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 Betreff des Beitrags: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Fr, 19.11.2004 20:19 
Hallo liebe Leute,

vielen ist der Begriff "Dunkle Nacht der Seele" sicher bekannt, auf dem spirituellen Weg kann es zu Zuständen kommen, die von einer überwältigenden Dimension sind, von ekstatischen Zuständen bis hin zur Konfrontation mit dem Schatten der Schöpfung. Es gab Zeiten, da sah ich in allem den Tod, die Menschen um mich herum starben hinweg, ich war in einem Yogaashram und sah wie alle Menschen um mich herum ihre Köpfe verloren, da war plötzlich niemand mehr im Raum. Später dann waren da wieder ekstatische Zustände, ich hatte über Monate kein sexuelles Interesse, über die ganze Zeit hinweg strömte eine Energie in der Nierengegend und die Wirbesäule hoch, wobei immer wieder eindrucksvolle Bilder auf mich eindrangen ohne etwas dagegen tun zu können, ich sah Bäume, Blumen, Tiere und Szenen von Menschen.

Die Bäume im Garten "sprachen" mit mir, wobei ich nicht wusste ob ich zu mir selbst sprach oder ob es etwas ist das von außen kommt, ich wusste gar nicht wo innen und außen war, wer ich war. Die köperlichen Erscheinungen waren sehr vielfältig, es schien mir so, als hätte ich sämtliche Krankheiten in kürzester Zeit durchlebt, ich lag Zeitweise mit Krämpfen und Schmerzen im Bett. Während dieser Zeit schwankte ich zwischen Todesangst und ekstatischen Zuständen. Ich rannte irgendwie orientierunglos durch die Gegend, es gab keine Richtung außer der Natur die ich wärend dieser Zeit bevorzugte. Jegliche Meditationstechnik oder spirirituelle Literatur erweckte einen Widerwillen in mir zu dieser Zeit, ich konnte nichts von dem aufnehmen oder irgendwie nutzen.

Das Ganze ist jetzt etwa 3 Monate her und es wird sicher noch einige Zeit dauern bis das vollkommen verdaut ist.

Wer ähnliche Erfarungen gemacht hat und sich mit mir austauschen möchte, kann gerne Kontakt mit mir aufnehmen, ich würde mich sehr freuen.

Ich habe hier noch einen Text mit Links, die für den einen oder anderen vielleicht hilfreich sein könnten.


lieben Gruß, Roland


Erscheinungsbild einer spirituellen Krise

Ebenso, wie in den Turm auf der Tarotkarte der Blitz einschlägt, Flammen erzeugt, Risse reißt und das Gebäude in seinen Grundfesten erschüttert, so können Bewusstseinserfahrungen, die das Gewöhnliche und Gewohnte übersteigen, die Stabilität unserer Psyche auf eine enorme Probe stellen und für gewisse Zeiten stark beeinträchtigen. Für diesen Vorgang hat sich der Begriff "Spirituelle Krise" (engl. "spiritual crisis") bzw. "Spiritueller Notfall" (engl. "spiritual emergency") eingebürgert.
Meist kann man im Vorfeld, bzw. zu Beginn der Krise, einen oder mehrere Auslöser finden: extreme physische Erfahrungen (z.B. Geburt, Nah-todeserfahrung, Unfall, Krankheit, sexuelle Erfahrungen) und/oder extreme psychische Erfahrungen (z.B. intensive Lebenserfahrungen - positiv oder negativ - Drogenerfahrungen, Erfahrungen im Zusammenhang mit therapeutischen oder spirituellen Praktiken).
Die Symptome, die mit einer solchen Krise einhergehen, können in Form von physischen Störungen, (z.B. Rücken-, Kopf-, Gliederschmerzen, Muskelzittern, vegetative Symptome, Fieber) und/oder in Form von psychischen Störungen (z.B. ekstatische Zustände, Halluzinationen, Illusionen, Ängste, Depressionen) auftreten. Sie verschwinden in der Regel erst dann wieder, wenn die außergewöhnlichen Erfahrungen körperlich und seelisch verarbeitet und in den eigenen Lebenszusammenhang integriert worden sind. Eine solche Verarbeitung und Integration kann, je nach dem Ausmaß der "Erschütterung", Tage, Monate oder viele Jahre in Anspruch nehmen.
Meist werden von den betroffenen Personen tiefe Einsichten und ein Zuwachs an Verstehen erlebt, deren Wahrheitsgehalt so eindrücklich ist, dass ein neuer Sinnzusammenhang entsteht.
Häufige Themen im Rahmen solcher Krisen sind (nach Lukoff): 1. Der Tod, Todeserfahrungen
2. Wiedergeburt 3. Eine (innere) Reise 4. Begegnungen mit Geistwesen 5. Kosmische Konflikte 6.Magische Kräfte 7. Erneuerung der Gesellschaft 8. Vereinigung mit dem Göttlichen.
Solchen Krisen wird ein starkes Heilungs- und Veränderungspotential nachgesagt (z.B. Grof & Grof), eine gelungene Verarbeitung führt zu einem gestärkten Selbst- und Identitätsbewusstsein und einem größeren Engagement im Bereich gesellschaftlicher Verantwortung.
Die "dunkle Nacht"
Den Begriff "dunkle Nacht" hat der bekannte spanische christliche Mystiker Johannes v. Kreuz geprägt. In seiner Beschreibung führt der Weg der mystischen Transformation zunächst durch die dunkle Nacht der Sinne und dann durch die dunkle Nacht des Geistes, bevor sich die gequälte und von Gott verlassen fühlende Seele mit dem Göttlichen vereinigen kann (unio mystica). Äußerlich musste J. v. Kreuz (im 16. Jahrhundert) Gefangenschaft und schlimme Folterungen erdulden, da seine Reformbemühungen um das damalige Ordensleben (zusammen mit Teresa v. Avila) von der katholischen Kirche verfolgt wurden.
Jack Kornfield, ein zeitgenössischer buddhistischer Lehrer der Vipassana Einsichts-Meditation und Psychologe drückt das so aus: "Alle (spirituellen, Anm. d. Verf.) Entwicklungsprozesse ... haben immer mit einem Loslassen unserer alten Identität und der Wiedergeburt in Form eines neuen Selbstgefühls zu tun." Er bezeichnet diesen Prozess als allumfassend: "er bezieht unser ganzes Sein mit ein. Nachdem wir unsere spirituelle Identität verlassen haben, führt uns die Meditation durch die völlige Auflösung unseres Selbstgefühls, durch eine so >tiefe Nacht< wie der Tod selbst" (S.186) Und später: "Dieser Prozess von Tod und Wiedergeburt kann sich in jedem denkbaren Zeitraum vollziehen" (S. 191).
C. Myss, eine amerikanische Journalistin und Lehrerin intuitiver Fähigkeiten schreibt. "Während dieser Verlassenheit zerbricht dein eigener Geist, und du erkennst, dass du dieser Hölle nur entrinnst, wenn du dich wieder Gott zuwendest und die Bedingungen des Göttlichen akzeptierst, gleichgültig, was der Himmel danach auch von dir fordern mag." (S. 365)
Die Beschreibungen lassen nur ahnen, was die jeweiligen AutorInnen in ihrer "dunklen Nacht" durchlebt haben: das Gemeinsame scheint ein zutiefst existentieller und mächtiger Prozess zu sein, der die Bereitschaft zu völligem Loslassen und der absoluten Hingabe an eine innere Führung erfordert. Ein Prozess, der sich in unseren Zeiten nicht nur hinter Klostermauern vollzieht, sondern auch im weltlichen Leben Menschen ergreift, die an viel weniger geschützten Orten und in weniger religiös ausgerichteten Lebenszusammenhängen damit zurechtkommen müssen.
Transformation und Krise
Wir leben in einer Zeit herausfordernder globaler Krisen. Krisen, die wie von verschiedenen Seiten postuliert wird, nur bewältigt werden können, wenn viele reife erwachsene Persönlichkeiten an ihrer Lösung mitarbeiten. Gemeint sind Menschen, die ein Bewusstsein für Zusammenhänge entwickelt haben, die über ein individuelles Sicherheits-, Gewinn- und Glücksstreben hinausgehen und aus einem Verständnis der Einheit und des Verbundenseins aller Dinge heraus handeln können. Zu einem solchen Bewusstsein gelangen Personen nur, wenn sie auch im Erwachsenendasein noch Entwicklung und Verwandlung (Transformation) zulassen können - eine Verwandlung, die von einer individuell empfundenen Identität zu einem über das Individuum hinausgehenden ("überindividuellen" nach R. Kegan) Selbst-Gefühl führt.
Eine solche Transformation (wörtl. Umformung) wird immer krisenhaft, meist auch leidvoll und schmerzhaft erlebt. Das Loslassen des alten Identitätsgefühls geschieht nicht freiwillig, es wird in der Regel durch tiefgreifende innere und äußere Veränderungen erzwungen. Es erzeugt jede Menge Ängste und Verunsicherungen und erfordert hingebungsvolles Vertrauen (vor allem in der Übergangszeit), dass die eigene Entwicklung wieder eine neue, tragfähige Form hervorbringen wird.
Robert Kegan (Professor in Harvard und Erforscher der Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters) führt genauer aus, wie sich das Selbst-Gefühl transformiert. In seinem Entwicklungsmodell ändert sich durch jeden qualitativen Entwicklungsschritt (Transformation) die Subjekt-Objekt-Beziehung in der Selbstwahrnehmung. Das heißt, was wir subjektiv als Ich empfinden und was wir als Nicht-Ich empfinden, ändert sich im Verlauf des menschlichen Lebens mehrmals, wobei eine Verschiebung von dem Subjekt (Ich) zugeordneten Wahrnehmungen zu dem Objekt (Nicht-Ich) zugerechneten Wahrnehmungen stattfindet. "Der Endpunkt der Entwicklung läge in der vollständigen Identifikation des Selbst mit der Welt. Es wäre im Grunde das Erkennen der Einheit des Universums - also etwas, wovon wir immer wieder in den östlichen und westlichen Weisheitslehren gehört haben". (Kegan in: WIE 8, S. 86)
Maria-Anne Gallen (11/2003)

Ausgewählte Literatur:

Bragdon, E.: Spirituelle Krisen. Wendepunkte im Leben. Freiburg, 1991.
Gallen, M.-A.: Warum klinisch ausgebildetet PsychotherapeutInnen viel Demut im Umgang mit spirituellen Krisen brauchen. In: Phönix 7/2002
Grof, C.& Grof, S.: Die stürmische Suche nach dem Selbst. München, 1991.
Grof, S.& Grof, C.: Spirituelle Krisen. Chancen der Selbstfindung. München, 1990.
Kegan, R.: Entwicklungsstufen des Selbst. München, 1994, 3.Aufl
Kornfield, J.: Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens. München, 1995
Kornfield, J.: Das Tor des Erwachens. München, 2001.
v. Kreuz, J.: Die Dunkle Nacht. Freiburg, 1995, 3.Aufl.
Lukoff, D.: From Spiritual Emergency to Spiritual Problem: The Transpersonal Roots of the New DSM-IV Category. Journal of Humanistic Psychology, 38(2), 21-50, 1998
Myss, C.: Chakren - die sieben Zentren von Kraft und Heilung. München, 1997.
WIE-Was ist Erleuchtung 8: Bist du bereit, dich jetzt zu ändern? Zur Dynamik menschlicher Transformation, Frühjahr 2003



Ausgewählte Links:

www.senev.de/index.htm (SEN-Spiritual Emergence Network Deutschland)

www.senev.de/therap.htm (Therapeutenliste des SEN-Spiritual Emergence Network Deutschland)

www.heiligenfeld.de (Heiligenfeld Kliniken in Bad Kissingen)

www.internetguides.com/se/index.html (Spiritual Emergency Resource Center)


Zuletzt geändert von Kobold2 am Fr, 19.11.2004 22:30, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 19.11.2004 21:45 
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Reiki-Sonne
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ich hab das mal von der reiki-hilfe hierher verschoben :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: So, 04.12.2011 06:07 
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Reiki-Teelicht

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Keine Ahnung ob ich eine Antwort bekommen, schliesslich ist die Beschreibung aus 2004. Kann die dunkle Nacht mehr als 7 Jahre dauern? Hat jemand diesbezüglich Informationen?

Ich leide schon seit mehr als 7 Jahren an einer Art Depression, dass nach einer spirituellen Erfahrung richtig ausgebrochen ist. Ich bin durch die Holle gegangen und musste mich meinen Ängsten stellen. DIe Ängste sind fast vollständig weg. Nur noch eine Art Hintergrundrauschen ist noch wahrnehmbar. Ich kann allerdings nicht so richtig am Leben teilnehmen. Meinen Glauben an Gott hab ich komplett verloren. Ich glaube gelinde gesagt an Nichts mehr. Alles ist so bedeutungslos und unwichtig geworden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: So, 18.12.2011 17:47 
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Reiki-Kerze
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Moin,

dann will ich das mal nicht ohne Antwort stehen lassen, auch wenn ich 2004 mit Reiki noch nichts am Hut hatte. ;)

Eine spirituelle Erfahrung (mit Reiki?) hat bei dir Depressionen ausgelöst, die nun also schon 7 Jahre andauern. Du schreibst, dass die Depressionen mittlerweile zu einem Hintergrundrauschen abgeschwächt sind. Geschah das einfach so mit der Zeit oder warst du in einer Therapie?

Ich habe diesbezüglich keine Erfahrungen und bin auch nicht scharf drauf. Aber ich weiß dann doch, dass spirituelle Erlebnisse uns öffnen für Neues, Großes. Und das mag zur Unzeit sein. Es gibt Dinge, die wir nicht ohne Weiteres verarbeiten können, und derer wir uns nicht bewusst werden können, ohne in eine Krise zu geraten. War es bei dir so, dass deine spirituelle Erfahrung etwas aus dem Unbewussten hervorgeholt hat, mit dem du nicht allein klar kamst?

Die Zeit allein heilt keine Wunden. Von daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass auch nach 7 Jahren noch keine Heilung eingetreten ist. Aber da können vielleicht andere mehr sagen, die eigene Erfahrungen beitragen können.

_________________
Einen lieben Gruß,
Katrin


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Mo, 19.12.2011 11:34 
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Reiki-Glühwürmchen

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Beiträge: 9
Danke für den tollen Beitrag...ich weiss genau was du in der Richtung meinst


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Fr, 30.12.2011 02:23 
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Reiki-Teelicht

Registriert: So, 04.12.2011 05:58
Beiträge: 14
Nirtak hat geschrieben:
Moin,


Eine spirituelle Erfahrung (mit Reiki?) hat bei dir Depressionen ausgelöst, die nun also schon 7 Jahre andauern. Du schreibst, dass die Depressionen mittlerweile zu einem Hintergrundrauschen abgeschwächt sind. Geschah das einfach so mit der Zeit oder warst du in einer Therapie?



Nein, die spirituelle Erfahrung hatte nichts mit Reiki zu tun. Ich bin auf diese Seite gestossen, weil ich im Netz nach Antworten gesucht habe. Es fing alles an , als ich in einer Art Krise war. Ich fing an, alles was in meinem Geist passiert zu beobachten und zu fühlen. Es war anfangs sehr schmerzhaft. Doch mit der zeit merkte ich, dass merkwürdige Sachen passieren. Nach späteren Recherchen kann würde ich das als Chakraöffnungen bezeichnen. Zu der Zeit wusste ich aber nichts darüber. Ich konnte zwei Wochen lang so gut wie nichts Essen und sehr wenig trinken. Dann passierte zu der Zeit etwas sehr merkwürdiges. Inzwischen weiss ich, das man es Kundalinierweckung nennt. Ein Stock schien sich ganz langsam von Becken aus hoch auszudehnen. Es legte in bestimmten Bereichen eine Pause ein. Das ganze dauerte so ungefähr eine Stunde, bis sie am Kopf ankam. Ich glaube danach ist sie wieder abgestiegen. Später hatte ich das Gefühl neu geboren zu sein. Alles war so einfach und klar. Keine Probleme und sehr viel Liebe. Ich hatte das Gefühl, dass ich mein ganzes Leben nur geschlafen habe und endlich aufgewacht bin.

Leider hielt Zustand nicht lange - ein paar Tage. Und dann kam die Hölle und hält immer noch in sehr abgeschwächter Form an. Der Ganze Prozess hat mich sehr verändert. Erkenntnisse folgten auf Erkenntnisse. Bis auch alle Erkenntnisse unbedeutend wurden. Ich war nicht in einer Therapie, weil ich die Ganze Zeit das Bedürfniss gespürt habe alles zu fühlen und zu beobachten. Die Therapie war bis vor kurzem nie eine Option für mich. Keine Ahnung wieso. Doch langsam zweifle ich und denk über Antidepressiva nach, obwohl sich alles in mir dagegen sträubt. Ich will endlich am Leben teilnehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Fr, 30.12.2011 13:42 
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Reiki-Laterne
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Registriert: Mi, 14.06.2006 13:16
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kupka hat geschrieben:
Nirtak hat geschrieben:
Moin,


Eine spirituelle Erfahrung (mit Reiki?) hat bei dir Depressionen ausgelöst, die nun also schon 7 Jahre andauern. Du schreibst, dass die Depressionen mittlerweile zu einem Hintergrundrauschen abgeschwächt sind. Geschah das einfach so mit der Zeit oder warst du in einer Therapie?



Nein, die spirituelle Erfahrung hatte nichts mit Reiki zu tun. Ich bin auf diese Seite gestossen, weil ich im Netz nach Antworten gesucht habe. Es fing alles an , als ich in einer Art Krise war. Ich fing an, alles was in meinem Geist passiert zu beobachten und zu fühlen. Es war anfangs sehr schmerzhaft. Doch mit der zeit merkte ich, dass merkwürdige Sachen passieren. Nach späteren Recherchen kann würde ich das als Chakraöffnungen bezeichnen. Zu der Zeit wusste ich aber nichts darüber. Ich konnte zwei Wochen lang so gut wie nichts Essen und sehr wenig trinken. Dann passierte zu der Zeit etwas sehr merkwürdiges. Inzwischen weiss ich, das man es Kundalinierweckung nennt. Ein Stock schien sich ganz langsam von Becken aus hoch auszudehnen. Es legte in bestimmten Bereichen eine Pause ein. Das ganze dauerte so ungefähr eine Stunde, bis sie am Kopf ankam. Ich glaube danach ist sie wieder abgestiegen. Später hatte ich das Gefühl neu geboren zu sein. Alles war so einfach und klar. Keine Probleme und sehr viel Liebe. Ich hatte das Gefühl, dass ich mein ganzes Leben nur geschlafen habe und endlich aufgewacht bin.

Leider hielt Zustand nicht lange - ein paar Tage. Und dann kam die Hölle und hält immer noch in sehr abgeschwächter Form an. Der Ganze Prozess hat mich sehr verändert. Erkenntnisse folgten auf Erkenntnisse. Bis auch alle Erkenntnisse unbedeutend wurden. Ich war nicht in einer Therapie, weil ich die Ganze Zeit das Bedürfniss gespürt habe alles zu fühlen und zu beobachten. Die Therapie war bis vor kurzem nie eine Option für mich. Keine Ahnung wieso. Doch langsam zweifle ich und denk über Antidepressiva nach, obwohl sich alles in mir dagegen sträubt. Ich will endlich am Leben teilnehmen.


Hallo kupka

Manchmal gibt es im Leben situationen, in denen es hilfreich ist sich jemandem zu öffnen. Jemand der einem da helfen kann. Wer genau das ist, das fühlst Du tief in Dir. Es gibt Menschen die einem helfen wollen und können.

Antidepressiva unterdrücken das was hochkommt das weisst Du bestimmt. Es hilft wenn man das anschaut und verarbeitet. Es muss kein Therapeut sein, es kann auch z.b. ein Medium, Reiki-Lehrer, Kinesologie oder sonst wer sein. Manchmal braucht der Mensch unterstützung. Am besten hörst Du mal in Dich wem Du Dich öffnen magst. Niemand muss alles allein lösen.

Du nimmst schon am Leben teil wenn Du die Dinge (dunkelheit in dir) verarbeitest und löst. Das gehört zum Leben dazu.

_________________
Laura


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Fr, 30.12.2011 21:35 
Hallo Kupka,

welcher Weg für dich der richtige ist weiss ich nicht.... Was mir so durch den Kopf ging nachdem ich deines gelesen habe war: Manchmal ist es wichtig nicht nur selbst zu recherchieren und sich seine ganz eigenen Gedanken über das Geschehene zu machen, sondern es auch mal von Aussen beleuchten zu lassen.

Wer für dich der richtige Ratgeber ist?? Eine Therapie beinhaltet ja weder gleich Anti-Depressiva, sondern in erster Linie einem Neutralem sein Erleben zu erzählen, der dann aus seiner ganz eigenen Sicht hinterfragt und einem damit manchmal neue Wege aufzeigt.

Eine nicht enden wollende Hölle steht für mich immer als Sinnbild: Ich habe noch nicht auf die richtige Stelle geschaut bzw. habe mich noch nicht getraut etwas anzuschauen.

Ich wünsche dir den Mut, dein Erleben aus ganz vielen verschiedenen Sichten zu betrachten und das du den Mut behälst in dich zu schauen was dir wirklcih gut tut.


Lieben Gruss und Guten Rutsch ins Neue jahr.

Mickie


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Sa, 31.12.2011 03:19 
Offline
Reiki-Teelicht

Registriert: So, 04.12.2011 05:58
Beiträge: 14
Laura hat geschrieben:
Antidepressiva unterdrücken das was hochkommt das weisst Du bestimmt. Es hilft wenn man das anschaut und verarbeitet.......


Ich weiss. Aber genau darum geht es ja. Ich habe nach sieben Jahren genug davon. Ich will das das wenige was noch da ist versinkt und ich endlich konzentriert am Leben teilnehmen kann. Ich habe genug in meinem Unterbewusstsein gelebt, gefühlt und gelitten. Wieso ich trotzdem zögere und keine Antidepressiva nehme? Weil mir irgendwas sagt, dass ich das wenige, was noch da ist( aber trotzdem mein Ganzes Wesen in Anspruch nimmt), fühlen und auflösen muss. Ich habe den ersten Post auf diesem Thread durch Recherchen im Netz entdeckt und bin der Meinung, dass man meinen Zustand als dunkle Nacht der Seele benennen könnte, zumal mir das schon mal jemand zugeflüstert hat. Doch Zweifel machen sich breit und ich frage mich, ob ich mich da in etwas verrannt habe und endlich mit Antidepressia, die wenigen Programme und Emotionen, die noch da sind dahin verfrachte, wo sie bei einem "normalen" Menschen eben hingehören.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr meine Liebe


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 Betreff des Beitrags: Re: Spirituelle Krisen (Dunkle Nacht der Seele)
BeitragVerfasst: Sa, 31.12.2011 03:38 
Offline
Reiki-Teelicht

Registriert: So, 04.12.2011 05:58
Beiträge: 14
Mickie hat geschrieben:
Hallo Kupka,

Wer für dich der richtige Ratgeber ist?? Eine Therapie beinhaltet ja weder gleich Anti-Depressiva, sondern in erster Linie einem Neutralem sein Erleben zu erzählen, der dann aus seiner ganz eigenen Sicht hinterfragt und einem damit manchmal neue Wege aufzeigt.
Mickie


Hallo Micki,

Der einzigen Wege, die sich mir bieten sind Weitermachen oder Antidepressiva. Andere Wege gibt es nicht. Ein Therapeut kann mir wirklich nicht viel erzählen. Ich habe alles in meinem Leben Erlebte fast vollständig verarbeitet. Alle ungelösten Konflikte, emotionale Wunden und Verhaltensmuster sind fast vollständig verarbeitet oder durchschaut. Wenn man sieben Jahre lang in seinem Unterbewusstsein weilt, kann einem ein Psychiater wirklich nicht viel erzählen. Es wäre so, als ob mir jemand was über meine Wohnung erzählen würde, aufgrund von Skizzen, die ihm vorliegen, ohne selbst jemals die Wohnung von innen gesehen zu haben. Ich weiss, das klingt ein bisschen arrogant ist aber wirklich so. Mein Problem ist, dass das wenige was noch da ist, mich immer noch daran hindert am Leben teilzunehmen. Ich bin mir sicher, wenn das im Unterbewusstsein versinkt, könnte ich ein sehr angenehmes Leben führen. Trotzdem hindert mich etwas diesen Schritt zu tun. Fast so als ob mir jemand sagen würde: bist du bescheuert, du hast solange durchgehalten, jetzt erledige den Rest auch noch. Irgendwie habe ich aber genug davon, bzw ich frage mich, ob ich mich da in irgend etwas verrannt habe und unnötig Zeit verschwende. Ich dachte, dass Derjenige der diesen Bericht über die dunkle Nacht der Seele geschrieben hat mir entweder sagt, dass das was ich erlebe nichts mit dieser spirituellen Reise zu tun hat und ich nicht noch weiter meine Zeit verschwenden soll oder aber mir sagt: Mach weiter, alles ist gut.

Wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr mein Lieber


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