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Neues im Reiki-Land:

Mark Hosak & Junghee Jang: Sieben geheime Reiki-Techniken

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Geschrieben von Frank Doerr   
Mittwoch, 05. Dezember 2007

Hosak Reiki TechnikenWindpferd Verlag, Aitrang 2007, 96 S., 12,90 Euro

Mark Hosak wurde in der Reiki-Szene bekannt durch “Das große Buch der Reiki-Symbole”, das er gemeinsam mit dem Bestseller-Autor und seinem Lehrer Walter Lübeck 2004 veröffentlichte (siehe Rezension in Ausgabe 3/05). Nun hat er gemeinsam mit seiner koreanischen Lebensgefährtin Junghee Jang dieses Buch vorgelegt. Sieben geheime Reiki-Techniken? Dieser Titel klingt sehr ambitioniert und schraubt die Erwartungshaltung des Lesers nach oben. Doch kann man Techniken, die in einem Buch publiziert werden, überhaupt noch als “geheim” bezeichnen?

Die beiden Autoren verorten sich als Vertreter des Rainbow Reiki (S. 7 sowie S. 92)  nach Walter Lübeck, der auch Assistenzlehrer in der Yamaguchi-Linie ist, die mittlerweile als Jikiden Reiki von Tadao Yamaguchi vermarktet wird. In den sieben Techniken “sind die besten Komponenten des Rainbow Reiki und der japanischen Reiki-Techniken miteinander verknüpft.” (S. 7) Laut Untertitel dienen sie “Zur Kraftverstärkung und Verfeinerung der Wahrnehmung”. Damit richtet sich das Buch an Praktizierende aller Reiki-Grade, da somit auch im ersten Grad die Möglichkeit der Kraftverstärkung gegeben sein soll.

In diesem Kontext entlarvt Junghee Jang in ihrem Vorwort falsche Versprechungen, mit denen Schüler zuweilen zum Erwerb höherer Grade verlockt werden sollen: “Vielmehr entsteht die Steigerung der Reiki-Kraft durch regelmäßiges Anwenden und Spüren von Reiki durch Handauflegen einerseits und durch gezielte Ausbildung im Umgang mit der Reiki-Kraft andererseits.” (S. 8)

 

Die erste Technik ist das Kaji-Ritual (S. 11ff). Hier handelt es sich um eine ritualisierte Bitte, Reiki-Kanal sein zu dürfen, die sich an das Geistwesen Dainichi Nyorai wendet, das Mark Hosak bereits in seinem ersten Buch in Verbindung mit Reiki brachte. Ein ähnliches Ritual empfehlen viele Reiki-Meister seit Jahren unter dem Begriff “Einstimmen” (nicht zu verwechseln mit dem Begriff der Energieübertragung im Rahmen der Einweihung) oder “Bitten” zu Beginn einer Behandlung. Ich persönlich ziehe das Ritual des Hatsurei Ho vor (vgl. Frank Doerr: Das Reiki-Meister Buch, Seite 40). Dieses umfasst auch die zweite der in diesem Buch vorgestellten Techniken, die “Geheime Reiki-Atmung” (S. 20ff), speziell in der vorgestellten Version für Fortgeschrittene, sowie die dritte Technik, “Reiki Visualisation” (S. 34ff), wo eine Praxis vorgestellt wird, die ich “Lichtatem” nenne. Hatsurei Ho wurde hier also lediglich in drei einzelne Techniken aufgegliedert und genauer ausgeführt. Wie man bereits hier sieht, handelt es sich insofern in diesem Werk keinesfalls um “geheime” Techniken, sondern um längst bekannte und auch publizierte Möglichkeiten rund um die Anwendung von Reiki.

Dies zeigt sich auch bei der vierten Technik, “Gasshô” (S. 51ff), die bereits von Frank Arjava Petter in einigen Büchern vorgestellt worden ist. Die fünfte Technik “Dôkô” (S. 59ff) ist eine Kombination von Reiki und Trommelarbeit, die siebte Technik (S. 73ff) eine Verbindung von Reiki-Behandlungen mit Heilsteinen. Hier handelt es sich also um klassische Ansätze aus dem Rainbow Reiki, während die anderen Techniken eher eine Verbindung zu japanischen Praktiken darstellen.
Bleibt noch die sechste Technik zu erwähnen, wo es um die Sensibilisierung der Hände geht (S. 67ff). Hier empfinde ich das als Byosen bekannte energetische Scannen hilfreicher, wobei die sechste Technik vielleicht als Vorstufe dazu verwendet werden kann, in der persönlichen Praxis ohne Partner. Entsprechende Hinweise fehlen allerdings. Stattdessen werden in diesem Rahmen auch ein Mudra sowie “Spirituelles NLP zur Steigerung der Feinstofflichen Wahrnehmung mit Reiki” vorgestellt.

Wer nun also in diesem Buch wirklich “geheime” Techniken erwartet hat, wird aufgrund der Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt massiv enttäuscht. Wenn man diese Erwartungshaltung dagegen loslassen kann und die vorgestellten Techniken - so man sie noch nicht kannte - wirklich praktiziert, kann die eigene Reiki-Praxis tatsächlich im Sinne des Untertitels davon profitieren. Insofern stimme ich den Autoren zu, wenn sie schreiben: “Die Reiki-Geheimtechniken können für neue Tiefe in der Praxis sorgen und auch Menschen begeistern, die sich schon von Reiki abgewandt hatten.” (S. 44)

In diesem Sinne kann ich das schön aufgemachte und bebilderte Werk durchaus für Reiki-Praktiker empfehlen, die sich noch nicht mit japanischen Reiki-Techniken befasst haben und offen sind für neue Ideen. Zumal Mark Hosak und Junghee Jang bei den bereits bekannten Techniken durchaus neue oder weiterführende Aspekte aufzeigen. Und für Menschen, die Probleme beim Spüren des Reiki-Flusses haben, könnte dieses Werk eine Lösung darstellen.

 

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Erstveröffentlichung der Rezension im Reiki-Magazin Nr. 1/2008

» 6 Kommentare
1"Feedback"
am Mittwoch, 05. Dezember 2007 13:24von Bastian Richter
Möchte mich hier zu diesem Buch äußern. Habe lange gezögert, es mir anzuschaffen, da mir der Titel gar nicht gefällt. 
Da ich es nun gelesen habe, muss ich allerdings gestehen, dass es sehr lesenswert ist. Wie geheim die Techniken sind, lasse ich jetzt mal unkommentiert. ;-) 
Für sehr erfahrene Reikianwender wird hier zwar sicher nicht allzu viel neues zu lesen sein, allerdings sind die Übungen gut beschrieben und in ihren Wirkungen nur jedem zu empfehlen. 
Das Buch liest sich leicht und gut und die Illustrationen sind gelungen. 
Als Fazit lässt sich also sagen, abgesehen vom Titel ein durchaus lesenswertes Buch. 
Dies ist natürlich meine persönliche Meinung, als einfach mal selbst reinschauen!!! Viel Spaß 
Bastian
2"Reiki Lehrer"
am Mittwoch, 05. Dezember 2007 15:35von Andreas
Hallo, ich möchte mich Anraten von Frank hier kurz zu obigem Buch äußern. 
Die Bebilderung und Beschreibung ist gut gelungen. Schön finde ich auch, dass das Reiki Kanji in der alten energetisch kraftvollen weil aussagefähigen Schreibweise auf dem Umschlag zu sehen ist. 
Ansonsten möchte ich mich den ersten 95% der Rezession von Frank anschließen. Besonders dem Satz \\\"Wer nun also in diesem Buch wirklich ..., wird aufgrund der Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt massiv enttäuscht.\\\" schließe ich mich an. Nicht anschließen möchte ich mich nur der Empfehlung für Reiki Anfänger. Gerade ein Reiki-Neuling ist oft schon durch die Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Informationen verwirrt. Kommen dann noch die \\\"Geheimen Reiki-Techniken\\\" dazu, die keine sind, könnte u. a. der Eindruck entstehen, hier sei jemand der noch mehr Geheimes wisse als andere.  
Der Untertitel sollte Buch-Titel sein. Er gibt in knappen Worten den Inhalt wieder. Ein Buch über Wahrnehmungsübungen, zusammengesetzt aus verschiedenen nicht geheimen Methoden. Die meisten mit japanischem Ursprung. Miteinander vermischt oder extrahiert und mit Marks Wissen der japanischen Sprache um-benannt. 
Hier deshalb ein Hinweis: In der japanischen Linie, dem Jikiden Reiki, ist ein Hauptbestandteil die Wahrnehmungsschule und das Einsetzen dieser (Byosen), und das intuitive Tun. Gestützt durch rezitieren der Reiki-Lebensregeln, Meditationen, und der Eistimmung (Reiju). Alleine dadurch und das häufige Praktizieren ist die Kraftverstärkung spürbar. 
 
Wer dies ohne weitere Seminare erlernen möchte kann die gut beschriebenen Übungen des Buchs gerne ausführen. Sie wirken. 
Liebe Grüße 
Andreas
3"Das Problem der Titel"
am Mittwoch, 05. Dezember 2007 15:50von Frank
Hallo Andreas, 
ich kann deine Kritik nachvollziehen. Wie du in meiner Rezension oben lesen kannst, habe ich dieses Werk nicht explizit für Anfänger empfohlen. Diese Einteilung nimmt das Reiki-Magazin vor und hier gibt es bislang nur die Kategorien "Anfänger" und "Fortgeschrittene". 
Was den Titel betrifft, so muss dieser nicht vom Autor stammen. Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, dass diese vom Verlag vorgeschlagen werden und natürlich auch marketing-strategisch gewählt werden. Wobei ich als Autor auch stets ein Mitspracherecht hatte und keinen Titel akzeptiert hätte, der aus meiner Sicht am Inhalt vorbei gegangen wäre.
4"Andere Sichtweise"
am Freitag, 14. Dezember 2007 13:23von Alexander Gottwald
Lieber Frank, danke für den Hinweis auf Deine Rezension in Deiner Antwort im "Strohm-Thread". Ich respektiere Deine Meinung und sehe darin Bezüge, die für Deine Gemeinde hier sicher interessant sein können, wo viel Wert auf das "richtige" Reiki gelegt zu werden scheint. Mir ist es ja in der Reikifreundschaft auch immer wichtig, die Mitglieder eher auf sich und ihre Prozesse zu lenken, als ihnen noch eine und noch eine Einweihung zu empfehlen. Integration von Einweihungen braucht Zeit. Deswegen haben die Mitglieder ja auch lebenslang die Gelegenheit, sich in weitere Reikisysteme einweihen zu lassen. Ich denke selbstverständlich auch nicht, dass es schadet, die Techniken aus dem Buch von Hosak und Partnerin zu üben, fühlte mich aber durch den Titel schlicht verschaukelt. Herzliche Grüße, Alexander :)
5Kommentar
am Samstag, 15. Dezember 2007 11:10von Oliver Klatt
Lieber Andreas, lieber Frank, 
 
ich möchte kurz darauf hinweisen, dass die Redaktion des Reiki Magazins für dieses Buch die Einstufung "Geeignet für Fortgeschrittene" vorgenommen hat, wie auf S. 32 des aktuellen Heftes zu lesen ist, und dieses Buch damit nicht für Anfänger empfohlen hat.  
 
Herzlicher Gruß, Oliver Klatt / Reiki Magazin
6"Geh-heim-Technik"
am Samstag, 22. Dezember 2007 08:55von martin
hallo@all,  
 
wenn wir das wort ge-heim einmal so betrachten, dann sind es tatsächlich techniken die uns helfen können, unseren weg nach hause zu finden, also heim zu gehen, der ge-heimweg.  
 
also nicht so ernst sehen.  
 
liebe grüße 
 
martin
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 05. Dezember 2007 )
 
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