Neue Prüfungsordnung des DGH

DGH Verhaltenskodex
Seit der Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes 2004 muß jemand, der gewerblich Reiki anbieten möchte, nicht mehr Arzt oder Heilpraktiker sein. Doch wie kann ein Hilfesuchender feststellen, ob ein Therapeut auch wirklich seriös ist und weiß, was er oder sie da anbietet?

Zuweilen könnte ein Blick auf ein Zertifikat  nützlich sein – neben
anderem, wie der eigenen Einschätzung, ob die  Reiki anbietende Person
vertrauenswürdig scheint oder ist. Für Anbieter gibt die Möglichkeit, einen seriösen Hintergrund zu vermitteln,
indem man sich als Reiki-Praktizierender vom DGH (Dachverband Geistiges
Heilen) eintragen lässt. 

  

Der DGH hat seit seiner Gründung neben einem Verhaltenskodex auch Qualitätskriterien für
seine registrierten Mitglieder aufgestellt und diese nun überarbeitet.
Seit dem 01. Januar 2009  sind bestimmte Auflagen zu erfüllen, um als
„Anerkannte/r Heiler/in DGH“ zertifiziert zu werden. Nach einjähriger
Mitgliedschaft kann das Zertifikat „Anerkannte/r Heiler/in DGH“
beantragt werden. Neben anderem, wie z.B. dem Einreichen eines
polizeilichen Führungszeugnisses und der Darstellung, mit welcher
Heilweise man arbeitet,  ist Folgendes zu leisten, so der DGH:

„Nachweis einer Ausbildung und Prüfung bei einem vom DGH anerkannten
Ausbilder oder ausbildendem Mitgliedsverein, welche die Inhalte des
‚Kompendium – Basiswissen für Heilerinnen‘ beinhaltet oder Nachweis der
Teilnahme an einem Seminar  ‚Basiswissen für HeilerInnen‘.“

Schwarzen Schafen auf dem weiten Feld des sogenannten Geistigen
Heilens soll damit ein Riegel vorgeschoben werden. Es dient dem Wohle
der hilfesuchenden Klienten und nicht zuletzt könnte es einer
öffentlichen Anerkennung auch geistiger Heilmethoden zugute kommen.

Info: Der Verhaltenskodex,
dessen Einhaltung für registrierte DGH-Mitglieder selbstverständlich
sein dürfte, ist auf der Homepage des DGH nachzulesen.

Dieser Artikel wurde verfasst von Franziska Rudnick

Franziska Rudnick praktiziert seit 1996 Reiki und wurde 2010 in England zur Reiki-Meisterin eingeweiht. Franziska ist Redakteurin des Reiki-Magazins. Ihr Buch "Heilende Begegnung", das 12 unterschiedliche Geistheiler portraitiert, ist 2012 im Windpferd-Verlag erschienen.

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5 Antworten zu “Neue Prüfungsordnung des DGH”
  1. Horst sagt:

    Der DGH lebt vom Geld seiner Mitglieder, die Ausbildungstätten von ihren Schülern. Wer in dieser Pyramide sollte in Interesse haben, das der Geldfluss versiegt?

    Dem DGH wird nicht zu unrecht nachgesagt, eine Geldmachmaschine zu sein…

    Kaum ein Schüler wird eine Schule mit strengen Qualitätsrichtlinien besuchen, oder eine Ausbildung absolvieren, die einem Universitätsstudium gleicht.

    Der Zertifikatehandel blüht 😉 Doch zum Glück gibts ja eBay – da kann man schon welche für €5,- kaufen… Dipl. Reiki-Mega-Großmeister 😉

  2. Sandocan sagt:

    Das es Verbände gibt, die gewisse Normen und Zertifizierungen für Reiki einführen wollen ist nicht neu. Doch es ist weder notwendig, noch hat es einen Sinn, ausser "Geld Kassieren" natürlich. Reiki ist nichts weiter als Universelle Lebensenergie und bedarf keinerlei Zertifizierung oder Richtlinie.

    Wer Andere als "Schwarze Schafe " diffamiert, sollte sich erst einmal mit dem Geist von Reiki befassen. Ein Reiki-Meiser ist kein Abschluss, sondern ein Beginn, der Anfang zu einem neuen Leben. Meister ist man, nach alter japanischer Tradition erst, wenn man sein *Leben gemeistert hat* und dann freiwillig von seinen Schülern oder andern Menschen so genannt wird. Keine Organisation der Welt wird das jemals klassifizieren können.

    Der schwachsinnige Billig-Zertifikate-Handel wird wegen völliger Wirkungslosigkeit ohnehin von allein aufhören. Ein wahrer Reiki-Meister wird an seinen Erfolgen gemessen, nicht an einer Urkunde.

    Habe die Ehre
    Sandocan
    Deutscher Reiki Club International

  3. Martin Heinz sagt:

    Der DGH hat sich die sehr wichtige Aufgabe gestellt, den Status des Heilers in Deutschland zu dem Status einer anerkannten Berufsgruppe zu wandeln, so wie dies beispielsweise in England schon lange üblich ist, wo Heiler und Ärzte in Praxen und auch in Kliniken eng zusammenarbeiten.

    Erst durch einen Musterprozess, der mit Hilfe des DGH erfolgreich geführt wurde konnte eine Entscheidung vom Bundesverfassungsgericht erwirkt werden, welche Heilern das Praktizieren ohne medizinische Ausbildung ermöglicht, indem der Fokus auf die Stärkung der Selbstheilungskräfte und die Seelsorge gerichtet wurde. Dies nimmt dem Tätigkeitsfeld des Heilers – sofern verantwortungsvoll und im Sinne des Grundsatzurteils gearbeitet wird – auch das Risiko, dass Patienten eine ärztliche Behandlung im Sinne der Medizinkunde versäumen, weil sie glauben, der Heiler würde die Arbeit des Arztes ersetzen, denn die neugeschaffene Definition des \\\\\\\"Geistigen Heilens\\\\\\\" unterscheidet ganz klar zwischen der Diagnose und Behandlung einer Krankheit durch medizinisch ausgebildete Personen und der Seelsorge und Stärkung der Selbstheilungskräfte durch den Heiler.

    Zu einem anerkannten Berufsbild gehört sowohl eine Berufsethik als auch eine fundierte Ausbildung. Darin einen neuen Standard zu schaffen hat sich der DGH durch seine Ethik-Kommission und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung als Ziel gesetzt. Dies sind zwei Meilensteine, die ich als extrem wichtig und notwendig ansehe.
    Alle Heiler, die Mitglied des DGH sind, müssen sich satzungsgemäß den Ethik-Richtlinien des DGH unterwerfen. Patienten, die zu einem Heiler gehen, welcher Mitglied im DGH ist können also davon ausgehen, dass sie weder betrogen noch finanziell ausgenommen noch in irgendwelche Abhängigkeiten gebracht oder sonstwie geschädigt werden. Sie haben die Möglichkeit, sich im Fall von Problemen an die Ethik-Kommission zu wenden, welche den Fall untersucht und ggf. weitere Maßnahmen, wie z.B. den Ausschluss des betroffenen Heilers etc. ergreift. Damit können Hilfesuchende sicher sein, dass sie bei einem Heiler des DGH in guten Händen sind.
    Das Zertifikat als \\\\\\\"Anerkannter Heiler\\\\\\\" stellt hierbei eine überprüfte Mindest-Qualifizierung dar, die der Heiler vorweisen kann, wenn er die entsprechende Ausbildung und Prüfung durchlaufen hat. Sinnvoll ist dies meiner Meinung nach spätestens dann, wenn die Tätigkeit des Heilers nicht nur einem Nebenerwerb dienen soll. Notwendig ist es hingegen nicht, und hier werden letztendlich die Patienten entscheiden, bei wem sie sich am besten aufgehoben fühlen.

    Natürlich gibt es auch andere Verbände, die eine ethische Grundlage haben, jedoch kenne ich keine, die eine eigene Kommission zur Überwachung dieser ethischen Richtlinien unterhält.

    Ich selbst bin übrigens seit 2002 Mitglied im DGH und seit 2009 \\\\\\\"Anerkannter Heiler\\\\\\\". Mit den (sehr moderaten) Mitgliedsbeiträgen unterstütze ich gerne die Arbeit des DGH, die ich übergreifend für äußerst wertvoll und auch notwendig halte. Davon abgesehen schätze ich den intensiven interdisziplinären Kontakt und Austausch mit den vielen Heilerkolleginnen und -kollegen sehr und möchte ihn nicht mehr missen.

    Martin Heinz
    http://www.geistige-heilung.info

  4. Martin Heinz sagt:

    Hallo Horst,

    würdest Du Dich von einem Chirurgen operieren lassen, der sein Universitätsdiplom für 5€ bei ebay ersteigert hat? Vermutlich nicht.
    Mit Reiki ist es ähnlich: Eine Ferneinweihung ersetzt niemals eine fundierte Ausbildung, ganz abgesehen von den Risiken für den Schüler, der mit seinen Prozessen alleingelassen wird und ohne Unterstützung fertig werden muss. Für mich eine unverantwortliche Praxis.

    Martin Heinz

  5. Peer sagt:

    Oh ja, diese 5€-Spezialisten schaden dem Ansehen des Geist-Heilens sehr. Meist findet da lediglich ein Urkunden-Verkauf mit minderwertigem, mehrfach kopierten, so genannten Scripten statt. Anschließend wird dann eifrig in Foren über angebliche Erfahrungen diskutiert. Doch davon wird wohl kaum jemand gesund werden. Über Beiträge und Gebühren kann man sicher auch diskutieren. Doch das führt zu nichts. Jeder muss sich selbst entscheiden, ober Regenwasser oder Mineralwasser trinkt.
    Auch in unserer kleinen, privaten Akademie gibt es klare Richtlinien für die Reiki-Ausbildung und eine Gebührenordnung, die ebenfalls Zertifizierungen beeinhaltet. Auch stellen wir klar und deutlich dar, welches Reiki-System wir anwenden. Klarheit und Transparenz ist einfach wichtig und auch hilfreich für die Orientierung der Interessenten. Da fängt es doch bereits an, das Chaos, klar, das sich die Krankenkassen mit dem ganzen Wirrwarr schwer tun. Ober ein Verein, Verband oder private Vereinigung zum gemeinsamen Ziel führt, ist unwichtig. Die Zukunft wird es zeigen. Auch wenn wir parallel arbeiten, es kann doch unserem gemeinsamen Ziel nur helfen.

    Weiterhin Viel Erfolg in Eurem Handeln
    Peer
    Usui Reiki Ryoho Akademie

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