Das Ki im Rei-KI

Ki SymbolWie
wir in der Beschreibung des Reikikanji (Reiki-Kanji und Huna) sehen
können, ist Reiki eine spirituelle Lebensenergie, bzw. eine Form
der spirituellen Arbeit. Mit Hilfe unserer persönlichen
Lebensenergie, können wir unsere Bitten in Form von Gebeten,
also in Form von gesprochenen Worten an unser hohes Selbst senden, um
so unsere Bitte, unser Ge-bet zu realisieren. Wir können so ganz
bewusst und aktiv unser eigenes Leben schöpfen, sei es das Leben
in uns oder um uns herum. Wir können also maßgeblich und
nachhaltig auf unser Leben im Hier und Jetzt einwirken, sofern dies
unseren Weg unterstützt und unsere Bitte für uns stimmig
ist.

Durch
die in Reikikanji und Huna beschriebene Wirkungsweise von Reiki,
kommt unsere persönliche Lebensenergie mehr und mehr ins
fließen, wodurch unser Leben in uns immer wieder erneuert und
transformiert wird. Durch Auflösung von Blockaden und
Fixationen, was unsere Energie immer mehr in Fluss bringt, können
wir der in uns schlummernden Göttlichkeit immer mehr Ausdruck
verleihen, was sich letztendlich in körperlicher und seelischer
Gesundheit und Vitalität ausrücken wird, ebenso auch durch
Glück, Reichtum und Zufriedenheit.

Ist
das KI im REI-KI „nur" reine Lebensenergie die uns durchströmt
oder sehr viel mehr als das?

Wie
im o.g. Artikel beschrieben, ist das Ziel von Reiki der Zustand der
durch das HZ-Symbol beschrieben wird. Es ist der Zustand in dem das
göttliche Bewusstsein und menschliche Bewusstsein nicht mehr
getrennt ist. Das HZ-Symbol beutet so viel wie: „Der Mensch ist vom
Buddha/Göttlichen Bewusstsein nicht getrennt" oder „der
Mensch und Gott sind Eins".

Um
Missverständnissen vorzubeugen möchte ich erwähnen,
dass es für mich nur „ein" allumfassendes Bewusstsein gibt,
das in allen Kulturen natürlich einen anderen Namen hat. Ob wir
es also als göttliches Bewusstsein des Allah, des Brahma, des
Buddha oder sonst wie nennen, sind nur unterschiedliche Namen und
Verständnisweisen verschiedener Religionen, ein und derselben
Bewusstseinsenergie.
Wenn
ich also von Göttlichem- oder Buddhabewusstsein spreche, so
meine ich ein göttliches, allumfassendes, alles hervorbringendes
Urbewusst"Sein", dass immer wahr, immer ist und immer sein wird.
Es ist das Bewusstsein, dass in allem und jedem ist und welches nie
zu verlöschen vermag und sich auf alle Zeit in uns und in dieser
Welt in der wir leben Ausdruck verleihen wird.

Das
Ziel von Reiki ist also ein Zustand, in dem wir als Mensch dem
göttlichen oder allumfassenden Bewusstsein vollständig
durch uns Ausdruck verleihen können. In dem wir die scheinbare
Trennung überwinden können wir uns als ALL-EIN erfahren.
Dies könnte man als Erleuchtung bezeichnen, ohne diesen Zustand
näher definieren zu wollen. Den Zustand der Erleuchtung wird
jeder, je nach der eigenen Tiefe seines Wesens, anders erleben und
daher beschreiben. Die Erreichung dieses Zustandes ist wohl das Ziel
jeglicher spiritueller Praxis, so also auch von Reiki. Bewusstsein
ist wie alles andere auch Energie, die sich auf mannigfache Weise
auszudrücken vermag. Es ist eine Energieform, die ohne das
Vorhandensein von Materie, noch ungeformt ist und somit mit
materiellen Augen und Sinnen nicht wahrgenommen werden kann. Es ist
reines Sein ohne Ausdruck und somit gleich einer Kerze, die ohne
Schein und ohne Wärme ist.

Schauen
wir uns die Kanjis REI und KI einmal im japanischen Wörterbuch
an,
so finden wir folgende Beschreibungen-Übersetzungen:

 Rei

REI =
Seele, Geist, Leben

 Ki

KI =
Geist, Seele


Das
KI lässt sich zusätzlich noch einmal in zwei Kanjis
unterteilen:

 

Dampf

 Knospe Keim

Knospe,
Keim, Spross („ME" in der Schreibweise Katakana)

 

Wenn
wir uns also das Reikikanji ansehen dann wird uns klar, dass es sich
beim REI als auch beim KI, und ein und dasselbe Bewusstsein handelt,
welches sich in zwei Bereichen ausdrückt, die wir als den
himmlischen und den irdischen Bereich bezeichnen können. Das was
oben ist und das was unten ist, ist der Ausdruck ein und derselben
Energie, des „einen" Bewusststeins, dass sich in den beiden
Bereichen REI (alles was im Himmel – Geistigen Bereich ist) und im
Bereich des KI (alles was im irdischen-materiellen Bereich und im
Körper/Menschen ist) ausdrückt.

Unsere
Schöpfungen entstehen also in Form eines Wunsches, einer Idee
oder eines Gebetes, und werden über das REI in der Welt der
Formen, dem KI zur Realität.

Wie
wir in Reikikanji und Huna gesehen haben, können wir mit Hilfe
von Reiki unsere Blockaden und Fixationen auflösen und
bearbeiten, wodurch wir blockierte oder gestaute Energie in uns
wieder zum fließen bringen können, was in der Folge auch
unsere innere Einstellung und Gedanken verändern wird. Diese
Veränderung wird sich in der Folge wieder in unserem Leben und
unserem persönlichen Umfeld zeigen und ist Ausdruck unserer
Seele. Wie uns also unsere Mitmenschen begegnen und das was uns im
Leben geschehen wird, ist Ausdruck unserer Gedanken und Gefühle,
also unserer Seelenpersönlichkeit.

Durch
den gegenseitig entstehenden Energiefluss zwischen REI und KI, der
durch die Reikipraxis entsteht, erschaffen wir uns also immer wieder
aufs Neue, da wir uns durch die Auflösung von Blockaden und den
vermehrten Energiefluss, nachhaltig zu unseren eigentlichen inneren
Ordnung und Aufgabe hinbewegen. Reiki bringt uns also in unsere
ursprüngliche und natürliche Ordnung zurück und damit
in unser inneres Gleichgewicht, in unsere eigentliche Mitte.

Was
zeigt uns das KI und wie drückt es sich in unserem Leben konkret
aus?

Fassen
wir hierzu noch mal zusammen:

  • REIKI
    ist eine Energie, die uns in den Zustand des HZ = „Gott und Mensch
    sind EINS" zurück bringen kann. Es geht also um die Aufhebung
    der Trennung der Bewusstseine von Gott und Mensch, um Einswerdung.

  • Mit
    Hilfe von Gebet und Energie können wir unsere Bitte =(Schöpfung
    und damit Realisierung unserer Gedanken, Gefühle und Wünsche
    usw.) an unser höheres Selbst zur Verwirklichung senden.

  • Das
    hohe Selbst wird, sofern dies für uns tatsächlich gut und
    hilfreich ist, unsere Bitte, also das um was wir Ge-beten haben, in
    der Welt der Formen, aber auch in uns als geistiges Wesen in Form
    von Gedanken und Gefühlen zum Ausdruck, zur Realisation
    bringen.

  • Durch
    den Erhalt des Heiligen Regens unseres hohen Selbst, verändern
    wir uns also nachhaltig, in dem z.B. Blockaden und Fixationen in
    unserem mittleren und unteren Selbst aufgelöst werden und sich
    somit unser Denken und Fühlen entsprechend ändert kann.
    Durch diesen spirituellen Vorgang, diese spirituelle Arbeit,
    entsteht immer wieder ein neues, also verändertes Leben in uns,
    mit einem neuen, veränderten Bewusstseinsstand und einer neuen
    Einstellung mit der wir durchs Leben gehen. Diese immer neue
    Einstellung und das immer neue und veränderte Verständnis,
    welche unsere Sicht auf die Dinge und uns selbst immer im neuen
    Lichte erscheinen lässt, ist gleich einer neuen Welt, eines
    neuen Lebens das sich uns auftut.

  • Wir
    schöpfen uns daher mit all unseren Taten, Gedanken, Gefühlen
    und Handlungen (wie z.B. Reiki geben), täglich und immer wieder
    aufs Neue.

 

Zum
Bereich des KI gehören also folgende Dinge:

  • Der
    Ausdruck des hohen Selbst in Form von Inspiration und Intuition,
    Kreativität usw.

  • Der
    Ausdruck des göttlichen Bewusstseins (REI), das sich im
    Menschen als Seele oder persönlichem Bewusstsein (KI) Ausdruck
    verleiht.

  • Der
    Ausdruck des göttlichen Bewusstsein in Form des Ausdrucks als
    persönliches Bewusstsein und Erleben der materiellen Ebene im
    Menschen, dass den Menschen zum Handel bewegt, zum Beispiel zum
    Beten, Arbeiten, Schlafen, gutes Tun, positiv Denken usw. 

  • was
    wieder die Ursache dafür ist, eine neue Schöpfung
    hervorzubringen, in der Form, dass
    durch unsere Schwingung die wir als ganzes durch unser Denken, Fühlen
    und Handeln inne haben, wir wieder mit der geistigen Welt des REI in
    Resonanz kommen und somit wieder unsere irdische Existenz, in Form
    unserer Gedanken, Gefühlen und unserem Handeln schaffen, was
    sich natürlich auch wieder in Form unseres ganzes Lebens
    ausdrückt.

Das
KI umfasst somit unser gesamtes irdisches Dasein, die Möglichkeit
also, wie wir dem göttlichen Bewusstsein, dass sich in uns als
Seele personifiziert, Ausdruck zu geben vermögen, was sich
wiederum dadurch zeigt, in was für einer Welt wir leben, bzw.
wir meinen wie die Welt aus unserer Sicht zu sein scheint. Hierzu
gehört wie bereits erwähnt, die Welt unserer Gedanken und
Gefühle, die Welt unseres Handelns und dessen Folgen, wie aber
auch die Welt der materiellen Güter.

Die
Welt unserer Gefühle und Gedanken z.B. drückt sich in der
Form aus wie wir uns fühlen, wie wir die Welt innerlich erleben,
als erschreckend und bedrohlich, als Last oder Strafe, oder aber als
eine Spielwiese der Freude und des Glückes, der Liebe, des
Friedens oder wie auch immer.

Die
Welt unseres Handelns drückt sich z.B. in der Form aus, was uns
und wer uns im Leben begegnet. Leben wir in einer Welt in der wir
immer wieder betrogen werden, in der man uns schaden zufügen
will, uns die Mitmenschen ablehnend gegenüber stehen, wir
ständig in Rechtsstreite verwickelt werden, wir ständig
unterdrückt, ausgenutzt oder beherrscht werden oder wir als gern
gesehener Gast immer Willkommen sind, freundlich aufgenommen werden,
den Menschen die Herzen öffnen und sie uns daher als eine
Bereicherung ansehen usw.

Die
Welt der materiellen Ebene, also der materiellen Güter, welche
Ausdruck unseres inneren Reichtums ist, drückt sich aus in der
Form, wie wir wohnen, unsere Wohnung gestalten, was für ein
Fahrzeug wir fahren, wie wir uns anziehen, wie viel Wert wir auf
Ordnung legen usw. Hier geht es nicht nur darum, ob wir z.B. ein
großes oder teures Auto oder Haus haben, viel oder wenig Geld,
sondern viel mehr darum, was wir für einen Bezug, was für
eine Wertschätzung wir gegenüber diesen Dingen haben und
wir damit umgehen und diese gestalten, was wieder Ausdruck unseres
inneren Lebens ist.

Zusammenfassend
können wir also sagen, dass das KI all die Bereiche umfasst,
wodurch sich das REI ausdrückt. Somit ist das KI der ganze
Bereich der Formen sowie der Seelenpersönlichkeit des Menschen.

Wie
wir im Artikel „der Weg als Reikilehrer" gesehen haben, wird das
REI erst dann erfahrbar, wenn es durch die Welt des KI (materielle
Ebene) Ausdruck finden kann. Das göttliche Bewussteins findet
also Ausdruck in der Welt der Formen, in der Welt in der wir als
Mensch leben.

Wir
entscheiden daher täglich neu, in welcher Form wir dem
göttlichen Bewusstsein Ausdruck geben mögen, in seiner
Personifizierung als Mensch, im Teil des KI, im Teil des göttlichen
Funkens, der uns inne wohnt.

Im
Reikikanji finden wir genau all dies wie folgt wieder:

Am
Anfang war reines Sein, reines göttliches Bewusstsein, der
Zustand, den uns das HZ Symbol zeigt. Mensch und Gott sind EINS, oder
der Mensch ist vom Buddhabewusstsein nicht getrennt. Am Anfang aller
Dinge gab es also nur göttliches Bewusstsein, göttliches
Sein, belebt und erhalten durch seine einzigartige Eigenschaft zu
sein. Um sich aber selbst erfahren und damit erkennen zu können,
trat das Sein zum aller ersten Mal in sein Dasein und es ward Licht.
Jetzt konnte sich Gott zum aller ersten Mal selbst erkennen und
erfahren durch die Welt der Formen, die gleichsam entstanden waren
und es ward zum ersten Male Licht und Gott sah, „dass es Gut war".
Die Polarität war erschaffen und in diese Welt der Formen hat
sich das göttliche Bewusstsein ganz ergossen.

Das
Bewusstsein braucht also eine Form in die es sich ergießen und
durch die es sich ausdrücken kann. Es ist gleich dem Wasser,
welches Symbol für Bewusstsein ist, welches wir in den Kelch,
also in eine Form gießen. So kam das göttliche Bewusstsein
zum aller ersten Mal „herab" und ergoss sich in die Welt der
Formen.

Das
REI trat also zum aller ersten Mal in das Dasein und drückte
sich in der Welt der Formen, dem Menschen, dem KI aus.

 
Auch
hier stand zuerst die Absicht, die sich in Form eines Gebetes, also
in einer Handlung ausdrückte, wie wir das im alten Reikikanji,
in der Arbeit der Schamanin und des Menschen, in Form des Gebetes
wieder finden können. In der Bibel finden wir darüber
hinaus die Worte.

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das
Wort.

Wenn
Gott das Wort ist, dann finden wir auch hier wieder den göttlichen
Ausdruck in Form der Worte, die wiederum Spiegel dafür sind,
wie wir dem göttlichen durch uns Ausdruck verschaffen also auch
darin, wie wir denken, fühlen und Handeln.

Sobald
wir also Beten und das Wort laut aussprechen, wir also uns in Form
des Wortes Ausdruck verschaffen, sind wir Gott, da Gott das Wort ist.
Letztlich ist unser Wort, wie auch wir, nie von Gott getrennt, da
Gott sich hier nur als Seelenpersönlichkeit, als Mensch
ausrückt.

Sobald
also die Schamanin und der Mensch in Form des Gebetes
zusammenarbeiten und die Worte des Gebetes laut aussprechen werden,
was Schwingung und damit Resonanz und Energie erzeugt, wird es zu
unserem höheren Selbst, zum Bereich des göttlichen
getragen, bzw. es wird genauer gesehen direkt selbst zum göttlichen
Geist und damit immer erhört werden. Im Guten wie auch im
Schlechten. Die Geister die ich rief, die wer ich nicht mehr los.
Daher prüfet was ihr denket, fühlet und tut.

Wie
wir also sehen können, trat das Sein (göttliches
Bewusstsein REI) zum aller ersten Mal ins Dasein, mit Hilfe der
Absicht (sich erkennen zu wollen)

 Gebet Schamane Mensch

Hier
sehen wir eine Schamanin und einen Menschen, die beide spirituell
zusammen arbeiten. Die Arbeit wird durch die Gebetsmühle
symbolisiert. Die beiden beten also und arbeiten in einer
spirituellen Form zusammen. Die Tatsache dass sie beten und dies
in einem Ritus ausdrücken, ist die Bekundung einer bewussten
Absicht.

und
der heilige Regen

 Heiliger Regen

Dieser
Teil des REI zeigt uns den heiligen Regen oder den heiligen Segen,
der sich durch die spirituelle Arbeit ergibt. Dieser heilige Regen
gibt der Reikienergie seine spezielle Energiequalität.

ergoss
sich in die Welt der Formen, in den Körper des Menschen, in das
KI,

 Ki

Das
„KI" ist auch unsere Lebensenergie.

Das Leben das durch das REI hervorgebracht wird. Es bedeutet
Energie und Reis. Gibt man Wasser ( Symbol für Energie )dazu,
dann fängt der Reis an zu Kochen, dadurch wird der Reis
erhitzt und er fängt an zu dampfen. Ein Zeichen für das
Leben, die Lebensenergie, sich ausweitendes Bewusstsein.

wodurch
das menschliche Bewusstsein „entstand" und somit auch der freie
Wille, dem göttlichen mehr oder weniger durch uns Ausdruck geben
zu wollen.

Ohne
das KI, würde das REI also keinen Ausdruck finden können
und somit auch nicht erfahrbar sein.

Wir
können Gott also nie direkt wahrnehmen, sondern immer nur über
seine Wirkungen. Selbsterkenntnis wäre ohne das KI also nicht
möglich. Erst wenn das „REI" (Energie-Bewusstsein) durch uns
als Kanal auf uns oder einen anderem Menschen übertragen wird,
also in uns oder in einer anderen Person Ausdruck findet, dann wird
das REI in Form von Wärme, Kälte, Kribbeln usw. erfahrbar.
Siehe hierzu auch den Artikel „der Weg des Reikilehrers".

Unterteilen
wir das KI noch einmal, egal in alter oder neuer Schreibweise,

 

Ki Symbol

 

Ki

 

 
So
erhalten wir hier folgende Hinweise/Übersetzungen:

 

Dampf

Dampf

 Dampf

 

Korn

Knospe,
Keim, Spross, Reiskorn

(ME
in der Schreibweise Katakana)

 Knospe Keim

Ein
Teil des KI wird hier in Form der Knospe, des Spross, des Reiskorn
dargestellt, das den Beginn des Lebens, sowie das Leben selbst
symbolisiert. Es ist das Leben im Hier und Jetzt in der Welt der
Formen, für die die Materie die Grundlage ist. In diese Form
ergießt sich das Bewusstsein REI und drückt sich durch die
Welt der Formen, dem KI aus. Zum Wachstum des Reiskorns, des
Sprosses, des Keimes, also dem Leben oder auch einer Idee oder einem
Vorhaben, benötigt es nicht nur die Erde, sondern auch Wasser,
welches Symbol des Bewusstseins ist und somit auch Aufmerksamkeit,
also zielgerichtetes Bewusstsein. Das Wasser, Symbol für
Bewusstsein, benötigt also den Boden als die Form, in welches es
sich ergießen kann, worauf eine Reaktion entsteht, nämlich
das Leben selbst, hier in Form des Reiskorns, des Spross dargestellt.
Alle Schöpfung zeigt sich also in einem Beginn, dem Wachstum und
der Ernte.

Wir
gießen also den Keim, den Spross, das Korn (der Bereich des KI)
mit Bewusstsein (Wasser, Bereich des REI) so dass der Same zu wachsen
beginnen kann. Hieraus wird ganz klar ersichtlich, dass zum
Schöpfungsprozess beide Ebenen des REI und KI gehören
müssen, so dass überhaupt erst eine Schöpfung möglich
wird. Wir können diesen Prozess, wie wir hier gesehen haben,
also auch REI-KI nennen.

Es
wundert mich daher auch nicht, dass das KI im japanischen Wörterbuch
übersetzt „Geist und Seele" heißt. Es ist der Geist in
Form des göttlichen Bewusstseins REI, das sich im Menschen in
Form der Seele (KI) personifiziert und ausdrückt. Im Kanji wird
dies symbolisiert durch das Reiskorn, das der Seele
(=personifiziertes REI) gleicht, die durch die Welt der Formen
Erfahrungen sammeln kann, dadurch wachsen und sich entwickeln kann,
um wieder in das eine zurück zu kehren, in das EINS-SEIN des
einen Bewusstseins.

Die
sich entwickelnde Seele finden wir auch im Symbol des Rosenkreuzes
wieder:

Die
rote Rose
ein
Sinn-Bild für die sich entwickelnde Seele
am
Anfang ihres Daseins geschlossen und klein
durch
das Leben gekreuzigt
leidend,
dadurch lernend
reift
sie heran zur Blüte ihres Seins
um
zu vergehen und neu zu werden
um
zu finden das wahrhaft eine……..

die
Liebe.

So
wächst die Seele in Form des Reiskorns dargestellt, durch das
Leben und der damit verbundenen Erfahrungen heran, wodurch das
Bewusstsein sich entwickelt und sich ausdehnt und sich auf immer
neuere Weise ausdrückt. So haben wir am Anfang einen Samen der
zum Stängel heranwächst und später zur Blüte wird
usw. Mit jeder Erfahrung also die wir machen, erweitern wir unser
Bewusstseins, ob in Form von Glück oder Freude (=fließende
Energie) oder in Form von Unglück und Traumata was zu Blockaden
und Fixationen führen kann, sei ganz dahin gestellt. Alles
erleben erweitert unser Bewusstsein, egal wie wir dies werten wollen.
Lernen und erfahren können wir daher auch mit Wachstum und
Erweiterung gleichsetzen.

So
verändert sich unser Bewusstsein, gleich wie sich das
Bewusstsein im Kanji KI verändert, es weitet und dehnt sich aus
und wird reicher an Erfahrungen. Symbolisch wird das sich ausweitende
und ausdehnende Bewusstsein in Form des Dampfend ausgedrückt.
Wasser = Bewusstsein in seinem Aggregatzustand Dampf. Der Dampf als
Symbol für sich weitendes, ausdehnendes Bewusstsein ist also ein
Wachstumsprozess.

Wir
sehen daher einmal mehr, dass das KI nicht nur wie allgemein
verstanden für Lebensenergie steht, welche im Körper als
Vitalität tätig ist, sondern auch für das göttliches
Bewusstsein, dass sich durch die personifizierte Seele in der Welt
der Formen ausdrückt. Im Symbol dargestellt, in dem das REI auf
das KI regnet und somit sich in unserer alltäglich erlebten
Welt, in unserem All-Tag widerspiegelt.

Mit
Hilfe der spirituellen Arbeit, zu welcher Reiki gehört, können
wir den Schöpfungsprozess also aktiv unterstützen, in dem
wir uns die Hände auflegen und somit die Energien in uns zum
fließen bringen. Damit lösen wir Blockaden und Fixationen
unserer Selbste auf, immer mit dem Ziel, unser Bewusstsein noch mehr
zu öffnen und zu erweitern, um dem Göttlichen durch uns
immer mehr und mehr Ausdruck zu ermöglichen.

Wie
wir also aktiv mit Hilfe von Reiki unsere Blockaden und Fixationen
auflösen können, um unser Bewusstsein immer mehr dem
göttlichen hinzuwenden, um wieder ganz mit ihm Einswerden zu
können, in dem wir unser Bewusstsein immer mehr auf das
göttliche Bewusstsein ausrichten und ausdehnen, wird uns nicht
nur durch das Reiskorn und dem Dampf gezeigt, sondern im ganzen
Reikikanji, das untrennbar zusammengehört. Das REI schafft das
KI und das KI schafft das REI. Sie sind Bruder und Schwester im
Geiste, untrennbar miteinander verwoben und würde sich eines von
beiden auflösen, hätte das andere keinen Zweck und Sinn
mehr und alles würde aufhören zu existieren, nicht aber zu
sein, um nach einem kurzen Augenblick, wieder von ganz vorne mit
seiner eigenen Schöpfung zu beginnen.

Es
macht also einen Unterschied, ob wir eine Reikieinweihung erhalten,
in der wie die Trennung einfach aufheben in dem wir sozusagen eine
Brücke zwischen zwei Landteilen bauen oder ob wir die Trennung
aufheben, in dem wir die beiden Landteile wieder direkt miteinander
verbinden

Somit
wird auch klar, warum es nicht wie in manchen Religionen beschrieben
darum geht die Welt zu überwinden und von ihr zu fliehen, als
vielmehr darum, dem göttlichen die Möglichkeit zu geben,
sich in dieser Welt auszudrücken, was, wenn wir dazu immer mehr
im Stande sind, wahre gelebte Spiritualität ist und sich in
einer offenen und lebensbejahenden Einstellung sowie in körperlicher
Gesundheit und Vitalität widerspiegeln wird. Wer also denkt, er
müsse das so genannte Böse ausrotten oder die Welt des
Groben überwinden, der spaltet sein Bewusstsein ab vom
Göttlichen, anstatt sie zu vereinen. Der aber, der beide Welten
liebevoll und frei von allen Schleiern und Irrthümer in sich zu
vereinen vermag, der kehrt wahrlich zurück in den Zustand, den
uns das HZ zeigt. Denn der der die Welt in so genanntes Gutes und so
genanntes Böses trennet, um das Böse auszurotten und zu
überwinden, der trennet das Göttliche in sich und rottet
einen Teil des Göttlichen in sich aus. Dies ist gleichbedeutend,
als würden wir Blumen und Pflanzen aus dem unermesslichen
göttlichen Garten unseres Bauern auszurotten, so dass der Garten
unseres Selbst nicht reicher und ganzheitlicher würde, sondern
ärmer und spärlicher. Auch hier ist wieder die Frage, in
wie weit wir dem göttlichen durch uns Ausdruck verleihen mögen.
All dies zeigt sich auch darin, ob Energie in uns fließt oder
nicht, wir glücklich und gesund sind oder unglücklich und
krank.

Sofern
wir also versuchen Freud und Leid zu trennen, das eine zu verdammen
und zu verleugnen, anstatt es anzunehmen, werden wir weder uns noch
Gott ganz erkennen können, wir werden immer unvollständig
bleiben, anstatt in die liebevolle Annahme der Ganzheit einzutauchen.
Um aber nicht mehr scheiden zu müssen zwischen scheinbar Gutem
und Bösen, müssen wir die Dinge und somit auch uns ganz in
dem Lichte der Wahrheit erkennen, ohne Schleier vor unseren Augen,
sondern im wahren Licht das uns alles in Wahrhaftigkeit erkennen
lasset, in dem Licht also unseres liebenden Herzens.

So
wie Gott sich also durch den Menschen ausdrückt und damit auch
in der Welt der Formen, gleich so drückt sich der Bauer auf dem
Felde aus, in dem er das Korn pflanzet, es gießet und wachsen
lässt, bis er es erntet, um Körper und Seele zu nähren
und somit der Seele ein Gefährt zu bieten, den materiellen
Körper. So wie also Gott seine Schöpfung im Menschen und
dem menschlichen Leben erkennt und erfährt, so erkennt der Bauer
im kleinen seine Schöpfung und das Leben selbst, durch die
Arbeit auf dem Felde, der eine im Großen, der andere im
Kleinen. Nur durch die stetige Arbeit (z.B. Reiki und damit an sich
selbst) und dem damit verbundenen Wachstum des Bewusstseins, kann
letztendlich die Ernte eingebracht werden, die dem Zustand in dem wir
EINS sind mit Gott, dem Zustand des HZ entspricht.

Somit
ist unser ganzes Leben und Handeln, sind alle unsere Gedanken und
Gefühle, mögen sie uns noch so undeutend erscheinen, ein
großes leuchtendes Wunder, da es wahrlich nur einen
Schöpfungsprozess des einen Gottes gibt. So tut auch Derjenige
der scheinbar Kleines tut wahrhaft großes für den, der
dies tiefgründig zu erkennen vermag.

Wie
wichtig es daher ist die Welt anzunehmen anstatt sie überwinden
zu wollen, wird in diesen Worten wieder deutlich, da wir immer nur
dass erleben und erfahren können und uns damit nur all das
begegnet, was wir auf dem tiefen Grund unseres Daseins selbst gesät
haben.

Tiefer
betrachtet ist das Feld welches der Bauer bestellt, der tiefe Grund
der menschlichen Seele, den wir durch unsere Gedanken, Gefühle
und Erfahrungen bestellen. Im Huna ist es z.B. der Bereich des
unteren Selbst. So wird der Bauer ganz bewusst (mittleres Selbst)
auswählen und somit darauf achten, was er auf seinem eigenen
Felde bestelle. Er wird das Unkraut jäten, so dass das Nahrhafte
besser gedeihe, beides aber im wohl gewägten Gleichgewicht
halten, um das Wachstum zu fördern, das Leben zu erhalten und zu
erweitern, immer wieder mit dem bewussten oder unbewussten Ziel des
HZ, was sich in wahrer Glückseeligkeit und wahrer Liebe und in
tiefem Frieden auszudrücken vermag. Wenn jeder ehrlich in sich
blicket, wird er dies alles als tiefe Sehnsucht in sich finden
können.

Hierin
sehen wir, dass wir nur das erleben und erfahren können, dass
und also nur das widerfahren kann und wir nur das wieder erleben
werden, was wir auf dem tiefen Grunde unseres Seins, selbst geschöpft
haben.

So
wird z.B. auch klar, warum wir Gewohnheiten so schwer überwinden
können. Gewohnheiten wachsen wie Unkraut in der tiefe unserer
Seele (Feldes) immer wieder neu heran, so lange, bis wir unsere
Aufmerksamkeit auf ein anderes Kraut, eine andere Blume richten, die
wieder zur Gewohnheit wird, auf dass die alte Gewohnheit dadurch,
dass wir ihr keine Aufmerksamkeit (Bewusstsein) mehr schenken,
gänzlich austrocknet und damit verdorret. Sie ist daher nicht
gänzlich ausgerottet, sondern immer noch auf unserem Felde
vorhanden und wird, sobald wir sie erneut mit Aufmerksamkeit gießen,
erneut erblühen.

Der
Mensch erkennt sich zudem immer nur in und über seine eigene
Schöpfung. Erkennen wir uns z.B. in einem unserer Mitmenschen
wider, der uns scheinbar das Leben schwer oder schön macht, so
erkennen wir uns ganz all-eine in uns selbst, denn unser Gegenüber
ist die von uns untrennliche eigene Schöpfung, welche wir auf
unserem tiefen Grunde (Feld des Bauern) erschaffen haben. So werden
auch die Worte trefflich, dass das was wir anderen tun, wir genau
gesehen uns selbst antun, den der scheinbar Andere ist untrennlich
Teil unserer eigenen Schöpfung und daher Teil unseres Selbst. So
tue keinem dass, was du nicht willst, dass man es dir selber tut.
Mensch und Gott sind auf dem tiefen verwobenen Grunde eins, genau wie
ich und du. Auf einer tiefen Ebene des REI und des KI, ist alles und
jeder miteinander verbunden und Teil der eigenen Schöpfung,
untrennlich verwoben im einen Dasein.

Wir
sehen also wie tiefgründig das KI reichen kann und wie weit und
reich das Feld unserer Seele und der Schöpfung ist, die wiederum
Spiegel ist für die tiefe und den Reichtum des Geistes REI, REI
und KI also untrennbar eins sind, als Gott und Mensch und ich und du.

HZ
ist somit nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg auf dem REI und KI
sich gänzlich vereinen und verschmelzen und sich ausdrücken,
in dem was wir Erleuchtung, gelebte Spiritualität nennen, gleich
dem DKM (großes hell strahlendes Licht), das große Licht
REI, dass das KI ganz durchdrungen und erleuchtet und damit zu sich
selbst gemacht hat, bzw. geworden ist. So wird auch klar warum wir
von Erleuchtung sprechen, da dass REI das KI er- und durchleuchtet
und das KI somit selbst zum hell strahlenden Licht DKM wird. Das REI
erleuchtet das KI, so dass das KI selbst wieder zum REI aufsteigen
kann und sie eins werden, im ewigen Kreislauf des Lebens, gleich dem
ewigen Kreislauf des Energieflusses REI-KI.

So
überwinden wir die Trennung zwischen dem was oben ist (REI/HZ)
und dem was unten ist (KI/CKR), indem wir mit Hilfe der zweiten Grad
Symbole (HZ,SHK,CKR) die Blockaden und Fixationen in unseren Selbsten
auflösen. Dadurch wird das das REI/HZ das KI/CKR ganz
durchstrahlen und uns erleuchten, so dass wir selbst zum wandelnden
DKM, zum hellstrahlenden Licht auf Erden werden können. Dies ist
wahre und gelebte Reikimeisterschaft.

Insofern
erklärt uns das auch die oftmals falsch verstandene Aussage,
dass das DKM Symbol die Symbole des zweiten Reikigrades ersetzen
würden. Helfen uns die zweiten Grad Symbole die Trennung
aufzuheben, so dass wir im Zustand des HZ hier auf Erden angekommen
sind, wir also ein wandelndes DKM sind, dann benötigen wir die
Symbole des zweiten Grades so lange nicht mehr, wie wir im Zustand
des gelebten HZ (=DKM) verweilen können. Erst wenn wir durch
unser Tun und Fühlen und Handeln erneut Blockaden und Fixationen
bilden, benötigen wir wieder die zweiten Grad Symbole, um die
Trennung erneut aufzulösen oder aufzufrischen. Bekanntlich ist
es besser der Krankheit vorzubeugen, als sie nachher heilen zu
müssen.

Wenn
wir also mit Hilfe der zweiten Grad Symbole die Trennung zwischen REI
und KI gänzlich aufgelöst haben und wir zum wandelnden DKM
geworden sind, so sind wir im ganzen Wesen hell strahlendes Licht und
die Symbole des zweiten Grades, haben uns zum DKM gemacht.

Somit
ist auch wahre Reikimeisterschaft nicht die stärke der Energie
die wir imstande sind zu übertragen, sondern die Art und Weise,
der Zustand, in dem wir unsere Welt schöpfen, gelebter Ausdruck
des REI durch das KI und somit die Art und Weise wie wir denken,
handeln und fühlen.

Wahre
Reikimeisterschaft ist also das Feld unseres täglichen Lebens
und der Haltung, mit der wir durchs Leben gehen und den Dingen und
Menschen begegnen.

Der
also, der die Trennung zu einem großen Teil überwunden hat
und somit wandelndes DKM ist, der wundere sich nicht, wenn er
scheinbar das Interesse an Reiki verloren hat. Tief genommen hat er
es nicht verloren, sondern ist selbst zu Reiki geworden, was sich
aber durch sein ganzes Wesen, sein ganzes Handeln, Fühlen und
Denken und in seinen Worten ausrückt und nicht allein durch
Handauflegen.

Am
Grad also, in wie weit wir dem göttlichen REI durch uns als KI
Ausdruck verleihen, wird sich auch unsere Gesundheit und Vitalität
zeigen, denn je größer der Ausdruck, desto freier und
größer der Fluss des Lebens in und durch uns.

Seien
wir uns also ganz bewusst, dass wenn wir die Hände auflegen, wir
nicht nur irgendeine Energie übertragen, sondern reines
göttliches Bewusstsein, dass sich als Reichtum, Glück,
Freude, Frieden, Gesundheit, Vitalität usw. auszudrücken
vermag, sofern wir dies zulassen und nicht durch gar zu großen
Eigensinn verhindern.

Aber
auch hierzu gäbe es noch viel zu sagen………..

 

Blau hinterlegtes Kanji: Fokke Brink

Zum Autor:

Martin SauterMartin Sauter, geboren 1971, langjähriger Musiker (Schlagzeug, Gesang,
Gitarre), ca. 8 Jahre Mitglied bei A.M.O.R.C. (Alter mystischer Orden
vom Rosenkreuz). 2001 kam er dann zu Reiki und unterrichtet seit 2005.
Zusätzliche Ausbildung in Tierkommunikation, Geistiges Heilen nach
Otmar Jenner und Grundkenntnisse in Craniosacraler Therapie als
Selbsterfahrung. Betreut eine kleine Reikigruppe in Filderstadt bei
Stuttgart und ist Teamleiter bei einer Wärmedienstfirma.
Website: www.ruheundstille.de 

Geschrieben von Martin Sauter am Freitag, den 30.November 2007 um 16:50 Uhr

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Eine Antwort zu “Das Ki im Rei-KI”
  1. Nicole sagt:

    Vielen vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, Martin! Hab ihn sehr genossen und viel gelernt. Danke.

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