Mikao Usui – 4 – Usui Do – Usui Teate

Die Geschichte des Reiki

erstmals veröffentlicht auf http://www.reiki-kurse-hamburg.de/

UsuiEs scheint so zu sein, dass Usui anfangs keinen Namen für seine Methode hatte. Von seinen SchülerInnen wurde es einfach "Usui Do", d.h. der "Weg des Usui" genannt. Möglicherweise später wurde Usuis Weg als "Methode, um persönliche Perfektion zu erreichen" genannt. Noch andere meinen, Usui bezeichnete seine Methode als "Usui Teate", "Usuis Methode des Handauflegens". Der Begriff "Reiki" kam offenbar sehr viel später auf und stammt wahrscheinlich gar nicht von Usui selbst, sondern von Hayashi oder einem anderen Mitglieder der "Gakkai" (s.u.).

Im April 1922 eröffnete Usui sein erstes Trainingszentrum in Harajuku, Aoyama, Tokyo. Das Motto dieses Zentrums war: "Einheit des Selbst durch Harmonie und Balance". Er hielt Vorlesungen und praktizierte dort Reiki. Von einigen Autoren wird dieses Zentrum als Usuis erste Reiki-Klinik bezeichnet (z.B. Rand, 2002).

Er nutzte ein kleines Handbuch, das er wahrscheinlich 1920 geschrieben hatte. Es enthielt die Reiki-Grundsätze (bei uns bekannt unter dem Namen "Reiki-Lebensregeln"), Meditationen und 125 Waka-Gedichte des Kaisers Meiji, jedoch keine Handpositionen. Das Handbuch, das Usui zugeschrieben und von Petter 2001 unter dem Titel "Original Reiki-Handbuch des Dr. Mikao" veröffentlicht wurde und zahlreiche Handpositionen beschreibt, ist möglicherweise das Handbuch von Hayashi (s.u.).

Meji-KaiserWaka ("Harmonischer Gesang") ist eine besondere Form der japanischen Poesie. Die Gedichte sind sehr kurz und bestehen aus 31 Silben. Kaiser Meiji, wie viele seiner Vorgänger, war ein begeisterter Gedichteschreiber, der es auf 100.000 Gedichte während seiner Lebenszeit brachte.

Er wurde am 3. November 1852 in Kyoto geboren. Er bestieg den Thron im Alter von 16 Jahren. Danach begann er eine umfassende Reformation des Gesellschaftssystems, die nach ihm benannte Meiji-Restauration. Von einer alten, aristokratischen Gesellschaft, in der die Kontrolle in den Händen der Feudalherren und ihrer Samurais lag, wurde Japan zu einer modernen Industrie-Gesellschaft umgewandelt.

Usui empfahl seinen Schülern, die Waka-Gedichte laut vorzutragen, als eine Art ersten Schritt auf dem Pfad der spirituellen Arbeit. Es ist offensichtlich, dass Usui ein großer Verehrer der Gedichte des Kaisers war. Auch die Lebensregeln werden dem Kaiser zugeschrieben. Hier eine kleine Auswahl von zwei Wakas aus der Feder des Meiji-Kaisers (aus: Usui/Petter, 2001):

Der Himmel
Hellblau und ohne Wolken
ist der weite Himmel heute.
Ach – wie gerne möchte ich
so einen Geist haben.

Das Wasser
Das Wasser passt sich an jede Form von Flasche oder Fass an.
Es scheint gehorsam zu sein, biegsam und nicht selbstbehauptend.
Aber Wasser kann selbst die härteste Klippe zerbrechen.
Darum – sei wie das Wasser: flexibel und gefügig, aber stark wenn es gilt.

 

Für Informationen über die Verfasserin siehe Autorenliste.  

Dieser Artikel wurde verfasst von Stefanie Rappat

Diplom-Psychologin – Psychologische Psychotherapeutin
Reiki-Lehrerin

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