Alternative Heilmethoden nach gleichen Standards überprüfbar wie schulmedizinische?

Oft versucht, doch nie bis ins Letzte aussagekräftig: die Erprobung alternativer Heilmethoden nach standardisierten, wissenschaftlichen Kriterien, wie es bei schulmedizinischen Methoden anscheinend möglich ist, um deren Wirksamkeit messen und beweisen zu können.



Verfechter der alternativen Methoden berufen sich stets darauf, dass jede Methode höchst individuell angewendet werden müsse, daher könnten sie „keinem standardisierten Vorgehen entsprechen", so Peter Matthiessen, zuständig für Medizintheorie und Komplementärmedizin an der Universität Witten/Herdecke.
Er betrachtet evidenzbasierte Doppelblindstudien kritisch, obwohl sie nach Meinung Heiner Raspes von der Universtität Lübeck durchaus auf die alternativen Heilmethoden angewandt werden können. "Mir ist eine Medizin ein Anliegen, die ihren Ausgangspunkt von der zwischenmenschlichen Begegnung nimmt und sich auch an der Offenheit und Ehrlichkeit der zwischenmenschlichen Begegnung bemisst", sagt Matthiessen. Dies sei bei einer zufälligen Verteilung der Patienten auf Behandlungsgruppen nicht der Fall.
Interessant ist, dass sich selten ein sogenannter „Placebo-Effekt“ ausschließen läßt: selbst bei schulmedizinischen Therapien sei „dubios“, wie deren Wirkung zustande käme, so Raspe. Doch es komme es nicht darauf an, Wirkmechanismen zu begründen, sondern den Nutzen für den Patienten.

Dieser Artikel wurde verfasst von Franziska Rudnick

Franziska Rudnick praktiziert seit 1996 Reiki und wurde 2010 in England zur Reiki-Meisterin eingeweiht. Franziska ist Redakteurin des Reiki-Magazins. Ihr Buch „Heilende Begegnung“, das 12 unterschiedliche Geistheiler portraitiert, ist 2012 im Windpferd-Verlag erschienen.

Immer auf dem Laufenden bleiben zu Reiki? Dann abonniere einfach unseren Newsletter:

Schreibe eine öffentliche Antwort