| 3.4.2 Reikiforschung - Reiki I-Studien |
| Geschrieben von: Moritz Harder |
| Freitag, den 12. September 2003 um 19:02 Uhr |
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Brewitt, Vittetoe und Hartwell (1997): Bei der Quelle handelt es sich um ein Abstract vom Umfang einer Seite. Untersucht wurden fünf klinische Patienten, die im Laufe von neun Wochen jeweils elf Reikibehandlungen erhielten. Erfasst wurden der Hautwiderstand sowie die Geschwindigkeit der Hautreaktion an über 40 Punkten vor der ersten, nach der dritten und nach der neunten Behandlung. Hierbei ergaben sich für vier präpost- Differenzen Signifikanzwerte zwischen p = 0,01 und 0,003. Die Autoren schreiben: „Bonferonni [sic] statistical adjustments for small sample size and repeated measures with a paired t test indicated that SPI and NE2 max conductances and NE2 rise measurement maintained statistical significance." Zieht man in Betracht, dass eine α-Adjustierung nach der einfachen Bonferroni-Korrekturformel α´ = α / m (Bortz, 1993, S. 249) bei m = 80 AV ein adjustiertes Signifikanzniveau von α´ = 0,05 / 80 = 0,000625 ergibt, so erscheint fragwürdig, ob die Ergebnisse wirklich als signifikant zu betrachten sind. Da sich der Sachverhalt anhand der spärlichen zur Verfügung stehenden Informationen schlecht klären lässt, soll das Ergebnis vorsichtig als 0 (widersprüchlich / unklar) kodiert werden. Qualitätsrating: -2 (nicht kontrollierter prä-post-Vergleich). Olson und Hansen (1997): Da der Artikel im deutschen Leihverkehr nicht nachgewiesen ist, kann hier nur wiedergegeben werden, was Miles & True (2003, S. 69) in einem kurzen Absatz berichten. Die Autoren fanden in einem nicht kontrollierten prä-post- Design bei einer Stichprobe von 20 chronischen Schmerzpatienten eine signifikante Verringerung des subjektiven Schmerzempfindens nach einer einzelnen, 75-minütigen Reikibehandlung. Ergebnisrating: +1. Qualitätsrating: -2. Dressen und Singg (1998) teilten 120 chronische Schmerzpatienten unterschiedlicher Genese randomisiert auf die vier Gruppen Reiki, Progressive Muskelentspannung (PME), keine Behandlung und Placebo-Reiki (die Behandler legten die Hände auf, ohne selber eine Reiki-Einweihung bekommen zu haben) auf (jeweils 10 Termine à 30 Minuten). Von den zwölf AV aus den Bereichen Schmerz, sowie verschiedener psychologischer Variablen wie Angst und Depression, wiesen Zehn als Ergebnis einer Varianzanalyse signifikante bis hochsignifikante Haupteffekte für die Reiki-Behandlungen im Vergleich zu allen drei Kontrollgruppen auf-> Ergebnisrating +2. Qualitätsrating: +1. Wardell und Engebretson (2001) untersuchten in einem unkontrollierten prä-post-Design an 23 gesunden VPn die Effekte einer 30-minütigen Reiki-Behandlung auf neun physiologische und biochemische Entspannungs- bzw. Stressreduktionsparameter, sowie die Zustandsangst. Drei der zehn AV wiesen signifikante Veränderungen auf (p = 0,03; 0,02 & 0,003). Maßnahmen zur α-Adjustierung wurden nicht ergriffen, jedoch bleibt einer der Werte auch nach einfacher Bonferroni-Korrektur (α´ = 0,05 / 10 = 0,005) signifikant, so dass insgesamt von einem signifikant positivem Ergebnis ausgegangen werden kann-> Ergebnisrating: +1. Angesichts einer fehlenden Kontrollgruppe bei der Untersuchung von Entspannungsparametern an 30 Minuten in Ruhe liegenden VPn kann dieses Resultat inhaltlich jedoch leider nur als nichtssagend bezeichnet werden. Qualitätsrating: -2.
Shiflett, Nayak, Bid, Miles und Agnostelli (2002) untersuchten
in einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie 50
subakute Schlaganfallpatienten unter den vier Bedingungen
Reikimeister-Behandlung (n = 10), Reikischüler I-Behandlung (n = 10),
Placebo-Behandlung (n = 10) und keine Behandlung („historische"
Kontrollgruppe, n = 20). Die Behandlungsgruppen erhielten jeweils
innerhalb von 2 ½ Wochen 10 Behandlungen à 30 Minuten. Gemessen wurden
die Auswirkungen der Behandlungen auf den Summenscore eines
Rehabilitations-Standardinventars sowie einer Depressionsskala. |