Reiki-Domains werden verkauft

Als es kürzlich Probleme mit meinem Server als auch mit manchen Usern in Chat und Forum gab, war ich frustriert. Teilweise wollte ich alle interaktiven Inhalte einfach einstellen: kein Chat mehr, kein Forum, kein Gästebuch. Doch sollte ich wirklich das Werk so vieler Jahre einfach löschen?


Stattdessen stellte ich mir Fragen: Was tue ich hier überhaupt? Für wen tue ich es? Was kostet mich der Spaß? Kommt irgendetwas zurück?


Die Einstellung vieler Menschen, die mittlerweile in Forum und Chat aktiv sind, scheint der “Geiz ist Geil”-Mentalität anzugehören. Aber war dafür Reikiland.de gedacht? Sicher, es sollte angehende und bereits ausgebildete Reikianer infomieren und vernetzen. Information betraf u.a. all die Fragen, die erst nach dem Kurs entstanden sind – schließlich gab es bereits damals Lücken in den Seminarinhalten. Aber die mittlerweile gängige Praxis der Ferneinweihung ohne Präsenz eines Lehrers mit all den vielen Vorzügen, die dies bringt – dies hatte ich vor sechs Jahren konzeptionell nicht berücksichtigen können. Es ist auch keine Praxis, die ich als besonders förderlich für das Usui-System betrachte. Es ist stattdessen wie mit Gentechnologie: nicht alles, was machbar ist, sollte auch gemacht werden.


Die Frage der Vernetzung hat sich auch erledigt. Es gibt zwar immer wieder Menschen, die einen Teil ihres Wissens und ihrer Zeit in die Gestaltung eines Community-Angebotes wie Reikiland.de einfließen lassen. Aber diese Menschen werden seltener, während die Zahl der Störer zunimmt. Meine Visionen einer Vernetzung im Großen scheitert schlichtweg daran, dass viele ihr eigenes Süppchen kochen möchten. So stehen im Netz viele kleine Herdfeuer und nur wenige große erhellen die Nacht wirklich.


Die Einnahmen sinken. Partnerprogramme mit Bannereinblendungen brachten so gut wie nichts. Amazon zahlt immer weniger. Gerade die Einzeltitellinks, die früher lukrativ waren, gibt es nicht mehr. Google AdWords schien ein aussichtsreicher Kandidat. Aber mittlerweile schuldet mir Google mehrere hundert Dollar. Angeblich wurden die Schecks schon mehrfach losgeschickt, kommen aber nie bei mir an. Kaum zu glauben, dass ein so modernes Unternehmen nicht in der Lage ist, Überweisungen zu tätigen. Man könnte sich fragen, ob alles mit rechten Dingen zugeht.


Das Feuer der ersten Jahre brennt sicher nicht mehr so hell. Ausserdem mangelt es mir an Zeit. Also muss ich mein Engagement in Sachen Reiki im Internet auch kaufmännisch betrachten. Wenn die Einnahmen sinken, müssen auch die Ausgaben reduziert werden. Das bedeutet: ich werde fast alle Reiki-Domains verkaufen, die sich bei mir im Laufe der letzten Jahre angesammelt haben. Auch wenn mich manche treu begleitet haben oder künftig missbraucht werden könnten: weg damit. Ausser reikiland.de und reiki-taunus.de ist kaum eine in Benutzung. Sobald ich die Liste habe, werde ich sie im nächsten Newsletter und im Forum veröffentlichen. Man kann sie für seine eigenen Reikisites erwerben oder mich mit dem Kauf sponsoren, sie weiterhin auf Reikiland.de verlinken und die Domains beispielsweise nur für die eigenen, hochwertigen Mailadressen verwenden. Möglichkeiten gibt es viele.

Dieser Artikel wurde verfasst von Frank Doerr

Intensive Reiki-Praxis seit 1993 und beständige Fortbildung. Seit 1998 Reiki-Meister der 6. Generation in der Linie Usui – Hayashi – Takata – Furumoto – Kindler. Gründer der Reiki Convention (seit 2010) sowie Gründungsmitglied von ProReiki, dem Reiki Berufsverband. Publikationen: Die Reiki-Lebensregeln (Windpferd 2005), Das Reiki-Meister-Buch (Windpferd 2007). CD mit Merlin's Magic: Reiki-Elixier inkl. Booklet (Windpferd 2007).

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