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Hmmm, keine einfache Frage.
Ist dann also „nicht werten“ bedingungslose Liebe? Kann man überhaupt „nicht werten?“ Oder kann man nur seine Wertung für sich behalten? Gehört es in bestimmten Situationen nicht zum Leben, zu werten?
Was, wenn jemand etwas tut, was ich (zugegeben wertender weise) als falsch ansehe, wo ich befürchte, dass derjenige Probleme bekommen wird, denen er vielleicht nicht gewachsen ist? Reicht es dann, ihm die „Verantwortung“ für sein Tun zurückzugeben und zu sagen: O.K., mach, was Du willst, sieh zu, wie Du zurechtkommst? Oder sollte man dann nicht sagen, es gibt auch noch eine Alternative, einen anderen Weg, ich bin in jedem Fall für Dich da? Was entspricht mehr der Liebe? Einfacher ist das sicher bei Menschen, die einem nicht so nahe stehen.
Oder – etwas abstrakt für mich – bei der Kindererziehung: Muss man da nicht auch manchmal Grenzen setzen trotz – oder gerade wegen der bedingungslosen Liebe? Oder ist das alles nur „Ego“?
Wenn man verliebt ist, toleriert man viel mehr, als normalerweise. Aber niemand kann non-stop verliebt sein, unser Gehirn würde das gar nicht aushalten. Kann man also bedingungslose Liebe auf Dauer leben? Oder kommt einem da nicht zwangsläufig die Realität in die Quere?
Sind es nicht gerade deshalb diese kostbaren „kurzen“ Momente, in denen man liebt, die man so sehr schätzen sollte?
Nachdenkliche Grüße und wie ich sehe – lach – mehr Fragen als Antworten! Wie seht ihr das?
minca
_________________ Der Weg ist das Ziel.
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