Hallo Spirit,
wenn ich das so lese, dann frage ich mich, wer da eigentlich okkulter ist, die sog. "Esoteriker"
(was auch immer das sein mag) oder diese sich so nennenden "Christen". Machen wir uns doch
einmal bewusst, dass die christlichen Kirchen per definitionem ebenfalls Sekten sind.
Ich bin der tiefen Überzeugung, dass die
Essenz der großen Religionen letztlich
immer zu demselben Kern führt, das wahre Christentum unterscheidet sich nicht wirklich
großartig vom Islam, Judentum oder sogar dem Buddhismus, wenn man sich einmal vom
personifizierten Gottesbegriff gelöst hat.
Es macht für mich keinen Unterschied, welcher Lehre ich mich bediene, um mein Leben
möglichst lebenswert und erfüllt zu machen. Ob ich meine Wahrheiten über eine Religion,
über das Legen von Tarot-Karten, das Auspendeln von Bachblüten oder Aura-Soma-Essenzen,
den Besuch von Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung oder eben über Reiki finde,
letztlich führen diese Methoden mich mehr oder weniger zum gleichen Ergebnis, vorausgesetzt,
ich erfülle eine unabdingbare Voraussetzung:
Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Leben und meine Realität
Tausche ich meine Drogen wie Alkohol, Essen, TV, Adrenalin, Depression nur gegen "esoterische"
Methoden ein, und erwarte, dass diese meine Probleme sozusagen von außen lösen, habe ich
nichts gewonnen. Jede Religion ist ebenso prima als Ersatzdroge zu missbrauchen. Blind
einer Lehre oder einem Guru zu folgen (und sei es der Pfarrer in der Kirche) wird niemals
zu innerem Wachstum führen.
Ich bewerte Menschen, die einer Gruppe, einer Überzeugung, einem Glauben angehören,
inzwischen nach einem ganz simplen Kriterium: Wenn die Ideologie andere Menschen
ausschließt, ist sie für mich unbrauchbar. Das institutionalisierte Christentum schließt
andere Menschen aus => Unbrauchbar. Was einen aber nicht daran hindern muss, Christ
zu sein (wenn man allerdings eine bestimmte Schwelle
echten spirituellen Wachstums
überschritten hat, stellt man unweigerlich fest, dass es keiner Religion bedarf, um Kontakt
zum Göttlichen zu haben). Wo in "Gut" und "Böse" unterteilt wird, wo Menschen mit "Schuld"
unter Druck gesetzt werden => unbrauchbar. Wo immer polarisiert wird, möchte ich nicht sein.
Wo immer an Überzeugungen festgehalten wird, kann es kein Wachstum geben. Wenn mich
jemand von etwas überzeugen möchte, werde ich skeptisch. Ich habe gelernt, das
Überzeugen-Wollen loszulassen (wenn es mir auch immer noch schwer fällt

)
Reiki schließt keine Menschen aus.
Reiki verzichtet auf Dogmen. (AFAIK)
Reiki entbindet den Menschen nicht davon, Verantwortung für sich zu übernehmen.
Meine Empfehlung an dich: Verlass dich mehr auf dein Gefühl, deine Intution als auf die
Aussagen anderer.
Alles was du suchst, ist
in dir, und nirgendwo sonst!
Liebe Grüße
Björn
PS: Reiki in die Kategorie Geistheilung zu stecken, halte ich für kühn. Ich kann mich nicht
entsinnen, jemals einen Geist beschworen zu haben
