Ein Fackelträger im Dunkel des Tages – Fokke Brink

Die Erfahrung eines Symbole-Workshops bei Fokke Brink

erschienen im Reiki-Magazin Nr. 2/2002



Fokke BrinkViele von uns hatten Jahre darauf gewartet. Als wir uns dann Mitte November 2001 im Seminarhaus Trumpf in der herbstlichen Atmosphäre der Rhön versammelten, war ich überrascht, wie wenige wir waren. Fünf Menschen nur, die sich die Schätze zeigen lassen wollten, die Fokke Brink in den vielen Jahren seiner Suche gefunden hatte, fünf Menschen, die einen Lehrer ehrten, der für seine Kurse extra aus Griechenland anreist.

Am Freitag abend, der für alle Interessenten offen war, unterwies uns unser niederländischer Lehrer im Reiki-Symbol. Allein dieser Abend war mir diese Reise wert. Wenn ich daran denke, wieviel Aufhebens in den letzten Jahren in Büchern und Diskussionen um die Symbole des zweiten Grades und das Meistersymbol gemacht wurde… Dabei entfaltet dieses erste, frei zugängliche Kanji-Zeichen alles, was einen Schüler des Reiki-Weges leiten kann. Über ihre Sucht, Geheimnisse zu wissen, übersehen viele die Wahrheit vor ihrer Nase.

An diesem und den folgenden Tagen rieb ich einfach nur Tusche. Die feste Substanz des gepressten Rußes mahlte über den Tuschestein, hinein ins Wasser und wieder hinaus. Nach diese Meditation malten wir unsere Lebenslinie, die Mujibo, in der wir uns und unseren Weg wiederfinden konnten. Erst dann war ich bereit, das Reiki-Symbol zu erfahren; als es unter meinen Händen auf dem Reispapier entstand, begegnete ich Himmel und Wolke, betenden Menschen und Arbeit, Dampf und Reis.

UrkundeUnd all die Geschichten, die Fokke zu erzählen wußte. Mir wurde klar, daß die Dinge, die Frank Petter in seinen Büchern veröffentlicht hat, längst bekannt waren. Und daß in diesen Büchern vieles nicht steht, was Menschen wie Fokke, der viele Male in Japan studiert hat, bei Edo Roshi, in Tempeln und Klöstern, nach alter Tradition mündlich an ihre Schüler weitergeben.

Wie eindimensional bleibt oftmals das Lesen von Büchern, und wie tief ging es, die Symbole des zweiten Grades zu malen, sie durch den ganzen Körper fließen zu spüren, ihrer Essenz in Fokkes Worten nachzulauschen. So viele Jahre arbeite ich mit diesen Symbolen, doch erst jetzt wurde mir ein Tor zu ihrer wirklichen Tiefe geöffnet, durch das ich treten konnte, um den Weg meiner Praxis weiterzugehen.

Malten wir am Samstag noch zu Dritt, so waren wir nur zwei Meister, um das letzte Stück des Weges mit Fokke zurückzulegen. Und es war eine Ehre für uns, für diesen letzten Teil des Workshops angenommen zu werden und dem Meistersymbol in seiner ganzen Bedeutung zu begegnen. Wie wenig Raum wird diesem Symbol in der traditionellen Furumoto-Linie eingeräumt und wie sehr wird es von anderen Leuten banalisiert, auf Buchdeckel und Blumentöpfe gezeichnet.

Etwa zwei Workshops gibt Fokke jedes Jahr in Deutschland. Und so wenige waren wir, die das Strahlen der Edelsteine in seiner Schatzkiste mit leuchtenden Augen widerspiegeln konnten. Ich wünsche ihm, daß er noch viele Funken in Menschenherzen säen kann, damit viele große Feuer entstehen werden, um diese Welt zu wärmen.

Dieser Artikel wurde verfasst von Frank Doerr

Intensive Reiki-Praxis seit 1993 und beständige Fortbildung. Seit 1998 Reiki-Meister der 6. Generation in der Linie Usui – Hayashi – Takata – Furumoto – Kindler. Von 1994 bis 2009 Mitarbeiter beim Reiki-Festival. 1996 Mitbegründer des Reiki Magazins und seitdem Redaktionsmitglied bzw. freier Mitarbeiter. Seit 1999 Chefredakteur von Reiki-land.de. Veranstalter der Reiki Convention (seit 2010) sowie Gründungsmitglied von ProReiki, dem Reiki Berufsverband. Publikationen: Die Reiki-Lebensregeln (Windpferd 2005), Das Reiki-Meister-Buch (Windpferd 2007). CD mit Merlin's Magic: Reiki-Elixier inkl. Booklet (Windpferd 2007).

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3 Antworten zu “Ein Fackelträger im Dunkel des Tages – Fokke Brink”
  1. Regina Zipfl sagt:

    Wir schreiben das Jahr 2007. Ich durfte am vergangenen Wochenende dieses tiefgehende Seminar bei und mit Fokke erleben. Ich kann nur jedem Suchenden empfehlen sich diese 2 1/2 Tage zu gönnen. Ich selbst bin froh dies mitgemacht zu haben – gehe ich so mit den Symbolen und dem Meisterzeichen noch achtsamer und aufmerksamer um. Zu meinem Wohl und zum Wohle meiner Reiki-Schüler. Danke Fokke!
    Regina

  2. Ursi sagt:

    Auch ich habe am vergangenen Wochenende dieses Seminar besuchen dürfen, diesmal in der Schweiz. Es war ein unglaubliches, einmaliges Erlebnis. Ich fühle mich wie neu geboren, erneut eingeweiht. Meine Reiki-Energie fliesst noch viel stärker. Ich werde mein „neues“ Wissen voller Liebe und Achtsamkeit an meine Schüler weiter leiten. Aber in erster Linie war es ein Wachstumsprozess für mich selber. Dafür danke ich Fokke von ganzem Herzen! Und den beiden Organisatorinnen des Seminars ebenso.

  3. Fokke Brink sagt:

    Zwischen hohe Schneebergen sitze ich in St.Petersburg in Rusland, nach drei Wochen harter Arbeit in Moscow. Auch dort habe ich diese Symbole Workshop geben druerfen, diesmal an 20 Studenten obwohl mehr gewolt hatten, aber ich keine Tuschesteinen mehr hatte.
    Als ich diese Text von Frank lese und die Komentare darauf, wird es mir hier in der Kaelte (20Grad minus) doch sehr warm im Herzen und ich fuehle mich sehr dankbar das es Menschen gibt die ihre Liebe fuer unsere Symbole tiefer leben koennen nach meine Workshops.
    Ich fuehle mich geehrt von Allen die die Schoenheit unsere Symbolen schaetzen. Moege der Wind euch schoene Fruehlingsgeschichte einfluestern, mit warme Gruesse aus Rusland.

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