Meine Reiki-Kinderkurse – Teil 3

KidsNachdem im ersten Teil die Vorüberlegung und Planung zum Reiki-Kinderkurs vorgestellt wurden und im zweiten Teil der Brief an die Eltern der Reiki-Kinder, schließt diese Artikelreihe nun mit der Präsentation von Ablauf und Inhalten der Seminare. Ich danke an dieser Stelle noch einmal der Autorin für die Erlaubnis, diese Serie im Reikiland zu publizieren, die so manche Reiki-LehrerInnen inspirieren könnte.

 

Allgemeines zu meinen Kinderkursen und der Ablauf des Seminars

Generell ist es mir sehr wichtig, dass die Kinder selbst den Wunsch haben, Reiki zu erlernen. Dieser Wunsch entsteht hauptsächlich dann, wenn mindestens ein Elternteil Reiki praktiziert. Später aufkommende Fragen können so oft schon von den Eltern beantwortet werden. Selbstverständlich stehe ich aber auch gern zur Verfügung. Die Eltern dürfen, wenn sie möchten, gern beim Kurs dabei sein.

 
Der Kurs wird an zwei Nachmittagen abgehalten. Da die Aufmerksamkeit der Kinder bei langweiligen Sachen oft schnell nachlässt, muss das Seminar natürlich interessant und spannend gestaltet werden. Ich beschreibe hier die Programm-Punkte, die unabhängig vom Alter auf jeden Fall durchgenommen werden.

1. Nachmittag:

Zuerst kommt die Begrüßung. Die Kinder sollen schließlich wissen, mit wem sie es zu tun haben und so Vertrauen zu ihrem Reiki-Lehrer entwickeln.
Als wichtiges Einstiegsthema frage ich die Kinder, was man denn alles mit den Händen machen kann? Da sind den Kleinen keine Grenzen gesetzt. Meist fallen ihnen unzählige Dinge ein. So sind sie dann gleich voll bei der Sache. Sie sollen merken, wie wichtig die Hände – auch ohne Reiki – sind.
Nun frage ich die Kinder, was sie denn schon so alles über Reiki wissen? Da kommen oft ganz spannende Sachen heraus und den Kinder macht es Spaß, davon zu berichten. Was jetzt natürlich nicht fehlen darf, ist die kindgerechte Erklärung, was Reiki eigentlich ist. Ich erkläre ihnen die beiden Begriffe „universelle Lebensenergie“. Zum einfacheren Verständnis des Wortes „Energie“, erfahren sie etwas über verschiedene Energiearten (Sonne, Wärmeenergie, Strom, Nahrung u.a.) und wie diese wirken. So komme ich dann der „universellen Lebensenergie“ immer näher.
Die Kinder sollen auch wissen, welchen Weg die Reiki-Energie durch den Körper geht, bevor sie aus den Handflächen wieder hinaus fließt. Also erfahren sie etwas über die Energiebahnen im Körper.
Einweihung KidsDas wichtigste im Seminar sind natürlich die vier Reiki-Einstimmungen. Was da geschieht und was es damit auf sich hat, ist der nächste Programm-Punkt.
Dann folgt die 1. Einstimmung. Bei den Einstimmungen bin ich immer wieder sehr berührt, wie andächtig und doch auch konzentriert die Kleinen dabei sind. Sie spüren offenbar instinktiv, dass da etwas großes mit ihnen geschieht.
Nachdem die Kinder berichtet haben, wie sie sich nach dieser Einweihung fühlen und evtl. was sie dabei erlebt haben, erzähle ich ihnen etwas über das „Heilen mit den Händen“. Sie hören etwas von Jesus, den sie ja schon aus der Schule oder dem Kindergarten kennen. Da Dr. Mikao Usui ein buddhistischer Mönch war, erzähle ich etwas über Buddha, der ja auch mit den Händen geheilt haben soll.
Dann folgt die Geschichte, wie Dr. Mikao Usui Reiki wieder entdeckt hat. Dabei gehe ich selbstverständlich auch näher auf die Reiki-Lebensregeln ein. Die Kinder können sich dabei überlegen, was ihnen zu den einzelnen Lebensregeln einfällt. Da kommen manchmal ganz tolle Sachen heraus.
Dann folgt die 2. Einstimmung. Nach dieser Einstimmung ist der erste Nachmittag zu Ende. Ich erkläre den Kinder noch, warum sie jetzt mehr trinken sollen, als sonst. Nach diesem Nachmittag sind sie bereits in der Lage, Reiki in ihren Händen zu spüren. Davon sind die meisten  sehr begeistert.

2. Nachmittag:

Im Anschluss der Begrüßung meiner Schützlinge, dürfen sie zuerst einmal berichten, was sie seit dem Vortag alles erlebt haben. Hatten sie schon ein Reiki-Erlebnis? Nachdem die Kinder so manches geschildert haben, erkläre ich ihnen, dass ich heute viele Fotos machen werde. Die Fotos sind für die Lesemappe bestimmt, die sie ca. 1 Woche nach dem Kurs erhalten.
Als nächsten Programm-Punkt machen wir eine kleine Meditation, die sie als „Schutzstrahl“ für sich verwenden können.
Anschließend erkläre ich anhand eines Bildes die Chakren. Damit sich die Kinder eine Vorstellung davon machen können, üben wir dann das Erfühlen der Chakren am Partner. Sie sind immer ganz begeistert, wenn sie die Energiewirbel tatsächlich in der Aura spüren können.
Jetzt folgt die 3. Einstimmung.
Danach zeige ich den Kindern Positionen für die Eigenbehandlung und auch für die Partnerbehandlung. Ich bin immer wieder von neuem sehr positiv überrascht, wie begeistert sie alle Körper-Positionen ausprobieren möchten. Bislang kam dabei noch keine Langeweile auf.
Nebenbei fotografiere ich immer fleißig.
Nun kommt die 4. und letzte Reiki-Einstimmung.
Die Kinder haben zwischendurch natürlich immer wieder die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen zu berichten und Fragen zu stellen.
Die letzten beiden Fotos: Ein Gruppenbild und die Urkundenübergabe.
Auf die von mir selbstgestaltete Urkunde sind die Kinder meist besonders stolz. Sie bekommt einen besonderen Ehrenplatz im jeweiligen Kinderzimmer.
Ganz zum Schluss folgt dann die Verabschiedung, wobei ich immer darauf hinweise, dass ich gerne für spätere Fragen zur Verfügung stehe. Ich empfehle den Kindern, sich soviel Reiki wie möglich zu geben. Schön ist es, wenn auch die Mamas und Papas oft Reiki von ihnen bekommen. Der gegenseitige Reiki-Austausch zwischen Eltern und Kindern ist für die Reiki-Familien ein ganz besonderes Geschenk.
Außerdem mache ich die Kleinen schon etwas neugierig auf ihr Lesematerial, das sie erst erhalten können, wenn ich die Fotos in die Mappe eingearbeitet habe.

So oder ähnlich läuft ein Reiki-Kinder-Kurs bei mir ab. Je nach Alter und Interesse der Kinder variiere ich natürlich im Ablauf. Je nach Zeit, Lust und Laune der Kinder kann dabei auch etwas gebastelt oder gemalt werden. Da sind der Kreativität des Reiki-Lehrers keine Grenzen gesetzt. Die Hauptsache, es kommt keine Langeweile auf und die Kinder haben eine schöne bleibende Erinnerung an ihren Reiki-Kinder-Kurs.

 

Website der Autorin: www.reiki-fit.de
Für Informationen über die Verfasserin siehe Autorenliste.   

Zur Rezension „Das Reiki-Buch für Kinder„.

 

Dieser Artikel wurde verfasst von Michaela Weidner

Seit 1995 bin ich in Reiki eingeweiht. Reiki hat mein Leben mit fast nur positiven Erfahrungen bereichert, wofür ich sehr dankbar bin. Hauptberuflich arbeite ich seit 1989 im Hohenzollern-Schloss Sigmaringen. Nebenberuflich bin ich seit 1998 Reiki-Lehrerin und seit 2005 Heilpraktikerin. In meiner Energetischen Heilpraxis Reiki-Fit biete ich u.a. folgende Methoden an: Reiki-Behandlungen, Energetische Aufrichtungen, Rückführungstherapie, Traditionelle Besprechungen und Breuß-Massagen. Veröffentlichungen: Seit März 2001 schreibe ich für das „Reiki Magazin“ die Kinderseite. 2003 erschien im Arche Noah Verlag „Das Reiki-Buch für Kinder“, erhältlich in der 2. Auflage 2008. Zu Frank Doerr’s Buch „Die Reiki-Lebensregeln“, das 2005 heraus kam, durfte ich einen Artikel beisteuern. 2010 veröffentlichte der Verlag edition-empirica mein Buch „Reiki-Kindergeschichten“. Seit Juni 2012 ist meine dritte Buchveröffentlichung „Die magischen Hände – Ein spiritueller Roman“ auf dem Buchmarkt erhältlich. Die 2. Auflage gibt es seit 2014.

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