seinen Worten ausrückt und nicht allein durch Handauflegen.

Am Grad also, in wie weit wir dem göttlichen REI durch uns als KI Ausdruck verleihen, wird sich auch unsere Gesundheit und Vitalität zeigen, denn je größer der Ausdruck, desto freier und größer der Fluss des Lebens in und durch uns.

Seien wir uns also ganz bewusst, dass wenn wir die Hände auflegen, wir nicht nur irgendeine Energie übertragen, sondern reines göttliches Bewusstsein, dass sich als Reichtum, Glück, Freude, Frieden, Gesundheit, Vitalität usw. auszudrücken vermag, sofern wir dies zulassen und nicht durch gar zu großen Eigensinn verhindern.

Aber auch hierzu gäbe es noch viel zu sagen...........

 

Blau hinterlegtes Kanji: Fokke Brink

Zum Autor:

Martin SauterMartin Sauter, geboren 1971, langjähriger Musiker (Schlagzeug, Gesang, Gitarre), ca. 8 Jahre Mitglied bei A.M.O.R.C. (Alter mystischer Orden vom Rosenkreuz). 2001 kam er dann zu Reiki und unterrichtet seit 2005. Zusätzliche Ausbildung in Tierkommunikation, Geistiges Heilen nach Otmar Jenner und Grundkenntnisse in Craniosacraler Therapie als Selbsterfahrung. Betreut eine kleine Reikigruppe in Filderstadt bei Stuttgart und ist Teamleiter bei einer Wärmedienstfirma.
Website: www.ruheundstille.de 

 

Kommentare 

 
0 #1 Nicole 2007-12-05 22:03
Vielen vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, Martin! Hab ihn sehr genossen und viel gelernt. Danke.
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