| Mikao Usui - 2 - Auf der Suche nach Wissen |
| Geschrieben von: Stefanie Rappat |
| Mittwoch, den 16. November 2005 um 19:56 Uhr |
Die Geschichte des Reikierstmals veröffentlicht auf http://www.reiki-kurse-hamburg.de/
Er erhielt jedoch nie einen Doktortitel, obwohl er im Westen häufig als "Dr. Usui" bezeichnet wird. In Japan wird der höfliche Ausdruck "Sensei" an die Namen von Lehrern, Rechtsanwälten usw. angehängt, um ihnen Respekt zu bekunden. Möglicherweise wurde aus "Usui Sensei" in der Übersetzung "Doktor Usui". Er studierte Traditionelle Chinesische Medizin sowie westliche Medizin, Numerologie und Astrologie, außerdem besaß er Wissen über die Entwicklung psychischer und hellseherischer Fähigkeiten. Usui übte viele verschiedene Berufe aus, er war unter anderem Angestellter im öffentlichen Dienst und in einem Büro, Industrieller, Reporter, Missionar, Laienpriester und Aufseher für Sträflinge. Letzteres erscheint mir ein wenig abwegig. Rivard (2003) dagegen schreibt, Usui habe regelmäßig Gefangene besucht, vermutlich als Teil seiner missionarischen Arbeit.
Usui machte sich später als Geschäftsmann selbständig. Es wird berichtet, dass seine Geschäfte eine Weile gut liefen, er dann jedoch in Schwierigkeiten geriet. Er wandte sich wieder verstärkt dem Buddhismus zu. 1922 (andere sprechen von 1918/1919) begann er ein dreijähriges Training in Zen-Buddhismus. Zu dieser Zeit existierten viele verschiedene spirituelle Gruppen, die sich auch mit Heilung befassten. Eine davon war die 'Rei Jyutsu Kai', die noch heute existiert und aus sehr spirituellen Mönchen und Nonnen besteht. Usui war damals regelmäßiger Teilnehmer dieser Vereinigung. Was brachte Usui dazu, all diese Dinge zu studieren, was war seine Antriebskraft? Hiroshi Doi, ein Mitglied der später gegründeten Usui-Gesellschaft (Usui Reiki Ryoho Gakkai), der eine zentrale Rolle bei der Erforschung der Geschichte des Reiki sowie der Vermittlung dieser Informationen in den Westen spielt, berichtet, dass Usui sich fragte, was der wirkliche Sinn des Lebens war. Er machte sich auf die Suche nach einer Antwort, bis er schließlich eine Erleuchtung hatte: Der Sinn des Lebens war "Anshin Rytsu Mei", ein Zustand, bei dem der Geist vollkommen friedlich ist, und man ein Wissen darüber hat, was man mit seinem Leben anfangen soll, und sich von nichts und niemandem beirren lässt.
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Usui war vielseitig interessiert und lernte begierig. Auf seinem Gedenkstein steht, dass er ein talentierter, hart arbeitender Student war, der gerne las, und dessen Wissen über Medizin, Psychologie, Wahrsagen und Theologie der Religionen auf der ganzen Welt sehr umfassend war. Seine Wissbegierde ließ ihn auch viele Reisen innerhalb Japans, aber auch nach China, Amerika und Europa machen.
Darüber hinaus war er ab 1921 als Privatsekretär von Shinpei Goto angestellt, der Eisenbahn- und Postminister, später Minister für Inneres sowie Außenminister war. Andere Quellen (Rand, 2002) nennen Goto den Leiter des Ressorts für Gesundheit und Wohlfahrt, der 1922 Bürgermeister von Kyoto wurde.
