Kobi hat geschrieben:
Bei "den Christen" stelle ich mir aber viele Fragen und Frage mich was unter dem Verständnis Christ zu sein für die Menschheit in irgentweiner Weise hilfreich war oder ob es alles nicht eher verschlimmert hat.
(...)
Das Christliche oder das Christentum, was ist das? Gibt es da auch noch mehr als Dogmen die gepredigt und mit Gewalt einzuhämmern und die sich jedweder Kritik und Auseinandersetzung zu entziehen versucht?
Du nimmst hier eine ziemlich grobe Vereinfachung vor.
Es hat im Christentum immer beide Richtungen gegeben, die nach außen gerichtete, geschichtsbuchmäßig und politisch mächtig-wirksame, und die nach innen gerichtete.
Es hat die gegeben, die mit der Bibel und dem Schwert in der Hand die Kreuzzüge befürwortet haben, und es hat die gegeben, die mit der Bibel, aber ohne Schwert die Kreuzzüge abgelehnt haben. Die mit dem Schwert haben sich durchgesetzt und sind beachtet worden - was wunder. So gesehen, nicht das gute, sondern das schlimme an der Geschichte des Christentums ist das, was es im Menschen schon vorher gegeben hat.
Im Grunde muss man wohl davon ausgehen, dass du dich nicht auseinandersetzen willst; ansonsten: ja, in der Tat, es hat in der Geschichte des Christentums Heerscharen von Menschen gegeben, die selbstbestimmt nach spirituellem Wachstum gestrebt haben.
Stichworte: Kloster (kann man natürlich auch wieder vereinfachen), Beginen, Hesychasmus, Jesusgebet/Herzensgebet, Za-Zen in katholischen Klöstern der Neuzeit, Wüstenväter, Einsiedler in Irland, wer weiß was noch alles.