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 Betreff des Beitrags: Thema der 5. KW: Der innere Schweinehund -geheimes Haustier-
BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 07:53 
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Liebe Reikianer,
in einem anderen Forum stieß ich auf diese Wochenthemen, die vorgegeben wurden und fragte mich, warum gibt es so etwas nicht hier bei uns.
So etwas gibt es jetzt hier! Ich biete euch für die nächsten Wochen anfangs der Woche ein Thema an aus dem Alltag, ein Diskussionsforum für Jedermann. Mal Ernstes und auch Heiteres. Ich gebe meinen Kommentar dazu ab oder auch nicht und stelle gezielt Fragen.
Und hoffe natürlich, das ihr alle kräftig mitmacht.


Kennt ihr das auch: Ihr geht in den Keller, sucht die neue Lichterkette, die ihr zur letzten Weihnachtszeit gekauft habt und findet sie in der ganzen Unordnung nicht. Die Weihnachtsfotos kommen in die Schublade, wo bereits reichlich Fotos darauf warten, eingeklebt zu werden. Die beste Freundin ruft im neuen Jahr an und fragt zum wiederholten Male an, wann ihr denn endlich mal in die „Pötte kommt“, um mit ihr in den Sportverein zu gehen. Und wie sieht es mit den Gymnastikübungen aus, die ihr vom Orthopäden an die Hand bekommen habt, um eure Rückenschmerzen zu lindern? Täglich nur ein paar Minuten reichen schon aus, aber...............!!!!!!!!!!!!!!!!

Genau dieses „aber“, die Entschuldigung, etwas nicht zu machen oder immer wieder zu verschieben, liegt uns locker auf der Zunge. Dabei könnte ein gut aufgeräumter Keller vielleicht mal entlasten, weil wir alles sofort finden. (Muß dazu sagen, mein Gatte fährt lieber in den Baumarkt, um eine Schraube zu kaufen, weil das schneller geht, als sie in seinem Werkzeugkeller zu finden!)

Wie sieht das bei euch aus?

- Verschiebt ihr oft dringende Sache?
- Wie fühlt ihr euch dabei, plagt euch das schlechte Gewissen?
- Überwindet ihr den „inneren Schweinehund“ und rafft euch auf?
- Wenn ihr es vielleicht sogar stolz auf Euch?
- Konntet ihr Familienmitglieder oder Nachbarn/Freunde dazu bringen, euch zu helfen?

Ich freue mich auf eure Antworten, aber nicht verschieben.....................! :lol:



Liebe Grüße
Eure Kathi

_________________
Einer, der nichts weiß, aber weiß, dass er nichts weiß,
weiß mehr als einer, der nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß! (Sokrates)


Zuletzt geändert von Elvira am Mi, 07.02.2007 18:04, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 08:44 
hier ne buchbesprechung:

Freiherr von Münchhausen, Marco: So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: vom ärgsten Feind zum besten Freund. - Frankfurt: Campus, 2002 ISBN: 3-5933-6922-2



Jeder kennt ihn, jeder hat ihn: den inneren Schweinehund. Er sabotiert die guten Neujahrsvorsätze, er lauert in der Schreibtischablage, und er sorgt dafür, daß wir die überfällige Gehaltsverhandlung immer wieder verschieben. Viele kennen das Symptom auch als „Aufschieberitis”, die immer dann um sich greift, wenn etwas besonders wichtig ist. Was tun? Keinesfalls dagegen ankämpfen, empfehlen Experten.


Früher aufstehen, weniger überstunden machen, regelmäßig joggen, gesünder essen, weniger rauchen, Spanisch lernen, eine Gehaltserhöhung durchsetzen, einen neuen Job suchen, endlich kündigen - die Liste der guten Vorsätze ist lang. Eines haben sie gemeinsam: Sie werden aufgeschoben, vergessen, viele werden nie realisiert. Vor allem, wenn es um langfristige Verhaltensänderungen geht. „Es klappt ja doch nicht”, heißt es dann, oder: „Ich habe zu wenig Zeit”, „Das kann ich meinem Partner/meiner Partnerin nicht antun”, „Das kann noch bis nächstes Jahr warten”, oder einfach: „Ich bin gerade nicht in der richtigen Stimmung.” Die Liste der Ausreden ist genau so lang wie die der guten Vorsätze. Kurzfristig redet man sich damit froh, langfristig fühlt man sich richtig elend: „Dadurch, daß Sie sich immer wieder etwas vornehmen, es aber dann nicht tun, untergraben Sie Ihr Vertrauen zu sich selbst und erweisen sich als unzuverlässig”, warnt Hans-Werner Rückert, Diplompsychologe und Leiter der Studienberatung an der FU Berlin. Und noch mehr: „Aufschieben kann Sie Ihren Job kosten und Ihre Lebensqualität beeinträchtigen.”

„Je mehr wir uns unter Druck setzen, je weniger wir uns erlauben zu entspannen und das Leben zu genießen, desto stärker wütet der innere Schweinehund.”

Dabei will kaum jemand ernsthaft aufschieben. Es ist wie eine Falle, wie ein Zwang: „Schon wieder den inneren Schweinehund nicht überwunden! Mehr Disziplin!” - nehmen wir uns vor, und scheitern wieder. Warum? „Je mehr wir uns unter Druck setzen, je weniger wir uns erlauben zu entspannen und das Leben zu genießen, desto stärker wütet der innere Schweinehund”, erklärt Marco von Münchhausen, Autor des Ratgeberbuches „So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund”. Je mehr man den inneren Schweinehund bekämpfe, desto bissiger werde er. „Wir müssen lernen, mit unserem Schweinehund zu leben - ihn zu zähmen”, rät der promovierte Jurist und Verleger, der mit seinen Jura-Karteikarten schon etlichen Rechtswissenschaftlern beim überwinden ihres Lern-Schweinehundes und damit durchs Staatsexamen geholfen hat.

„Mit dem Aufschieben schützen Sie sich vor Gefühlen und Zuständen, die Sie bewußt oder unbewußt noch mehr fürchten als Ihre Unzufriedenheit während des Aufschiebens”, erklärt Psychologe Rückert. Wer seine Seminararbeiten oder seinen Projektabschluß immer erst „auf den letzten Drücker” und in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion” fertig bekommt, der hat vielleicht eine irre Angst vorm Scheitern, weil er dazu neigt, seinen „Wert als Person mit Erfolg gleichzusetzen”. Oder er fürchtet sich vor einem Erfolg, der die Erwartung weiterer Erfolge und damit weiterer (über-)Anstrengung mit sich bringen könnte. Oder er hat ein übertrieben positives Selbstbild von sich entworfen, das angesichts seiner durchschnittlichen Ergebnisse ins Wanken geraten könnte. Dann doch lieber aufschieben. „Der große Vorteil liegt darin, daß Sie mit Ihren Vorhaben noch nicht wirklich gescheitert sind, Sie könnten noch groß rauskommen”, legt Rückert den Finger in die Wunde. „Sie schützen durch das Aufschieben also den Mythos Ihres Potentials.”

Ob Angst vor Überforderung, vor dem Scheitern oder vor Erfolg: Der innere Schweinehund ist ein Teil unserer Persönlichkeit, so Münchhausen. „Solange wir einen Teil von uns bekämpfen, bekämpfen wir uns selber. Erst wenn wir es schaffen, diesen Teil anzunehmen und zu integrieren, kommen wir weiter.”

Das ist keine neue Erkenntnis. Neu ist aber von Münchhausens Idee, eben nicht in psychologischen Fachtermini von „Abspaltung” oder „inneren Blockaden” zu sprechen, sondern einem querulantisch-sympatischen Fabelwesen die Schuld für unser „Versagen” in die Schuhe zu schieben. So wird es viel einfacher, sich das Phänomen vorzustellen und es zu verstehen. Vor allem, daß laut Münchhausen „jeder wohl einen Schweinehund hat, aber nicht mit diesem identisch ist.” Denn so wichtig es auch sei, den inneren Schweinehund zu verstehen und „ab und zu gewinnen zu lassen” - er darf nicht zum bestimmenden Moment unseres Lebens werden, warnt Münchhausen. Aber wie bekommt man ihn in den Griff? Glaubt man Münchhausen, mit einer Fünf-Schritte-Strategie:

1. Treffen Sie eine eindeutige Entscheidung.
2. Machen Sie eine klare Zielplanung.
3. Beginnen Sie mit der konkreten Ausführung.
4. Kontrollieren Sie Ihre Zwischenergebnisse.
5. Belohnen Sie sich für Ihren Erfolg.

Zugegeben, das klingt sehr einfach. Aber die fünf Schritte haben es in sich. Eine „eindeutige Entscheidung” etwa ist das Ergebnis einer Liste zum Thema „Was ich schon immer erledigen wollte”. Je länger die Liste, desto mehr Möglichkeiten, die „halbherzigen” Vorhaben ein für alle Mal zu streichen. Was übrig bleibt, kann einer Art Hochrechnung unterzogen werden: Welche Vorteile bringt es mir in einem Monat, in einem Jahr, in zehn Jahren, wenn ich mein Vorhaben endlich angehe und verwirkliche? Und welche Nachteile bringt es, wenn ich nicht handele? Wenn man dabei herausfindet, daß der eigene Arbeitgeber sich wahrscheinlich nur noch zwei Jahre am Markt halten kann, das man dann auf der Straße stehen wird mit einem Qualifikationsprofil, das nicht mehr den Anforderungen entspricht - dann ist es nicht mehr so schwer, eine eindeutige Entscheidung zu treffen: „Jetzt bilde ich mich weiter”, oder „Jetzt suche ich mir einen neuen Job.”

„Jeder hat einen Schweinehund, er ist aber nicht mit diesem identisch.”

Im nächsten Schritt geht es um die „klare Zielplanung”. Diese steht und fällt mit der Formulierung. Wer sich vornimmt: „Ich sollte mal mehr Stellenanzeigen lesen”, kann sicher sein, daß er gar nichts tun wird. Denn er hat sich nicht überlegt, wann er das tun will, wie viele Anzeigen er in welchem Medium studieren möchte, worauf er sich bewerben will und überhaupt: Weist das Wörtchen „sollte” nicht schon darauf hin, daß er etwas zwar tun soll, aber eigentlich nicht will? „Realistisch und machbar, positiv formuliert, konkret meßbar, terminiert und mit einem klaren Zielbild versehen” sollte die Zielplanung laut Münchhausen sein.

Und sie sollte echter Einsicht und freiem Willen folgen. Das Arbeitsleben schreibt schon genug Abläufe und Zwänge vor, der dem Wunsch nach Selbstbestimmung zuwiderläuft. „Sie beugen sich dem Sachzwang, aber nicht vollständig, und Sie betätigen Ihren Eigenwillen, indem Sie aufschieben”, erläutert Psychologe Hans-Werner Rückert. Wer seine Pläne wirklich in die Tat umsetzen will, sollte sich deshalb Ziele setzen, die der eigenen Persönlichkeit wie auch den eigenen Motiven entsprechen. „Persönlich angemessene Ziele berücksichtigen Ihre Eigenheiten ebenso wie Ihr persönliches Tempo und verlangen nicht, daß Sie sich über Nacht auf magische Art verwandeln”, weiß Rückert. Und sie lassen sich „in kleine, überschaubare und zeitlich begrenzte Einheiten zerlegen, die Sie dann in kleinen Schritten etappenweise angehen”, ergänzt von Münchhausen.

„Muß ich wirklich, jetzt und sofort?”

Und damit wären wir bei der „konkreten Ausführung”. Laut Münchhausen sind die entscheidenden Momente der Start und das Durchhalten in schwachen Augenblicken. „Beginnen Sie auch dann, wenn Sie meinen, ‚noch nicht so richtig in Stimmung‘ zu sein”, rät der Schweinehund-Kenner. Aktion bewirke Motivation. Wer während der Umsetzung in ein Motivationsloch bzw. in einen starken Sog hin zu seinem Fernseher, seinem Kühlschrank oder seinem neuesten Ikea-Katalog gerät, kann sich Rückert zufolge mit dieser Frage retten: „Muß ich wirklich, jetzt und sofort?” Wahrscheinlich nicht. Viel schöner sind diese Verführungen als verdiente Belohnung, später, nach getaner Arbeit.

Das „Tal der Tränen” während der Umsetzung läßt sich viel leichter durchschreiten, wenn man sich regelmäßig über das Erreichen von Etappenzielen freuen kann. Das meint Münchhausen mit „Kontrolle der Zwischenergebnisse”. Rückert kann diese Einschätzung nur bestätigen. Seiner Erfahrung nach machen besonders schöpferische Studierende Aufzeichnungen über ihren Arbeitsfortschritt, gehen diese Aufzeichnungen immer wieder durch und überwachen so die Umsetzung ihrer Pläne. Außerdem suchen sie sich „soziale Unterstützung”, weiß der Psychologe.

„Den Schweinehund zum Freund machen.”

Damit wären wir beim letzten Punkt: Dem Feiern. „Betrügen Sie sich niemals um die versprochene Belohnung, das würde Ihnen Ihr Schweinehund aufs Schwerste verübeln!” mahnt von Münchhausen. Je besser man sich für getane Arbeit belohne, desto zahmer werde der innere Schweinehund. Das sieht auch Rückert so. „Schauen Sie sich die Dinge an, die Sie bislang dann gemacht haben, wenn Sie ausgewichen sind”, rät er. Mit Freunden im Café hocken oder kochen, allein im Internet surfen oder Zeitschriften schmökern, im Technikmarkt CDs probehören oder über den Flohmarkt stromern? „Alles, was Sie gerne und häufig machen, ist als Belohnung geeignet”, unterstreicht Rückert. Für besonders hartnäckige Fälle empfiehlt er sogar „Bestrafungen”: Man könne zum Beispiel mit einem guten Freund vereinbaren, ihm sein Monatsticket für den Stadtverkehr zu schenken und nur noch mit dem Fahrrad zu fahren, wenn man das gesteckte Ziel nicht erreicht. Natürlich nur, wenn man nicht gerne Fahrrad fährt.

Von Münchhausen lehnt solche harten Methoden ab. „Den Schweinehund an die Hand nehmen, ihn zum Freund machen” - das ist für ihn der Königsweg. Und ihm keine Planungen vor die Nase setzen, die nicht mit den eigenen Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten übereingehen.


quelle: www.hochschulanzeiger.de


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BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 10:30 
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@ Christian

Und wie gehst Du mit Deinem inneren Schweinehund um???????

LG Kathi

_________________
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BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 10:34 
...mit viel humor. :lol:
grunz-wau
christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Thema der 5. KW: Der innere Schweinehund (geheimes Haust
BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 12:29 
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Reiki-Feuer
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Registriert: Sa, 28.01.2006 13:28
Beiträge: 827
-Kathi- hat geschrieben:
Wie sieht das bei euch aus?

- Verschiebt ihr oft dringende Sache?
- Wie fühlt ihr euch dabei, plagt euch das schlechte Gewissen?
- Überwindet ihr den „inneren Schweinehund“ und rafft euch auf?
- Wenn ihr es vielleicht sogar stolz auf Euch?
- Konntet ihr Familienmitglieder oder Nachbarn/Freunde dazu bringen, euch zu helfen?


Erst mal, ich finde das eine Gute Idee!

Und jetzt "arbeite" ( :-? ) ich mal die Stichpunkte ab.. ;) 8)

Ich verschiebe Sachen eigentlich immer nur, wenn es um Schule geht. Zum Beispiel Referate oder Hausaufgaben (die ja sowieso erst für nächste Woche sind... :roll: ) Im sonstigen Alltag eher weniger.
Ein schlechtes Gewissen habe ich dabei schon, weil ich genau weiß, dass sich das häuft. Aber oft gelingt es mir es einfach zu verdrängen.
Und meist geht es mir schließlich dann in der letzten Minute so, dass ich dann keinen "Schweinehund" mehr überwinden muss. Denn wenn ich etwas in letzter Minute mache und genau weiß, dass ich es "brauche", dass es notwendig ist oder weil ich ein Ziel vor Augen habe, dann mache ich es gerne und unaufgefordert...
Hilfe von Außen nehme ich dabei nur sehr ungerne an. Kann nicht sagen, warum... :wink:

Liebe Grüße,
Esther


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 14:07 
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Reiki-Fackel
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Registriert: So, 25.04.2004 10:41
Beiträge: 303
Wohnort: Ruhrgebiet
Namaste !

Erst einmal ein großes Lob an -Kathi- :bussi:

Ich finde es ganz toll das du den Schritt gewagt hast diesen Thread ins Leben zu rufen.
Ich denke du sprichst mit dem Thema vielen Leute aus der Seelen und ich freue mich schon die Meinung der anderen zu lesen.

So nun zu den Punkten :wink: :wink: :wink:
Wie sieht das bei euch aus?

- Verschiebt ihr oft dringende Sache?

... Ja , das kenne ich nur zu gut von mir selber das ich denke, du hast ja noch Zeit (z.B. die von Esther erwähnten Hausaufgaben) zu machen und dann verschiebe ich sie auf einen anderen Tag. Doch wenn dann der besagte Tag näher rückt, an dem ich die Hausaufgaben brauche, gerate ich in Torschluß Panik und mache mir selber Stress.
Mittlerweile hat es sich doch bei mir etwas geändert, weil ich auch bei meiner Arbeit im Kindergarten Planungen schreiben muss. Da versuche ich mir ein bestimmtes Datum setze ( meisten ein bis zwei Tage vor dem besagten Abgabetermin) bis wann ich meine Aufgabe fertig habe muss. So erspare ich mir Stress am letzten Tag und ich kann gegebenenfalls noch etwas an meiner Planung ändern.

Wie fühlt ihr euch dabei, plagt euch das schlechte Gewissen?

Ja auf jeden Fall plagt mich dann ein schlechtes Gewissen. Wenn ich z.B. vor hatte mein Zimmer aufzuräumen und ich mich wieder einmal nicht aufraffen konnte es zu machen, dann denke ich mir „ Hättest du mal aufgeräumt dann könntest du jetzt schön gemütlich in deinem AUFGERÄUMTEN Zimmer sitzen“.

- Überwindet ihr den „inneren Schweinehund“ und rafft euch auf?

Wenn ich etwas vornehme das ich wirklich gerne mache dann schaffe ich es auch meinen inneren Schweinehund zu überwinden und es zu machen.
Wenn es etwas ist das ich nicht gerne mache , wende ich meistens einen kleinen Trick an meinen inneren Schweinehund zu überwinden . z.B. wenn ich eine Planung schreiben muss und ich überhaupt keine Lust dazu habe, denke ich mir wenn du jetzt deine Planung schreibst hast du es hinter dir und du kannst danach etwas machen was dir Spass macht z.B. ein Buch lesen. :zunge: :zunge:




So das war es nun mir. Wünsche euch noch viel Spass euer Reikigirl
:wink: :wink:

_________________
In der Jugend studiert man Erwachsene, um klug zu werden. Im späteren Leben studiert man Kinder, um glücklich zu werden.
Peter Rosegger


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BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 15:29 
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Reiki-Laterne
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Der Hund, der schweinige!

Ja, auch ich kenne ihn nur allzu gut, auch noch aus der Schulzeit, als ich 3 Tage vor dem Abi angefangen hab zu lernen, und genau weiß, dass ich ohnen diesen Kerl ein viel besseres Abi hätte bekommen können. Schön, dass ich ihm die Schuld geben kann :wink:


Aber er verfolgt mich immer noch: die Steuererklärung, Rechnungen bezahlen, Zimmerecken aufräumen, Wäsche bügeln, er ist bei so vielem im Weg.

Ab und zu schaff ich auch, ihn zu überlisten! Und dann bin ich stolz wie Harry! Manchmal klappt's dadurch, dass ich mir selbst sage: wenn du das und dies getan hast, dann kannst du ohne schlechtes Gewissen hinsitzen und lesen oder web-surfen oder...

Denn meistens hab ich ein riesengroßes schlechtes Gewissen, wenn ich nicht tue, was getan werden sollte und ärger mich nicht nur über mich, sondern auch über das schlechte Gewissen.

Ich glaub am besten wäre, wenn ich immer jemand neben mir hätte, der mir in den Hintern kickt - und den würde ich dann bald abgrundtief hassen :wink: :zunge:

Aber es wird von Jahr zu Jahr besser!

Schönen Tag noch!

Nika

_________________
...auf dass sich fast alle Deine Wünsche erfüllen, denn wunschlos wär langweilig...


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BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 19:13 
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Reiki-Sonne
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Registriert: Fr, 14.12.2001 01:00
Beiträge: 5015
liebe kathi,
als erstes ein herzliches danke für deine idee, vorbereitung und umsetzung! :knuddel:

mein innerer schweinehund ist anerkanntes haustier unserer familie und in guter gesellschaft der schweinehunde, die meine familie begleiten :wink:

Zitat:
Verschiebt ihr oft dringende Sache?

eigentlich das nicht mehr, das habe ich im laufe der jahre gelernt. aber sie muss schon sehr dringend sein...grins.


Zitat:
Wie fühlt ihr euch dabei, plagt euch das schlechte Gewissen?
aber wie :wink: das ist schlimmer als die dringenede angelegeheit zu erledigen!!!

Zitat:
Überwindet ihr den „inneren Schweinehund“ und rafft euch auf?
ja...und zwar durch knallharte disziplin....sozusagen selber in den allerwertesten treten!

Zitat:
Wenn ihr es geschafft habt, seid ihr vielleicht sogar stolz auf Euch?

ja klar...wenn was besonders schlimmes war, belohn ich mich auch!!!!!!

Zitat:
Konntet ihr Familienmitglieder oder Nachbarn/Freunde dazu bringen, euch zu helfen?

das ist so eine sache....wie wollen sich leute gegenseitig ausm sumpf ziehen...lach


unterm strich ist es bei mir so, dass ich meinen schweinehund heute ein wenig besser überlisten kann als früher.
aber letztlich bin ich unter druck am leistungsfähigsten......dass ich diese tatsache weiss, ist nicht unbedingt hilfreich!


lieben gruss
petra

_________________
ich liebe meine kater, weil ich mein zuhause liebe und sie dessen sichtbare seele sind ! ***momo***


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 19:15 
Mein innerer Schweinehund und ich, wir sind ja manchmal ein richtiges Liebespaar. :D
Am meisten geliebt, soll heißen aufgeschoben, haben wir die Steuer der letzten 3 Jahre. Aber es lagen in vielen Ecken kleine Papierhäufchen, es gab kleine und einen großen Kartons... echt nicht mehr feierlich. Allein der Ordnung halber konnt ich's nicht mehr sehen. Mein Bruder wurde zu Hilfe geholt und wir ackerten 5 Stunden. Als es geschafft war, stellte sich ein Gefühl der absoluten Zufriedenheit ein, als wenn ich wunder was geschafft hätte. :zunge:

Zum Fensterputzen kommt der Kumpel meines Freundes, der hat das mal beruflich gemacht.

Lasse ich etwas zu lange liegen, ist es immer schwierig, mit der Schweinhundfalle da wieder herauszufinden. Manchmal schreibe ich mir DinA4 Zettel, auf denen schöne und eklige Erledigungsdinge stehen. Das nach und nach Abstreichen hat was. *g*

Mit Protokollen über meine Reiki-Seminar-Assistenz habe ich im letzten Jahr auch ein wenig geschlampert. Aber vor 2 Wochen gab ich ein Bilderbuchprotokoll ab. Ein schönes und stolzes Gefühl erfüllte mich.

Und als ich letzt verreist war, räumte ich die Reisetasche nach dem Nachhausekommen sofort auf. Das machte ich sonst manchmal wirklich erst Wochen später. ABer meine Reikiliege steht in meinem Zimmer und ich ertrage die Unordnung drumherum nicht mehr.

... alles in allem ist mir, seit ich Reiki praktiziere, mein heimlicher innerer Schweinehund nicht mehr gar so unheimlich.

LG Regina

P.S.: im Moment dürfen "wir" zwei ganz faul im Bett liegen, weil "wir" am WE bis in der Früh gearbeitet haben auf einem Lehrerfaschingsball. Und ein feedback war, daß "wir" besonders freundlich, aufmerksam und flink waren. Yeeaah. :D


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 30.01.2006 19:38 
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Reiki-Feuer
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Registriert: Mo, 16.05.2005 10:49
Beiträge: 653
Wohnort: Hamburg
Hallo :wink:

mein innerer Schweinehund hat eine Wahnsinns-Größe, es ist schwer gegen ihn anzukommen. Ehrlich. Kurzfristig klappt es mal, aber dann gewinnt er wieder die Oberhand. Leider. Trotz Büchern, wie man am besten ausmistet, hat es noch nicht geklappt. Ich hoffe, ich entwickele mich nicht mal irgendwann zum Messie. Zum Glück ist mein Mann ein Ordnungsliebhaber. Das bremst mich immer ein bisschen. Wenn ich alleine wär, oje. Das würde ich in meinen vielen Papierstapeln versinken. Schlimm, wenn man nichts wegwerfen mag. Könnte ja wichtig sein.
Aber ich habe noch einen Funken Hoffnung auf Besserung. Doch ohne Internet hätte ich mehr Zeit. (Man muss ja immer Ausreden parat haben)

Liebe Grüße Ginger

_________________
Tu alles im Sinne des Loslassens. Erwarte weder Lob noch Gewinn. Wenn du wenig loslässt, wirst du wenig Frieden haben, wenn du alles loslässt, wirst du wissen was Freiheit und Frieden wirklich sind. Deine Kämpfe mit der Welt werden zu Ende sein.
(Achaan Chaa)


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