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 Betreff des Beitrags: Die drei Heilungsregeln
BeitragVerfasst: Di, 18.08.2009 17:16 
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Reiki-Kerze
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Registriert: Fr, 24.07.2009 08:41
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Hm, leider sind die drei Heilungsregeln (von Dr. Usui?) wohl nicht so bekannt wie die fünf Lebensregeln - auch wenn sie genauso einfach wie komplex und tief greifend und für mich von größter Relevanz sind...

1. Zuerst heile den Geist (das spirituelle Herz).
2. Dann heile den Körper.
3. Bettler kennen keine Dankbarkeit (Menschen die meinen, sie würden nie genug bekommen und viel mehr verdienen, bekommen nie genug; Armutsdenken; größtes Heilungshindernis).

Bei mir waren sie Bestandteil des 1. Grades.

Vor allem die 3. Regel finde ich sehr hilfreich in der immerwährenden Diskussion, was denn Reiki (nicht) kosten darf.

Wer kennt sie noch?
Wer kann mir sagen, in welchen Büchern etwas über sie geschrieben steht, da ich bisher in keinem fündig geworden bin (oder es überblättert habe)?

Danke, Ulf

_________________
Wo ein Kopf ist, ist meistens auch ein Brett...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 18.08.2009 17:59 
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RVD
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Davon habe ich noch nie gehört! Bin gespannt, was Deine Nachforschungen ergeben oder ob es eine "Ente" ist! ;-)

_________________
Gruß Regina

* Ich fühle das LICHT, das aus dem HERZEN kommt! *


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di, 18.08.2009 18:42 
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Reiki-Fackel
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Zitat:
Nachdem er einige Wochen im Kloster verbracht hatte, entschied sich Usui, in die Bettlerviertel von Kyoto zu gehen, um dort die Kranken zu heilen. Nach sieben Jahren jedoch sah er die bekannten Gesichter wieder, in einem Zustand wie vor der Heilung, als er ihnen zum ersten Mal geholfen hatte. Er war erschüttert und fragte sie, warum sie wieder hier seien. Sie zogen es vor, so zu leben wie bisher und zeigten auch keine Dankbarkeit gegenüber dem Leben. Usui erkannte, dass er zwar den physischen Körper von den Krankheitssymptomen geheilt, jedoch keine neue Lebensweise vermittelt hatte. Dies veranlasste ihn, seine Regeln für die ganzheitliche Heilung zu erstellen:

Zuerst heile den Körper, dann
Heile den Geist
Bettler kennen keine Dankbarkeit

Später begann er die Reiki-Lebensregeln aufzustellen. Frau Takata übermittelte uns diese aus ihrem Tagebuch wie folgt:


Hallo Ulf,

ich kenne dies aus der Reikilegende, wie diese auch mir übermittelt wurde.

Ich habe hierzu mal etwas geschrieben. Im Anschluss der Text, vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.

Ich denke, dass die Reihenfolge wie beschrieben seinen Sinn hat. Zuerst unterstützen wir den kranken, durch Reiki geben, Schmerzen zu lindern, ihm Kraft zu geben und ihn dabei zu unterstützen wieder Mut zu finden. Zudem sollten wir ihm Bewusstheit geben und helfen, seine Einstellung zu verändern. Dies kann er natürlich viel besser, wenn es ihm körperlich nicht mehr so schlecht geht, weshalb wir ihm vorher Reiki geben und ihn dadurch unterstützen. Zudem geben wir ihm dann Mentalbehandlungen, um seine Einstellungen bzw. Gewohnheiten zu ändern. Denn nur wenn der Mensch seine Einstellung ändert, die ihn ja krank gemacht hat, kann er „innwendig“ wahrlich „gesund“ werden.

Wenn er seine Einstellung aber nicht ändern will, siehe denn Bettler in der Reikilegende, dann sollten wir erkennen, dass es keinen Zweck hat, den die Bereitschaft des Menschen zur Veränderung fehlt. Usui drückte das wohl so aus: Bettler kennen keine Dankbarkeit = Sind nicht bereit etwas zu verändern und diese Veränderungen dankbar anzunehmen in dem Sinne, dass sie diese geschehen lassen und annehmen.

Aber dies ist nur meine Interpretation:

Anbei wie versprochen der Text.

Liebe Grüße

Martin

Die Reiki Lebensregeln
Die fünf Lebensregeln haben eine weitaus größere Bedeutung als es uns zunächst bewusst sein mag. Um als Mensch ganz gesund zu sein, ist eine innere positive und aufbauende Gedanken und Gefühlswelt notwendig. Das also was wir denken und fühlen, schöpft maßgeblich unsere Welt und damit dass, was wir im Außen erleben. Außen ist hier auch schon unser Körper im Bezug auf Krankheiten, körperliches Wohlbefinden usw. Ist ein Mensch also körperlich oder psychisch krank, genügt es nicht einfach nur Heilenergie zu übertragen. Er muss maßgeblich an seiner Einstellung, also seinen Gedanken und Gefühlen abreiten. Sie erforschen und ergründen und wenn Not-wendig, sie ändern.
Wie eine damit zusammenhängende gesunde Einstellung aussehen kann, zeigen uns die Reiki Lebensregeln. Sie sollen uns helfen, durch die ständige Bewusstmachung, unsere innere Einstellung zu überprüfen, sie zu überdenken und zu verändern. Sie sollen unsere Gesinnung veredeln.
Nur wenn der Mensch seine alten oder falschen, krankmachende Gedankenstrukturen und Gefühlsstrukturen verändert, kann er ganz gesund werden, da er damit die Ursachen seiner Krankheit, seines Unwohlseins, seines Leides angeht und so nachhaltig heilt.
Unsere Einstellung ist daher entscheidend. Die Lebensregeln im Reiki sollen uns daher eine Richtung geben, wie eine gesunde Einstellung aussehen mag. Es sind keine Dogmen und keine Vorschriften und vor allem nicht etwas, was man sich zwanghaft auferlegen sollte. Nur wenn wir es schaffen durch harte Arbeit an uns unsere Gesinnung zu veredeln, ohne Zwang, also aus freiem Herzen, so dass wir nichts dafür tun müssen, dann haben wir es als eine natürliche Veranlagung in uns gegründet, das gesunde und wohlwollende Gemüt des „Erleuchteten“ oder einfacher, des emotional und sozial gesunden Menschen.
Gehen wir daher immer wieder her und werden uns den Reiki Lebensregeln bewusst. Vertiefen wir sie und gehen ihnen in uns ein wenig nach. Spüren und fühlen wir ihre tiefen Bedeutungen und nehmen wir sie vielleicht öfters einmal als Anlass für eine Meditation, die uns noch tiefer in ihre Bedeutungen einführen mag.


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BeitragVerfasst: Di, 18.08.2009 20:30 
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Redaktion Reikiland
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Danke für die Anregung Ulf!

Das wäre ja wieder interessantes Material für einen Artikel. 1 und 2 sind sicher unstrittig, Nr. 3 ist etwas, dem ich in der Reiki-Szene oft begegne, da liegt eine Menge Potential... ich seh jetzt schon eine Menge niederer Selbste piepsen ;-)

Allerdings wären Recherchen über den Ursprung dieser drei Aussagen relevant für einen Fachartikel.

_________________
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BeitragVerfasst: Di, 18.08.2009 21:56 
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Reiki-Kerze
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Hallo,
das mit "Bettler kennen keine Dankbarkeit" kenne ich so nicht. Meine Lehrerin hat mir ja auch die ganze Reiki-Legende nahegebracht. So soll Mikao Usui ja auch die Bettler aufgesucht und von ihren Leiden geheilt haben, in der Erwartung, dass diese sich dann als "nützliche" Mitglieder der Gemeinschaft zeigen würden.
Leider fand er diese dann wieder beim Betteln, weil dies "leichter" sei...

Von "keine Dankbarkeit" habe ich nichts gefunden, welche Quelle habt Ihr da?

Gruss
Widder


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BeitragVerfasst: Di, 18.08.2009 22:11 
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Reiki-Fackel
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Beiträge: 379
Wohnort: Großraum Stuttgart
hallo Frank,

ich denke also auch, dass das mit der Recherche nach Quellen und Ursprüngen recht schwierieg sein wird, da diese drei Aussagen ein Bestandteil vielerlei Lehren sein können und es dadurch sehr schwierig sein könnte, hier was rauszufinden. Die brühmte Nadel im Heuhaufen. Wer weiß auch, von wem diese Worte stammen und wann diese hinzugekommen sind usw.

Wenn es aber interessieren würde, was das Reiki Kanji zu diesen drei Aussagen meint, dann könnte auch mein niederes Selbst anfangen zu piepsen, und auf Aufforderung des mittleren Selbstes, das hohe Selbst, um den heiligen Regen für eine Inspiration bitten.

Und sofern ich nicht gleich wie der Bettler wäre, der arm an Manna ist und arm im Geiste, und es daher nicht versteht auf die richtige Art zu beten, so dass ihm der heilige Regen verwehrt bleibt, und er dadurch nie die Dankbarkeit erleben und empfinden wird, die wir nur erleben können, wenn wir den heiligen Regen empfangen, dann denke ich, würde ich ein erfolgreiches Gebet, für eine Inspiration zustande bringen.

Was meinst du? Wäre das eine Alternative?

Liebe Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Mi, 19.08.2009 06:16 
Zitat:
Menschen die meinen, sie würden nie genug bekommen und viel mehr verdienen, bekommen nie genug; Armutsdenken; größtes Heilungshindernis


ein beliebter denkfehler......
das sind verhaltensweisen, die keineswegs abhängig sind von der höhe des einkommens - also auch bei leuten, die im geld schwimmen, verbreitet sind.
das lehren uns aktuell die herren, die an der börse milliarden verzocken und die gegenwärtige wirtschaftskrise verursacht haben.
auch sie ziehen es offenbar vor, so zu leben wie bisher und zeigen keine dankbarkeit gegenüber dem leben.
so what?

interessant fände ich die frage nach der ursache dieses verblendeten denkfehlers.
sollte es etwa die sogenannte radfahrermentalität sein?
nach oben buckeln und nach unten treten?
gegen die angst vorm eigenen sozialen absturz hilft solches denken erfahrungsgemäss nicht wirklich.
auch das "gesunde und wohlwollende gemüt eines erleuchteten" spricht da wohl eher nicht.

der erleuchtete gautama buddha nannte seine anhänger nämlich "bhikkhu", zu deutsch "bettler"......


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BeitragVerfasst: Mi, 19.08.2009 11:26 
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Reiki-Fackel
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Registriert: Mo, 23.05.2005 21:52
Beiträge: 285
Wohnort: bei Koblenz am Rhein
Für mich ist dieses Denken ein grundlegender Mangel an Vertrauen, daß das, was wir brauchen, zu uns kommt, wenn wir es brauchen. Von der menschlich-psychischen Seite betrachtet denke ich da an hungrige Babies, die aus lauter Todesangst schreien und die von ihren Müttern noch bis vor nicht allzu langer Zeit schreien gelassen wurden bis es nach "Lehrbuch" oder Zeitplan der Mutter der richtige Moment zum Füttern war. Eine Stunde schreien in Todesangst hält so ein Baby nicht aus, also spaltet es sein Bedürfnis ab und speichert im tiefsten Inneren, daß es nicht bekommt, was es lebenswichtig braucht, und daß es später im Leben ganz wichtig ist, ganz viel anzusammeln und den Hals nicht voll genug kriegen zu können, um dieses Gefühl nie wieder fühlen zu müssen.

Mal ne andere Sichtweise, die vielleicht ein wenig Mitgefühl und somit einen anderen Zugang ermöglicht...

mit einem lieben Gruß, Sheelara

_________________
I am with you that I might heal
you are with me that you might heal
we are together that we might heal
we are healing that we might love
(Phyllida Anam-Aire)


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BeitragVerfasst: Mi, 19.08.2009 12:25 
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Reiki-Kerze
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Registriert: Di, 27.11.2007 15:17
Beiträge: 46
Wohnort: Bayern
Sheelara hat geschrieben:
Für mich ist dieses Denken ein grundlegender Mangel an Vertrauen, daß das, was wir brauchen, zu uns kommt, wenn wir es brauchen. Von der menschlich-psychischen Seite betrachtet denke ich da an hungrige Babies, die aus lauter Todesangst schreien und die von ihren Müttern noch bis vor nicht allzu langer Zeit schreien gelassen wurden bis es nach "Lehrbuch" oder Zeitplan der Mutter der richtige Moment zum Füttern war. Eine Stunde schreien in Todesangst hält so ein Baby nicht aus, also spaltet es sein Bedürfnis ab und speichert im tiefsten Inneren, daß es nicht bekommt, was es lebenswichtig braucht, und daß es später im Leben ganz wichtig ist, ganz viel anzusammeln und den Hals nicht voll genug kriegen zu können, um dieses Gefühl nie wieder fühlen zu müssen.



Das finde ich eine sehr interessante Sichtweise und denke auch da steckt eine Menge Wahrheit drin. Aber was ist dann mit den Babys, wo die Mutter nach " neuer Manier " immer sofort springt, wenn Baby schreit und alles erdenklich Mögliche tut, damit ihr Kind ohne Traumata aufwächst. Diesen Kindern mangelt es an fast Nichts, und trotzdem haben auch sie das " Nichtgenugkriegensyndrom " . Hat so ein Kind dann ein Verlustangstsyndrom ?
Kindheitstraumata müssen immer wieder als Entschuldigung herhalten für das Verhalten im Erwachsenendasein; und wer nicht wachsen will ( kann ) bleibt eben im " Bettlerdasein " stecken. Wobei für mich interessant ist, was manche Meschen befähigt sich aus der " Asche " zu erheben, während andere die Asche immer nur aufs Neue dürchwühlen.
Die Psychologie hat da sicher jede Menge Meinungen dazu, aber ob diese den Kern treffen :roll:

einen schönen Tag wünscht euch lillith

_________________
Manchmal bekommen wir vom Universum eine Variante dessen was wir uns gewünscht haben.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi, 19.08.2009 13:37 
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Reiki-Fackel
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Registriert: Mo, 23.05.2005 21:52
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Hallo Lillith,

ich glaube nicht mehr daran, daß ich andere Menschen oder die Welt verändern kann. Genausowenig glaube ich, daß ich andere Menschen Dankbarkeit lehren kann, wenn sie (noch) nicht in der Lage sind, sie zu fühlen. Der Wunsch nach Veränderung, Wachstum oder Heilung muß von innen kommen, und der einzige Mensch, den ich wirklich dabei begleiten kann, bin ich selbst. Andere spüren dann vielleicht, daß ich irgendwie anders bin und kommen und fragen, aber dann hat mein So-Sein eine Sehnsucht in ihnen angesprochen und der Wunsch nach Veränderung kommt von ihnen selbst. Dann ist ganz viel möglich.

Noch zum obigen Thema: den Satz mit den Bettlern und der Dankbarkeit könnte ich so auch nicht unterschreiben. Es gibt so vielfältige Gründe, warum Menschen betteln oder auch nachdem sie Reiki erhalten haben wieder zu Bettlern werden. Außerdem kann Betteln auch Demut lehren... aber ich hab's eh nicht so mit verallgemeinernden Lehrsätzen...

Sheelara

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