2.2 Gegenstandsbereich Lebensenergiekonzeptionen

Reiki Wissenschaft Von universellen, feinstofflichen, häufig auch göttlichen Lebensenergien wird seit Menschengedenken berichtet: die Chinesen nannten sie Chi bzw. Qi, die Japaner Ki, die Inder Prana oder Kundalini, bei Pythagoras hieß sie Pneuma und bei den Europäern des Mittelalters Vis Vitalis, Élan vital oder mit Paracelsus Archäus. Schon eher einer „modernen", wissenschaftlichen Herangehensweise zuzurechnen sind Mesmers Animalischer Magnetismus, Baron Reichenbachs Od, Wilhelm Reichs Orgon, Grischenkos, Injuschins und Sedlaks Bioplasma oder Eggetsbergers Pc-Energie.

Bei aller Unterschiedlichkeit im Detail ist sämtlichen genannten Ansätzen gemeinsam, dass sie eine das ganze Universum durchdringende und erfüllende Energieform postulieren. Die Eigenschaften der Lebensenergien ähneln damit denen des Äthers im physikalischen Sinne (vgl. S. 55 f.) bzw. auch der Äther könnte zu den Lebensenergien gerechnet werden. Die meisten Ansätze sprechen „ihrer" Energieform darüber hinaus eine Affinität zu Wasser, zu organischen Materialien und zu Lebewesen zu. Manche Ansätze vertreten die Ansicht, dass es eben diese Lebensenergie sei, die Leben überhaupt erst ermögliche oder hervorbringe.

Fast alle Ansätze verwenden die Lebensenergie zu Heilungszwecken, zur Pflege der körperlichen, geistigen und psychischen Gesundheit sowie zur Steigerung von Lebendigkeit und Vitalität (je vitaler ein Lebewesen, um so mehr Lebensenergie kann es in der Regel aufweisen und vor allem auch verkraften; und umgekehrt: je mehr Energie, um so höher die Vitalität). Darüber hinaus enthält fast jeder der Ansätze eine mehr oder weniger weit entwickelte Konzeption des Persönlichkeitswachstums bzw. der spirituellen Transformation. Als die elaboriertesten Ansätze können hier die spirituellen Systeme der Chinesen und Inder gelten. Im indischen Raum wird die Erleuchtung als Endziel des Transformationsprozesses klar benannt.

Eine direkte Erfassung im physikalischen Sinne ist bislang bei keiner der hier angeführten Arten von Lebensenergien gelungen, es ließen sich nach Kenntnis des Verfassers bestenfalls Korrelate nachweisen. Einer der hoffnungsvolleren Anwärter als eigenes, lebensenergetisches Elementarteilchen wäre z. B. das in den 60er Jahren erstmals von Gerald Feinberg postulierte Tachyon, doch konnte auch dieses bis heute nicht direkt nachgewiesen werden.

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