Zitat:
das ist mal wieder typisch mderpfadsches sektenniveau.
in der entsprechenden studie ging es denen, für die gebetet wurde und denen für die nicht gebetet wurde,
in etwa gleich gut. schlechter ging es denen, die wussten, dass für sie gebetet wurde.
quelle:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 05,00.html und daraus dann noch irgendwelche schlüsse auf die kirche nahezulegen, ist das - untertrieben formuliert- wirklich noch redlich?
Hallo,
genau, für die gebetet wurde und die das auch wussten, ging es signifikant schlechter, für die gebetet wurde und die das nicht wussten, ging es auch schlechter, zwar nur etwas, aber schlechter. Nichts anderes habe ich gesagt. Ob es eine Auswirkung hatte, dass die Personen wussten, dass man für sie betet, ist offen.
Fakt ist, dass das Beten dafür sorgte, dass es diesen Menschen schlechter ging. Vielleicht war es die Art des Betens.
Vielleicht war es auch nur das wissen darum, dass man für die Leute betete, was dazu führte, dass es diesen Menschen schlechter ging. Das würde dann aber heißen, dass man es den Menschen nicht erzählen sollte, wenn man für sie betet. Auf Reiki bezogen hieße das aber, dass wir Reiki senden sollten, ohne das die Person das weiß. Dies spricht aber gegen jede "Ethik" des Reikis. Hier heißt es ja, nie Reiki senden, ohne dass es die Person weiß. Wenn es aber Personen, die wissen, dass man für sie etwas tut, schlechter geht, wäre es ja kontraproduktiv es diesen zu erzählen. Wieder entgegen spricht, dass bei Placcebos, das wissen um die Pille, sehr wohl signifikant dazu beiträgt, dass es Personen besser geht.
Dann ist die Frage, ob es das Wissen war, oder das beten, was zu dem schlechten Ergebnis führte.
Es geht mir darum, Dinge zu hinterfragen und zum Nachdenken anzuregen. Und ich denke auch, dass wenn man nur mal eine Minute darüber nachdenkt, ohne nur zu verurteilen, würde man automatisch solche Fragen stellen.
Am besten ging es also denen, für die nicht gebetet wurde oder die das nicht wussten. Das würde aber wieder bedeuten, dass diese Gebete nicht wirklich geholfen haben.
Zitat:
ausserdem ist mderpfad ja exponierter vertreter jener leute, die meinen, das reikikanji zeige uns das hunagebet. da ist das beten dann aber nicht schädlich? oder doch?
sollte er dann nicht vorsichtshalber und konsequenterweise auch vor reiki warnen? oder wird er dann aus einer anderen studie zitieren, die umgekehrt zeigt, dass es denen, für die gebetet wurde, besser geht?
Ja, wer weiß, ob es auch hier schädlich sein kann. Oder sollten wir besser von wirkungsvoll sprechen. Wie wir gesehen haben, war das Beten für die Leute, die nicht wussten, dass man für sie betet, kaum wirkungsvoll. Im andern Fall war das Beten, scheinbar sogar kontraproduktiv. Hier wird es jetzt nämlich interessant. Die Frage ist doch, war es tatsächlich das Beten oder die Intention des Gebetes. Wenn es die Intention war, also der Beweggrund, warum gebetet wurde, oder der Inhalt, um was gebetet wurde, heißt das, dass sowohl das Motiv warum gebetet wird, wie aber auch der Inhalt des Gebetes wichtig sein kann. D.h. wird sollten genau prüfen, um was wir bitten und auch uns im klaren sein, warum wir Beten, also etwas tun. Zudem kann es sein, dass eine zu hohe Erwartungshaltung sogar dazu beitragen kann, dass unser tun, in diesem Fall das Beten, gegenläufig wirkt. Man nennt das auch das Wirken der Nivellierungskräfte.
Ob also Reiki, in Form des Hunagebet, schädlich sein kann, beantwortet sich selbst. Ich halte das durchaus für möglich. Es ist aber vielleicht nicht das Hunagebet oder das Gebet an sich, sondern der Mensch, sein wollen, seine Intention, sein Motiv usw. Warum wohl soll man Affirmationen genau und bedacht auswählen? Wer zudem das Hunagebet kennt, weiß, dass es signifikante Unterschiede zwischen dem Hunagebet und dem Gebet, wie wir es sonst üblich kennen, gibt.
Vielleicht war es auch nur die Tatsache, dass zu viele etwas Bestimmtes wollten, und dadurch eine Gegenkraft in Gang gesetzt wurde, die genau das verhinderte, was man wollte. Wer weiß das schon. So viele Möglichkeiten, Gegensätze, die Dinge die sich widersprechen und was weiß ich.
Die Studie zeigte auf jeden Fall, dass es denen für die gebetet wurde, egal ob sie das wussten oder nicht, in beiden Fällen, mehr oder weniger schlechter ging.
Möge sich jeder selbst sein Bild machen.
Ich richte jedenfalls niemanden, halte alles für möglich und kann das auch stehen lassen. Ich bin kritisch demgegenüber was mir begegnet, was ich selbst tue, für richtig halte, oder auch erzähle. Ich weiß eines, man kann sich nie wirklich sicher sein, wie die Dinge wirklich sind.
Vielleicht sitzen wir hier nicht einmal, sondern dienen hier irgendwelchen Maschinen als Batterie. Die Matrix lässt grüßen.
Liebe Grüße
Martin