| Der Weg als Reiki-Lehrer |
| Geschrieben von: Martin Sauter |
| Montag, den 25. Juni 2007 um 00:19 Uhr |
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Aktuell ist das Thema der Reikimeisterschaft mehr denn je in aller Munde. Nie zuvor kannten mehr Menschen Reiki und nie zuvor konnte man Reiki so einfach und schnell erhalten wie heute. Da heute Titel und Zertifikate oftmals mehr bedeuten als „natürliches Können", so ist auch hier der Trend entstanden, Titel zu erwerben, um evtl. sich und sein Können aufzuwerten. So ist natürlich auch hier der Reikimeistertitel Ziel der Begierde vieler Menschen geworden, denn wie allgemein bekannt, „ist viel eben nun mal mehr". Ob wir was damit anfangen können oder nicht, ist eher zweitrangig. So gehen wir mal schnell ins Internet und lassen uns per Fernweihe in den I, II und III oder in noch höhere Reikigrade einweihen und schwups sind wir Reikimeister. Ganz nach der Devise: 1,2,3, Meins. Hört sich doch ziemlich gut an, lernen und wissen braucht man hierzu ja nicht viel, denn Reiki ist ja - wie jeder weiß - so einfach, wie nichts anderes auf der Welt. „Hands on, hands up". Somit wird es auch niemanden verwundern, dass die Frage, was wirkliche „Reiki-Meisterschaft" bedeutet und was mit ihr einhergeht, meist nicht über eine allgemeine Oberflächlichkeit hinaus tiefgründig und verantwortungsvoll für sich geklärt wird. Es scheint also, als gebe es einen Ausverkauf in Reiki und der Reikimeisterschaft und so kann der Reikimeistertitel heutzutage von ein paar bis hin zu 10.000 Euro „erkauft" werden.Welche Qualität eine solche Reiki- und Meister und Lehrerausbildung hervorzubringen vermag, kann und möchte ich hier nicht beurteilen müssen. Es ist an jedem selbst hier bereits mit seiner eigenen Verantwortlichkeit sich selbst gegenüber, vielmehr aber der Verantwortlichkeit seinem Mitmenschen gegenüber, zu beginnen. In jedem Fall macht es den Anschein, als wäre für alle Menschen und deren individuelle Ansprüche Sorge getragen. Schauen wir uns nun aber den „Wühltisch des Reikiausverkaufs" einmal genauer an, so werden wir relativ schnell erkennen können, dass Fragen wie: Was kaufe ich da überhaupt, welche Voraussetzungen sollte ich für einen solchen Weg überhaupt mitbringen, was möchte ich letztendlich damit anfangen und erhalte ich letztendlich auch dass, was ich eigentlich wollte oder gesucht habe, zwangsläufig auf der Strecke bleiben müssen. Zuhause angekommen werden wir uns das frisch erworbene Reikischnäppchen, also die Meistereinweihung und unsere Meisterurkunde, einmal genauer anschauen wollen mit der dann vielleicht bitteren Erkenntnis, dass es doch nicht dass war, was wir uns eigentlich vorgestellt haben. Nun erkennen wir sogar vielleicht im Lichte der genaueren Betrachtung, dass das Erworbene hier und da Mängel aufweist. Nachdem die erste Euphorie des neugeborenen Titelträgers vergangen ist, würden wir es vielleicht sogar am liebsten wieder zurück bringen, da das, was wir erhalten haben, bei weitem nicht das hält, was wir uns davon versprochen hatten, bzw. uns versprochen wurde. Nun, wie wir aber alle wissen, sind „Waren" vom „Wühltischausverkauf" meist von einer Rückgabe ausgeschlossen, gleich geht es uns mit Reikieinweihungen. Davon abgesehen kann uns das aber auch bei einer teureren „Ware" geschehen, auch hier wird ein Umtausch oftmals äußerst schwierig werden. Solche Dinge führen u.a. dann dazu, dass so genannter „Verbraucherschutz" ins Leben gerufen wird, was es im Bereich von Reiki und der Reikimeister/Lehrerschaft aber noch nicht gibt. Einmal die „Ware" erhalten, können wir diese nicht mehr zurückgeben, gleich so ist es mit den Reikieinweihungen. Im Falle von Reiki würde dies bestimmt auch keinen Sinn machen, auch wenn es heutzutage Menschen gibt, die sich darauf spezialisiert haben. Was also bewegt denn nun den Menschen, sich in Reiki einweihen zu lassen und später das Meistersymbol und den Meistertitel zu erhalten und vielleicht sogar selbst Reikilehrer zu werden? Was bewegt diese Menschen, was ist ihre Absicht, was ihr Ziel, was ihr Wunsch und was ihre Vorstellungen, einmal ganz abgesehen davon, ob sie Reiki am Wühltisch bekommen oder im Feinkostladen? Diese Frage zu beantworten würde wahrscheinlich noch viele weitere Seiten füllen können und wäre ein sehr interessantes Thema alleine für sich, so dass ich jeden gerne herzlich bitten möge, sich diese Fragen selbst zu beantworten. Die Beweggründe sind sicherlich so mannigfach wie die Menschen selbst. Eine grundlegende Frage aber ist: „Was erhalte ich denn tatsächlich durch die Einweihung in das Meistersymbol, den Meistertitel und durch eine Ausbildungserlaubnis"?Ist es vielleicht ein Mehr an Energie, oder eine noch höhere und mächtigere, wirkungsvollere Reikienergie/Schwingung oder ist es einfach nur ein Titel und damit vielleicht ein Mehr an Persönlichkeit und Ansehen? Eine Frage in diesem Zusammenhang von mindest genauso großer Bedeutung ist: „Habe ich mit der Meistereinweihung/Lehrerbefähigung nur „Vorteile" oder gehen damit auch Aufgaben und Verantwortung mit einher?" Wenn ja, welche könnten das sein und bin ich überhaupt bereit dazu, mich diesen Aufgaben und der damit verbundenen Verantwortung für mich und andere zu stellen? Auch diese Fragen werden wir hier nicht klären können, denn eine Aufgabe des neuen Reikimeisters/Lehrers ist, sich genau diese Frage zu stellen und für sich alleingültig zu beantworten. Jeder wird sich sicherlich vorstellen können, dass die Antworten nach vielen Jahren ganz andere sind, als am Anfang unseres Reikiweges. Über alle diese Fragen und noch viele mehr sollte man sich also im Vorfeld Klarheit verschaffen, bevor wir den Weg zum Reikilehrer/Meister beschreiten. Folgend wollen wir uns aber nun weniger mit diesen Fragen und den verschiedenen Motivationen der Menschen beschäftigen als vielmehr, ob es überhaupt Sinn macht, alleine den Reikimeistergrad anzustreben, sich also „in" das Meistersymbol einstimmen zu lassen, ohne der eigentlichen Aufgabe dieses Symbol „gerecht" werden zu können, es also für seine eigentliche Bestimmung, den Reikieinstimmungen zu verwenden. Die Kernfrage lautet also: „Was mache ich mit dem Meistergrad und dem Meistersymbol, ohne Reiki lehren und einweihen zu wollen"?Noch mehr sollte man sich die Frage stellen, wenn man sich vor Augen hält, dass es Reikiformen gibt, in denen es wohl gar kein Meistersymbol, wie wir es hier im Westen kennen, gibt. Mit dem Erhalt der Reikisymbole des zweiten Grades erhalten wir hier alles was wir für unseren Reikiweg benötigen. Später erhalten wir lediglich die Erlaubnis andere Menschen in Reiki einzuweihen und diese zu unterrichten und lernen hierzu die notwendigen Einstimmungen. Schauen wir uns den Reikiweg vor den 80iger Jahren im westlichen Reikistil an, so erkennen wir, dass es hier zwar möglich war sich ohne größere Schwierigkeiten in den ersten und zweiten Reikigrad einstimmen zu lassen. Bevor jedoch die Reikiausbildung zum Reikimeister/ Lehrer gemacht werden konnte, sollten erst viele Jahre vergehen. Eine Trennung zwischen Reikimeister- und Reikilehrergrad gab es zu dieser Zeit noch nicht, so dass die Einweihung in das Meistersymbol zum festen Bestandteil der Lehrerausbildung gehörte und der krönende Abschluss des frisch gebackenen Reikilehrers war. Wer sich also für diese Einweihung und Ausbildung entschied, für den war unweigerlich klar, er wolle Reiki selbst weitergeben und Menschen in die Reikikraft einweihen. Wozu auch hätte man sonst über viele Jahre die Reikipraxis geübt sowie den hohen finanziellen Aufwand auf sich genommen, um eine oftmals lange Reikiausbildung auf sich zu nehmen. Auf Grund der damals viel schwerer zu überwindenden Hürden war man sich dem Wert und der Bedeutung dieses Schrittes weitaus mehr bewusst und im Klaren, als heute, was dieser Schritt für einen selbst und andere bedeute. Erst viel später dann wurde es möglich, den Reikimeistergrad, also die Symboleinweihung, abgetrennt von der Lehrerausbildung zu erhalten. In diesen Meistergradausbildungen wird so mancherlei Anwendungsweise des Meistersymbols gelehrt. Hierzu gehören nur um einige zu nennen, Meditationen, Heilungsanwendungen, Schutzfunktionen, Karmaauflösung und vieles mehr. Nachweisbare und fundierte Ergebnisse bleiben meist aber mehr im spekulativen als im fundierten Bereich. Dies ist dann wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so mancher Reikilehrer nebenberuflich als „Creativ Direktor" betätigte und so manch Un-sinninges ersann, um den Reikimeistergrad abgetrennt für sich zu rechtfertigen. Zwischenzeitlich gibt es also wohl so manche „ersonnenen Gründe", warum auch die „Meistersymboleinweihung" abgetrennt von der Lehrertätigkeit ihren berechtigten Platz in der Reikiszene finden sollte. {mosgoogle} So erhält man zwar das Meistersymbol schon für ein paar Euro, seine Anwendung bleibt aber fraglich und somit meistens in der eigentlichen praktischen Anwendung, für welche es bestimmt ist, nämlich der Einweihung, aus. Sie gehen davon aus, durch die reine Anwendung des Symbols eine Art Meisterschaft zu erreichen, die Reikienergie aufzuwerten und ihre Fähigkeiten zu erhöhen. Ob sich hier Ihre Wünsche erfüllen mögen bezweifle ich, denn mit der Reikienergie selbst und den Symbolen des zweiten Reikigrades haben wir alles, was hierzu nötig wäre. Welchen Nutzen hat also das Meistersymbol ohne die Absicht, andere Menschen in Reiki einweihen zu wollen? Falls es keinen weiteren Nutzen bringt, so würde das bedeuten, dass das Reiki-Meistersymbol untrennbar zur Meisterausbildung gehört. Wer aber könnte nun diese Frage eindeutiger beantworten und klären als das Meistersymbol selbst. Könnte es also sein, dass es uns selbst den natürlichen, den rechten Weg zeigt, wozu es anzuwenden wäre? Macht die Anwendung also Sinn, auch ohne die Absicht, andere Menschen in Reiki einweihen zu wollen? Zeigt uns das Symbol selbst seine eigene naturgegebene Bestimmung? Schauen wir uns das Meistersymbol und seine Bedeutung einmal genauer an, können wir erkennen, dass die Einweihung in das Meistersymbol und die Lehrtätigkeit zusammengehören wie Ebbe und Flut, Tag und Nacht, „REI und das KI". Es beschreibt uns den Reikiweg, auf dem Meistersymboleinweihung und Lehrertätigkeit auf natürliche Weise untrennlich zueinander gehören. Um diese natürliche Weise stimmig verstehen zu können, müssen wir uns zunächst einmal mehr die Frage stellen, was das Ziel von Reiki ist, bzw. das Ziel der Arbeit mit Reiki. In meinem Artikel über Das Reiki-Kanji und Huna gehe ich auf diese Frage näher ein und versuche anhand des Reiki-Kanjis und Huna diese Frage verständlich zu erklären, ebenso die eigentliche Funktion der Reikisymbole des zweiten Reikigrades. Wie in diesem Artikel beschrieben, ist das Ziel des Reikiweges ein Seinszustand, den uns das HZ - Symbol zeigt. Das Symbol bedeutet übersetzt so viel wie: „Der Mensch ist vom Buddhabewusstein nicht getrennt" bzw. „der Mensch und Gott sind eins". Das HZ - Symbol stellt somit die eigentliche Quelle der Reikienergie, die somit dem göttlichen Bewusstsein entspricht, dar. Eins zu sein mit dem göttlichen Bewusstsein (auch Buddhabewusstsein genannt), bzw. das menschliche Bewusstsein mit dem des Göttlichen zu vereinen, ist wohl das Ziel jeder spirituellen Praxis und soll immer in einen bestimmten Seinszustand, der dem HZ-Symbol entspricht, münden. Der Mensch ist vom Buddhabewusstein nicht getrennt" bzw. „der Mensch und Gott sind eins".Es geht also nicht so sehr um das Erreichen eines Ziels, als vielmehr um den Seinzustand, den wir hier erleben und erfahren können. Am Anfang vielleicht nur kurz, später aber länger und länger, bis er in der Unendlichkeit mündet. Es ist, als ob wir einen kurzen Augenblick des Erlebens dieses Zustandes festhalten würden, um ihn so zu einem ewigen Augenblick in unserem Leben auszuweiten. So gäbe es für uns nur noch diesen einen Augenblick, der allerdings ewiglich „sein" kann. Es ist der Zustand, den das HZ - Symbol beschreibt, der Zustand in der die Trennung der Bewusstseine von Gott und Mensch überwunden ist. Sofern wir also durch die tägliche Reiki-Praxis die Trennung zwischen unserer persönlichen Buddhanatur und dem einen großen Buddha mehr und mehr aufzulösen vermögen, kommen wir so dem Ziel von Reiki immer näher. Im Grunde benötigen wir hier nicht mehr als die Reikienergie und die Symbole des II Reikigrades, um diesen Weg zu beschreiten und die Arbeit an uns selbst zu verrichten, um somit das Ziel von Reiki bzw. des HZ zu erreichen. Nun wird auch klar, warum Reiki das REI eine universelle und das Ki unsere persönliche Energie ist. Das REI ist das universelle Buddhabewusstein und das Ki unser persönliches Bewusstsein hier auf Erden. Sobald sich also die universelle Reikienergie (Buddhabewusstsein) herab begibt und durch uns fließt, wird es ein Teil unseres persönlichen Bewusstsein, unserer persönlichen Buddhanatur. Für einen Menschen also, der „nur" eine spirituelle Methode, einen spirituellen Weg sucht, endet der äußere Reikiweg mit dem II Reikigrad, da er damit alle notwendigen Hilfsmittel erhalten hat, um die Trennung zwischen persönlichen und göttlichem Bewusstsein aufzulösen und somit den Zustand des HZ zu erreichen vermag. Der Weg dorthin bringt so manches Mal Unangenehmes aber auch viel Schönes mit sich. Wie der persönliche Weg eines Menschen hier aussieht, ist von vielerlei Faktoren abhängig. So weit kann aber aus Erfahrung heraus gesagt werden, dass auch, wenn der Weg oftmals als mühsam und erschwerlich erlebt wird, jeder nur so viel zu tragen hat, wie er verkraften kann, und in dem jeweiligen Tempo, dass seinen eigenen persönlichen Fähigkeiten entspricht. Interessant dabei ist zu sehen, dass viele Menschen oftmals weitaus mehr verkraften können, als sie selbst für sich möglich gehalten hätten. Aber auch dies zu erkennen und daraus tiefes Selbstvertrauen zu schöpfen, gehört zu diesem Weg. In jedem Fall aber haben wir mit Reiki I und II alles, was wir zur Erreichung unseres Zieles, dem Zustand des HZ benötigen. Was aber zeigt uns denn nun das DKM Symbol in Bezug auf die Reikimeister/Lehrerausbildung und den weiteren Schritt, den wir gehen, wenn wir uns dafür entscheiden?Wenn das HZ - Symbol nun aber die eigentliche Reikiquelle ist, dann müssen wir uns in diesem Zusammenhang auch das alles hervorbringende Prinzip der Schöpfung einmal genauer betrachten. Also das Sein, das göttliche Seinsbewusstein, in das wir zurück finden sollen und von dem wir uns ursprünglich einmal auf den Weg gemacht haben. Am Anfang aller Dinge gab es nur göttliches Bewusstsein, göttliches Sein, belebt und erhalten, durch seine einzigartige Eigenschaft zu sein. Das reine Sein war gleich einer Kerze, die ohne Ausstrahlung war, daher keinen Schatten warf, keine Wärme spendete und daher auch ohne Form. Um sich aber selbst erkennen und erfahren zu können, traf das Sein eine „Ent-scheidung" und es fing es an sich auszudehnen. Damit trat das Sein zum aller ersten Mal ins Da-Sein, „Und es ward Licht!". Jetzt konnte Gott zum ersten Mal sich selbst sehen und er sah, „dass es Gut war". Die Polarität war geschaffen. Erst durch die „Absicht, die Intention" sich selbst erkennen zu wollen, sich zu erfahren „wer ich bin", „was ich bin" und „wie fühle ich mich dabei", also wie erfahre ich mich selbst, traf es die „Ent-scheidung" und tat den ersten Schritt auf diesem schöpferischen Weg. Durch diesen ersten Schritt entstand erstmals Raum, die Zeit, die es brauchte, um diesen Raum zu überwinden und die Formen darinnen. Der Schein des Lichtes breitete sich also aus und erhellte die Dunkelheit des Universums, also des gleichsam entstandenen Raumes. Je weiter es sich ausdehnte, desto langsamer wurde seine Schwingung, es verdichtete sich und die Formen entstanden, die das Sein in sich trug, um sich selbst erfahrbar zu machen, sich ausdrücken zu können. Das Licht war fortan also nicht mehr ohne Schatten, denn es erhellte nun die Dunkelheit und wurde erfahrbar, da es nun Wärme ausstrahlte. Nun entstanden die Menschen, die Tiere, die Welt und die Möglichkeit, sich selbst zu erkennen und wahrzunehmen, mit allen Gefühlen, Gedanken allen Sinnen usw. Das Sein benötigte also eine Form, eine Manifestation, um sich selbst erfahrbar zu machen, sich selbst wahrzunehmen und sich auszudrücken. Das HZ - Symbol, die Quelle von Reiki, entspricht also dem Seinsbewusstsein, das gleich der Kerze ohne Form, ohne Spiegelung, ohne Schatten, ohne Ausstrahlung und ohne Wärme ist. Es ist zunächst also „nur" die reine Quelle des Seins, das Sein selbst, das Buddha oder göttliche Bewusstsein, ohne eine weitere Form der Manifestation, der Erfahrbarkeit und Ausdrucksmöglichkeit. Erst wenn das Sein, das Bewusstsein, die Quelle also, sich selbst verlässt und sich „ausdrückt", dann wird es zum dem Licht, zu der Kerze, die Wärme spendet, die ausstrahlt und erfahrbar wird.Das Sein benötigt also eine Welt der Formen, eine Welt der Erfahrbarkeit, um sich selbst manifestieren und ausdrücken zu können, um sich so letztendlich Selbsterkenntnis zu erfahren. Gleich so ist es dann auch die Reikienergie das Reikilichtes, das durch einen Reikikanal manifest und dadurch für uns und andere erfahrbar wird. Es bekommt die Möglichkeit der Ausstrahlung und der Erfahrbarkeit, die wir z.B. durch Wärme, Kribbeln, Kälte, Pulsieren usw. erfahren und wahrnehmen, wenn wir anderen und uns selbst die Hände auflegen. Erst also, wenn die Reikienergie durch einen Reikikanal fließen kann und damit in diese Welt der Formen gelangt, durch Handauflegen oder Fernreiki, bekommt die Reikienergie Form und Ausstrahlung. Wir bringen das Reikilicht in diese Welt und sie wird erfahrbar. Gleich dem Kerzenlicht, das einen Schatten wirft, die Dunkelheit erhellt und Wärme spendet und somit das bewusste Leben. Es ist die Manifestation der Reikienergie im Sinne des CKR: Dein Wille geschehe oder so sei es. CKR = Manifestierte Reikienergie hier auf Erden. Insofern sind wir alle selbst ein wandelndes CKR, da wir durch uns die Reikienergie manifestieren. Als Reikikanal sind wir also ein „Diener" oder „Helfer" des Lichtes, des Seins, dass sich selbst erkennen und erfahren möchte. Gleichzeitig sind wir selbst ein Teil des einen großen Seins, das sich durch uns, also dem Menschen und durch die vielen Eigenschaften in seiner Vielfalt und allen möglichen Spielarten des Menschseins erfahren will. Jeder Reikikanal ist, wenn wir so wollen, ein Geburtshelfer des Seins, des Lichtes, des Buddhabewusstseins. Was aber hat dies nun alles mit dem Meistersymbol und der Aufgabe als Reikilehrer zu tun?Erhält der Reikilehrer vielleicht noch eine weitere „Manifestationsmöglichkeit" der Reikienergie, mit Hilfe des Meistersmbols, die über das reine Handauflegen oder Fernreiki verwenden hinausgeht? Die Quelle des Seins, das Sein selbst, wird durch das HZ Symbol ausgedrückt. Es ist ohne Form und Ausstrahlung und somit ohne Wärme. Um aber erfahrbar zu werden muss es ausstrahlen. Betrachten wir hierzu einmal den kosmologischen Buddha, Dainichi Nyorai. Dieser kosmologische Buddha Dainichi Nyorai symbolisiert die manifeste Ausstrahlung der Reikienergie, durch die das Reikilicht in alle Bereiche des Universums strahlt. Wenn wir so wollen, ist er die bewusste Absicht des Seins, die veranlasst, dass sich das Sein ausdehnt, um so in das Da-Sein zu treten. Er ist sozusagen die wahrnehmbare Manifestation des Seins auf höchster Ebene, so dass das Licht Form annehmen kann, Wärme erhält und daher erfahrbar wird. Er sitzt inmitten der Quelle des Reiki und manifestiert die Reikienergie, das Reikilicht, in dem er das Sein unentwegt in die Welt der Formen, des Universums ausstrahlt. Er ist eine Art „Manifestator", die direkte Ausstrahlung des Reikilichtes in dieser Welt. Ohne ihn wäre keine Wahrnehmung möglich. Die Energie, das Licht dass er ausstrahlt, ist pure Reikienergie und Liebe. Würde man nun das von ihm ausgestrahlte Licht vergrößern würde man erkennen, dass das Licht wiederum aus vielen weiteren kleinen Reikilicht ausstrahlenden Buddhas besteht. Sie sind also weitere Manifestationen und Geburtshelfer der Reikikraft. Hier kommen wir nun endlich zu der eigentlichen Verwendung des Meistersymbols und der Aufgabe des Reikimeisters/Lehrer.
{mosgoogle} Gleich so der kosmologische Sonnenbuddha Dainichi Nyorai durch seine Ausstrahlung des Reikilichtes weitere Lichtausstrahlende Buddhas hervorbringt, so bringt auch der Reikilehrer weitere Lichtausstrahlende Reikikanäle hervor, in dem er die Buddhanatur, durch die Form der Einweihungen, in den Menschen erweckt. Der Reikilehrer übernimmt sozusagen für die Zeit der Einweihung, mit Hilfe des Meistersymbols, die irdische „Vertretung/Ausstrahlung" des Dainichi Nyorai, um so das Reikilicht in Form von weiteren Reikikanälen - Buddhanaturen, in der Welt der Formen hervorzubringen. Er unterstützt damit den direkten Schöpfungs- und Werdeprozess des Seins, sich in diese Welt auszustrahlen, um sich weiter und weiter erkennen und erfahren zu können. Der Reikimeister/Lehrer wird also direkte Ausstrahlung des Reikilichtes, direkter irdischer Vertreter des kosmologischen Sonnenbuddhas Dainichi Nyorai. Es wird daher nun auch niemand wundern, dass das Meistersymbol diesem kosmologischen Buddha Dainichi Nyorai entspricht, welches „großes, hell strahlendes Licht" bedeutet. Wäre der Mensch bereits im Zustand des HZ angekommen, könnte er auf Grund dieses Zustandes eine Reikieinweihung auch ohne Meistersymbol vornehmen, da er die „Trennung" zwischen seinem und dem göttlichen Bewusstsein vollständig aufgelöst hat. Er wäre wieder selbst zur Quelle geworden, zur ihr zurückgekehrt. Um in diesen Zustand bewusst und willentlich eintreten zu können, benötigt der Mensch, wie wir vorher gesehen haben, lediglich die Reikisymbole des zweiten Grades, Geduld und unter Umständen harte Arbeit an sich selbst. Dann sind wir selbst zu einer Art direkten Buddhanatur, als Ausstrahlung des Dainichi Nyorai geworden. Dieses ist das eigentliche Ziel aller spiritueller Praxis. Einkehr in das göttliche Bewusstsein, in die Buddhanatur, ins Paradies oder wie wir es sonst nennen wollen. Wir wären dann zu einer direkten Wandelnden Quelle (HZ) und zur der direkten Ausstrahlung des göttlichen Lichtes (DKM) geworden. Dieses Verständnis, das Usui gehabt haben muss, führte dann wohl auch dazu, dass die uns heute im Westen bekannten Reikieinweihungen mit Hilfe der hier genannten Symbole ausgeführt werden, da davon ausgegangen werden muss, dass wir Menschen im Westen nicht die langen Jahre der persönlichen Entwicklung wie z.B. in einem Kloster, auf sich nehmen können, um diesen Zustand auch so zu erlangen. Einen Mensch der dies in hohem Maße bereits auf Erden verwirklicht hat, nennen wir Buddha, Erleuchteten, usw. Solange wir also diesen Zustand nicht selbst dauerhaft eingehen bzw. in ihm verweilen können, benötigen wir eine Hilfe, um die „Vertreterfunktion" des Dainichi Nyorai hier auf Erden einnehmen zu können, um den Schöpfungs- und Werdeprozess des Seins in Form von Reiki und den dazugehörigen Einweihungen unterstützen zu können. Hieraus erkennen wir also die wahre Bestimmung des Meistersymbols im Reikisystem welches uns befähigt, als irdischer Vertreter des Dainichi Nyorai wirken zu können und gleich ihm Einweihungen vorzunehmen bzw. durch uns absichtlich geschehen zu lassen.Die Anwendung des Symbols selbst bewirkt aber nicht, dass wir selbst in dieser Zeit „Erleuchtet" werden bzw. göttlich sind. Es hilft uns daher auch nicht wirklich, diesem Zustand näher zu kommen, denn es befähigt uns ausschließlich, anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst Reiki durch sich vermehrt fließen zu lassen und die Buddhanatur in sich zu erwecken und somit dem Sein zu helfen, Ausdruck zu finden. Somit wird es uns auch bei keinerlei persönlichen Entwicklungen helfen können. Meisterschaft erhalten wir nicht durch die Anwendung des Symbols, sondern durch unseren persönlichen Einsatz und dem Wunsch, die Buddhanatur in uns zu wecken. Ebenso wenn wir anderen Menschen Reiki geben, diese einweihen und dadurch lernen und erkennen, wer und was wir im Grunde sind, woher wir kommen und wohin wir gehen und was wir wirklich tun sollen. Nämlich dem Sein helfen, sich erfahren, erkennen und ausdrücken zu können. Die wahre Meisterschaft zeigt sich also darin, in wie weit wir der Liebe des Seins durch uns Ausdruck zu geben vermögen und damit darin, die Art und Weise wie wir etwas tun. Im Lichte dieser Betrachtung wird uns letztlich einleuchten, dass die Einweihung des Meistersymbols, ohne die Absicht, weitere Buddhanaturen in dieser Welt erwecken zu wollen, keinen Sinn macht. So kann sich jeder selbst die Frage stellen, ob er die Meistersymboleinweihung kurz einmal vom Wühltisch-Ausverkauf mitnehmen mag oder sich der eigentlichen Bestimmung des Symbols bewusst wird, sich ihm hingibt und daher den Weg als Reikilehrer beschreiten möchte.
Mit freundlicher Genehmigung von Martin Sauter, 23 Juni 2007 |




Martin Sauter beschreibt in diesem Beitrag das DKM als Schöpfungsprozess bzw. den natürlichen Weg des Reikilehrers, das hell strahlende Licht in die Welt
hinauszutragen.


Kommentare
Bringt es mehr Klatheit oder (noch) mehr Verwirrung, wenn man ein Kunstprodukt (westl. Reiki) mit einem anderen Kunstprodukt (Huna nach Long bzw. King) "vermischt"!?
"Der Mensch ist vom Buddhabewusstei n nicht getrennt" bzw. „der Mensch und Gott sind eins".
Wenn "Buddha-Bewusstsein"
im Sinne der höchsten Verinnerlichung der buddhistischen Lehre bzw. der Erleuchtung gemeint ist, schließt dies die Verbindung mit einem persönlichen Gott aus, der dort auch nur eine (leere) Erscheinungsfor m des Geistes mit Verfallsdatum ist.
Auch hier finde ich ein "Mix it baby!" nicht unbedingt hilfreich.
Nun, ich habe diese gedanklichen Vermischungen in den 90'er Jahren ebenso wie der Autor durchlaufen...und wende Reiki heute einfach nur an, wobei mir klar ist, eine Energiearbeit zu handhaben, für die man das dazugehördende Bewusstsein eben weder kaufen noch in anderen Ecken ausleihen kann.
MfG
J.B.
warum wird eigentlich in keiner der bekannten buddhistischen richtungen oder schulen reiki gelehrt und praktiziert?
die müssten sich doch eigentlich drum reißen. tun sie aber nicht.....
ich stimme Dir in vollem Umfang zu, wenn es darum geht, daß der III.REIKI-Grad etwas Besonderes ist und er viel Verantwortung verlangt, daß aber dieses Bewußtsein im Zuge der starken Verbreitung von REIKI oft verloren geht. Ein Grund dafür, daß viele Praktizierende den III.Grad anstreben, ist meiner Erfahrung nach der, daß sie glauben, sie hätten erst den vollständigen Zugang zu REIKI, wenn sie in den III.Grad eingeweiht sind. Dieser Auffassung leisten leider auch viele Bücher und Artikel Vorschub, die dies direkt oder indirekt behaupten. Es ist dann immer wieder schwer, mit diesem Mißverständnis aufzuräumen.
Ich gebe Dir weiterhin recht, wenn Du schreibst, daß man mit den Symbolen des zweiten Grades alle Möglichkeiten hat, die zur SELBSTerkenntni s nötig sind. Dies ist nach meiner Auffassung sogar das einzige Ziel des II. REIKI-Grades. Aber Erkenntnis ist noch nicht Erlösung. Deshalb stimme ich nicht mit Deiner Auffassung überein, daß das Meistsymbol nur zur Weitergabe von REIKI sinnvoll ist und man ohne die eigene Lehrtätigkeit nichts mit dem Symbol anfangen könne. Dies widerspricht entschieden meiner persönlichen Erfahrung und Erkenntnis.
Vielleicht liegt es daran, daß sich zu viele REIKI-Praktizierende an der buddhistischen Lehre orientieren und versuchen, REIKI mit ihrer Symbolik zu beschreiben, wenn am Ende mehr Miß- als Verständnis dabei herauskommt. Vielleicht wäre es für ein tieferes Verstehen viel hilfreicher, im wahrsten Sinn des Wortes die Kirche im Dorf zu belassen. Wir leben hier im Westen nun einmal in einer christlich geprägten Tradition, und das ist auch gut so und mit Sicherheit kein Zufall im Sinne von Willkür. REIKI ist nach meiner Erkenntnis sowieso nur wirklich leb- und erlebbar, wenn man sich von sämtlichen Ideologien und Dogmen löst. Denn nur so kann man tatsächlich das finden, was dem eigenen SELBST entspricht und was man auch verkörpert. Jedes Festhalten an weltanschaulich en oder religiösen Vorstellungen und Bildern führt häufig schneller zu einer neuen Fixierung, als daß es zur wirklichen Erkenntnis verhilft.
So wunderbar buddhistische Weisheit und Lebensart auch sind und wie viel EIN-Sicht sie auch ermöglichen, es zeigt sich immer wieder, das ihre Grenzen da liegen, wo es um die Verwirklichung des Weges geht. Es ist auffällig, daß viele westliche Menschen sich von dieser Lehre angezogen fühlen, aber gleichzeitig das Christentum ablehnen und dann zwangsläufig scheitern. Dabei ist es auch hier wie im gesamten Universum: alles hat seine Berechtigung und das eine kann ohne das andere nicht existieren. Der Buddhismus zeigt das Ziel, das Christentum den Weg, auf dem das Ziel zu erreichen ist. Wenn man all diese Lehren von ihren Dogmen und Äußerlichkeiten befreit, wenn man ihr innerstes Wesen erkennt und sie vereint, wird einem vieles klar. Das ist die Erkenntnis, die ich allein durch das Meistersymbol und dem Versuch, diesem gerecht zu werden, gewonnen habe.
Ich habe meine Einweihung in das Meistersymbol 1997 erhalten. Damals bekam ich von meiner REIKI-Lehrerin einige Anwendungsmögli chkeiten mit auf den Weg, die mich allesamt überhaupt nicht interessiert haben. Irgendwie wußte ich instinktiv, daß es sich bei dem III.Grad um mehr handeln mußte, als nur um eine einfache Erweiterung der REIKI-Anwendungsmögli chkeiten. Auch als ich den Lehrer-Grad anschließend erwarb, hat mir das keineswegs dabei geholfen, zu begreifen, was es mit dem III.Grad eigentlich auf sich hatte - im Gegenteil. Wie sollte ich nun andere Menschen, egal in welchen Grad, in REIKI einweihen, wenn ich selbst nicht in der Lage war, die eigentliche Essenz von REIKI zu erfassen?
Es dauerte mehrere Jahre, bis ich auch nur annährend das Gefühl hatte, im III.REIKI-Grad bewußtseinsmäßi g angekommen zu sein. In dieser Zeit habe ich nur sehr wenige Personen eingeweiht, und diese Einweihungen waren es auch gewiß nicht, die mir letztendlich zum heutigen Verständnis des III.Grades verholfen haben, sondern es war der Meistergrad an sich, repräsentiert durch das Meistersymbol. Um nicht wieder neue Mißverständniss e zu schüren: es war natürlich nicht die Einweihung in den Meistergrad allein, diese hätte nichts bewirkt, außer vielleicht äußerlichen Schein, sondern es war die Resonanz, die ich offenbar zu diesem Bewußtseinsinha lt hatte, die durch die Einweihung angesprochen wurde. Was dann folgte war ein langer und oftmals schwieriger Weg der SELBSTfindung mit vielerlei Prüfungen.
Wenn bei einem Menschen diese Resonanz noch nicht da ist, wird auch die Einweihung in den III.Grad keinerlei Entwicklungsanr eiz geben können - im Gegenteil, sie führt dann häufig zu Fehlvorstellung en und Selbstüberschät zung, weil nicht das SELBST, sondern das EGO mit dieser Energie des III.Grades in Resonanz geht. Das Ergebnis kennen wir alle: es ist die REIKI-Szene, wie sie sich heute präsentiert - geprägt von EGOismus, Selbstdarstellu ng und naivem Wunschdenken. Dies alles ist nicht das, was uns das Meistersymbol lehren kann.
Meiner heutigen Erkenntnis zur Folge bringt das HZ des II.Grades die Möglichkeit mit sich, die menschlichen Bewußtseinsgren zen zu erweitern, indem man das Unmögliche erlebt und somit weiß, daß alles möglich ist. Wer zum Beispiel FernREIKIerfahr ungen macht, der erlebt eine Grenzenlosigkei t, die er ohne die Möglichkeiten des REIKI vielleicht nie erlebt hätte. Hierbei geht es tatsächlich um die konkreten, sinnlichen Erfahrungen, die man mit den Möglichkeiten des II.REIKI-Grades macht. Wer sie offen in sich aufzunehmen vermag, wird gar nicht umhin können, wie bereits beim Erfahren des I. Grades, seine persönlichen Grenzen, die sein Bewußtsein einengen, mehr und mehr zu erweitern. Unter Umständen so weit, bis er die Grenzen des menschlich Faßbaren erreicht hat - ein allumfassendes Bewußtsein. Auf alle Fälle ist es aber durch dieses Erleben möglich, die erforderliche Resonanz in sich zu schaffen, die allein es uns gestattet, die Ebene des III.Grades erfahren zu können. Das alles erlauben uns die Möglichkeiten des II.REIKI-Grades, wenn man sie zu nutzen versteht. Mehr aber nicht.
Der II:REIKI-Grad ermöglicht uns nicht, Erlösung zu finden, das heißt, er zeigt uns zwar ein Ziel, das es zu erreichen gilt, aber er bringt uns nicht automatisch dorthin. Die Anwendung des Meistersymbols hat mir deutlich gemacht, welche Forderungen es an denjenigen stellt, der damit in Resonanz ist: Werde Du selbst und lebe! Die schwierigste Aufforderung, der ein Mensch gerecht werden könnte. Denn sich selbst und seine persönliche Lebensaufgabe zu finden, ist das Schwierigste, denn es bedeutet loszulassen von allen Illusionen, die das bisherige Leben bestimmt und geprägt haben. Aber nur wer sein SELBST lebt, der lebt das Göttliche in sich. Nur derjenige wird wirklich zum Meister (Menschen/Mittler), der dem SEIN hilft BewußtSEIN zu erleben.
Daß man diese Aufgabe, auch ohne REIKI-Lehrer zu sein, erfüllen kann, steht für mich völlig außer Frage. Im Gegenteil: Wer nicht die Ebene des III.REIKI-Grades gelebt und verinnerlicht hat, kann zwar andere einweihen, aber zum guten Lehrer macht ihn das noch lange nicht. Es ist absolut nicht jeder dazu berufen, andere mit REIKI zu verbinden, denn dazu gehört, außer dem Akt der Einweihung, noch viel mehr. Man muß in der Lage sein, selbst die REIKI-Lehre verkörpern, leben und auch vermitteln zu können. Dazu muß man sie zu allererst einmal be-greifen. Das braucht Zeit und vor allem Ungebundenheit im Denken und Handeln. Das geht nicht mal eben so nebenbei. Sondern für mich gehört dazu, daß ein REIKI-Meister/Lehrer sein gesamtes Leben nach dieser EIN-weihung dem EINEN weiht und nicht auf unzähligen Hochzeiten nebenher tanzt - immer getreu dem Motto: viel hilft viel. Schauen wir uns doch an, was die meisten REIKI-Lehrer alles an weiteren Angeboten im Programm haben. Heute findet man nur noch selten einen, der wirklich „nur" mit REIKI arbeitet. Wie kann man da noch behaupten, der REIKI-Lehrer hätte die Erkenntnis, daß er durch REIKI mit allumfassender, göttlicher Liebe handelt. Wenn er sich dessen wirklich bewußt wäre, wüßte er, daß er keinerlei weitere Hilfen nötig hat.
REIKI-Meister kann hingegen jeder sein, der wirklich zu sich SELBST gefunden hat und das für ihn bestimmte Leben aus voller Überzeugung und mit Hingabe lebt, egal welchen Aufgaben oder welchem Beruf er nachgeht. Denn er gibt dadurch der REIKI-Quelle das zurück, was sie ihm geschenkt hat, aber nunmehr erfüllt mit ER-Leben und ER-Kenntnis. Er antwortet und trägt damit auch eine besondere Ver-antwortung. Diesen Weg aufzuzeigen, ist für mich der eigentliche Sinn des DKM, des Meistersymbols.
Ich halte es persönlich sogar für äußerst fragwürdig, die persönliche Entfaltungsmögl ichkeit im III.Grad an die Einweihungen anderer zu binden. Dies schafft erst recht wieder Abhängigkeit statt Freiheit auf beiden Seiten und führt im schlimmsten Fall zur Sucht nach Einweihungen. Es gibt namhafte REIKI-Lehrer, die von sich behaupten, bereits Tausende von Menschen in REIKI eingeweiht zu haben. Abgesehen von dem Umstand, daß nach meinem Verständnis bei dieser Art der Massenabfertigu ng eine qualitätsvolle REIKI-Ausbildung völlig unmöglich ist, ist es nicht zu übersehen, daß dies gewiß kein Zeichen von altruistischer, erlöster Nächstenliebe ist, sondern daß es nur das Resultat eines totalen Mißverstehens sein kann. REIKI-Lehrer die so handeln, helfen ihren Schülern nicht, den eigenen Weg zur SELSTerkenntnis zu finden, sondern sie benutzen sie geradezu für ihre persönlichen Zwecke. Das alles allerdings gekleidet in wunderschöne Worte und belegt durch pseudo-spirituelle Erklärungsmodel le, an die sie im Zweifel sogar selbst glauben und mit denen sie sich vorgaukeln, dem Universum mit ihrem EGOgelenktem Handeln auch noch hilfreich zu sein.
Diese Fehlinterpretat ion des Erfüllens der Aufabe des III.REIKI-Grades ist meines Erachtens einer der Hauptgründe dafür, daß so viele unqualifizierte REIKI-Lehrer noch unqualifizierte re REIKI-Schüler hervorbringen und sich diese Entwicklung wie beim Schnellballsyst em fortsetzt. Es ist aber auch gleichzeitig der beste Beleg dafür, wie wenige „REIKI-Meister" diesen Titel wirklich verdienen.
Sunanda