Kritische Blicke auf amerikanische Frauenorden

katholische tagespost screenshotNicht nur lässige Nonnen, die es mit
der kirchlichen Lehre nicht so genau nehmen, sollen einer strengen
Überprüfung unterzogen werden, sondern auch die Ausübung von Reiki in
Exerzitienhäusern. Letzteres ist dabei schon im März dieses Jahres von
der Glaubenskongregation amerikanischer Bischöfe als "unchristlich"
gebrandmarkt worden.

Es soll aufgeräumt werden in nordamerikanischen
Ordensgemeinschaften tätiger Nonnen, die sich seit vierzig Jahren von
der kirchlichen Lehre verabschiedet haben, so ein Bericht der
katholischen Zeitung „Die Tagespost“ im Juli 2009.

Kardinal Franc Rode, Präfekt der vatikanischen Ordenskongregation
schickt eine apostolische Visitatorin, welche die Treue der
katholischen Fauenorden zur Lehre des Vatikan überprüfen soll,
Schwester Mary Clare Millea, ASCJ, Generaloberin der „Apostel vom
heiligsten Herzen Jesu“.

Es scheint not zu tun, denn nicht nur unter Katholiken, selbst in
der säkularen Öffentlichkeit stehen außerhalb der klösterlichen
Gemeinschaft lebende Nonnen im Visier kritischer Beobachter. Dabei
scheint es besonders kritisch zu sein, dass es auch Ordensfrauen gibt,
die „mit Begeisterung Reiki praktizieren“. Bereits im März dieses
Jahres wandte sich die Glaubenskommission der amerikanischen
Bischofskonferenz ausdrücklich  gegen Reiki als einer unchristlichen
Methode, die zudem "unwissenschaftlich" sei.

Eine Begründung für die bis zum Jahr 2011 angelegte Visitation der
Frauenorden lautet: “Seit Jahrzehnten stellen Beobachter innere
Auflösungserscheinungen in vielen Schwesterngemeinschaften in den
Vereinigten Staaten fest … Viele Katholiken nehmen Anstoß an
Ordensfrauen, die zentrale Glaubensaussagen leugnen, sich aggressiv für
feministische Theologie als zeitgemäße Spielart der Befreiungstheologie
einsetzen, politisch radikal auftreten, mit New Age, Öko-Spiritualität
und Hexenkulten experimentieren, (…) den Habit, den täglichen Besuch
der heiligen Messe und traditionelle Aufgabenbereiche ihrer
Gemeinschaft wie Schule und Krankenhaus als unzeitgemäß ablehnen und
außerhalb ihrer Gemeinschaft leben."

Interessanterweise verzeichnen gerade die Frauenorden, deren
Mitglieder streng nach den Regeln in der klösterlichen Gemeinschaft
leben und in Ordenstracht gehen, steigende Nachwuchszahlen.

Dieser Artikel wurde verfasst von Franziska Rudnick

Franziska Rudnick praktiziert seit 1996 Reiki und wurde 2010 in England zur Reiki-Meisterin eingeweiht. Franziska ist Redakteurin des Reiki-Magazins. Ihr Buch „Heilende Begegnung“, das 12 unterschiedliche Geistheiler portraitiert, ist 2012 im Windpferd-Verlag erschienen.

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Eine Antwort zu “Kritische Blicke auf amerikanische Frauenorden”
  1. Ingrid Moritzen sagt:

    Ich finde es sehr positiv, dass sich amerikanische Nonnen so öffnen, schade, dass man sie daran hindern will. Ich finde, die Kirche tut sich damit keinen Gefallen. Wirklich spirituelle, gläubige Menschen spüren eben, welche positive, wunderbare Kraft Reiki ist.

    Liebe Grüße von Ingrid Moritzen

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