Die Wurzeln des Meistersymbols?

Maha MudraDie Reikikraft ist, nach gründlichen
Nachforschungen einiger Reikimeister, in tibetischen Schriften
entdeckt worden und Mikao Usui Sensei hat daraus das heute bekannte
Reikisystem entwickelt. Ein wesentlicher Bereich dieses Systems ist
die Ausbildung von Reikimeistern und Lehrern. Sie sind die
Übertragungsmedien für die Reikikraft auf andere Menschen.
Entsprechend erscheint es wichtig, die tiefen Ebenen des
Meistersymbols zu verstehen und mit der praktischen Anwendung
vertraut zu sein.

In der tibetischen Tradition ist das
„Maha Mudra“ (großes Siegel) ein wichtiger Bestandteil der
Übungspraxis. Es wird seit Jahrhunderten von den Dorje’s in
mündlicher und schriftlicher Form weitergegeben. Sollte es eine
Verbindung geben zu dem Meistersymbol im Reiki?

Der nachfolgende Text soll für
jeden eine Möglichkeit sein, für sich selbst die Frage zu
beantworten.

Aus dem Mahamudra des Dritten Karmapa Rangdjung Dorje  

Alle
Phänomene sind die Projektionen des Geistes.
Der Geist ist
nicht „ein” Geist,
denn der Geist ist leer in seinem
Wesen.
Obwohl leer, entsteht alles ständig in ihm.
Mögen
wir durch die gründliche Untersuchung des Geistes
seine
innerste Wurzel finden.

Die Selbstmanifestation, die niemals
als solche existiert hat,
wird fehlerhaft als Objekt erlebt.
Die
Eigen-Bewußtheit wird durch Unwissenheit als Ich erlebt.
Wegen
Anhaftung an diese Dualität
irren wir in der bedingten Welt
herum.
Möge die Wurzel der Verwirrung gefunden werden.

Er
ist nicht existent,
denn sogar die Buddhas sehen ihn nicht.
Er
ist nicht nicht-existent,
denn er ist die Grundlage sowohl für
Samsara als auch für Nirvana.
Er ist nicht die Gegensätze,
noch beides, noch etwas anderes, sondern Ihre Vereinigung – Der
Mittlere Weg.
Mögen wir die Wirkliche Natur des Geistes,
der
jenseits von Extremen ist, erkennen.

Er kann nicht beschrieben
werden, indem wir sagen:
„Er ist.”
Er kann nicht verneint
werden, indem wir sagen:
„Er ist nicht.”
Die unfassbare
absolute Wirklichkeit ist nicht zusammengesetzt. Mögen wir
Gewissheit über die Richtigkeit
dieser endgültigen
Bedeutung erlangen.

Solange dieses nicht erkannt ist,
dreht
sich das Lebensrad;
wurde es verstanden,
ist der Buddhazustand
nichts anderes als Das.
Es gibt nichts,
was als seiend oder
nicht seiend beschrieben werden kann.
Möge das Wesen der
Wirklichkeit,
die Wahre Natur des Buddha-Geistes, erkannt
werden.

Erscheinung ist nur Geist.
Leerheit ist nur
Geist.
Erleuchtung ist nur Geist,
Verwirrung ist nur der
eigene Geist.
Entstehen ist nur Geist,
Auflösung ist nur
Geist.
Möge jedes Zweifeln und Zögern,
das den Geist
betrifft, überwunden werden.

Mögen wir ohne
verunreinigt zu sein
von intellektueller, angestrengter
Meditation,
noch gestört von den Windböen des täglichen
Lebens,
an unserer Praxis auf die Natur des Geistes geschickt
festhalten.

Betrachten wir immer wieder den Geist,
der
nicht betrachtet werden kann,
wird das gesehen, was nicht gesehen
werden kann,
mit voller Klarheit, so wie es ist.
Möge der
fehlerfreie Geist,
befreit von jedem Zweifel über Sein und
Nicht-Sein
sich selbst erkennen.

Durch das Betrachten
äußerer Dinge sehen wir den Geist,
nicht die
Dinge.
Durch das Betrachten des Geistes sehen wir seine Leere
Essenz,
aber nicht den Geist.
Durch das Betrachten beider löst
sich das Anhaften
an alle Dualität von Selbst auf.
Möge
das Klare Licht,
das Wahre Wesen des Geistes, erkannt werden.

(Aus dem Mahamudra-Text des Dritten Karmapa Rangdjung Dorje, 1284-1339)

Hier gibt es Informationen zum Autor Ewald Kurzbauer

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