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 Betreff des Beitrags: Council
BeitragVerfasst: Sa, 07.02.2009 00:22 
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Reiki-Fackel
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Registriert: Mo, 23.05.2005 22:52
Beiträge: 285
Wohnort: bei Koblenz am Rhein
Hallo!

Ich möchte Euch gerne eine Form des Zusammenseins in einer Gruppe vorstellen, die ich über meine Verbundenheit mit Reiki gefunden habe, die für mich viel mit Reiki zu tun hat, aber nicht im engsten Sinne Reiki ist. Eher sowas wie eine Fortsetzung der Reiki-Praxis des Geschehenlassens, des persönlichen Wachstums, des ganz-wir-selbst-werdens. Diese Form nennt sich Council, übersetzt heißt das in etwa "Rat", und sie geht zurück auf die Ratsversammlungen, die in den verschiedensten alten Kulturen abgehalten wurden. Ich empfinde diese Praxis als so kraftvoll und heilend, daß ich sie gerne hier etwas bekannter machen möchte. Ich selbst biete keine Council-Gruppen an, nehme aber an welchen teil. Ich werbe hier auch nicht für meine eigenen Veranstaltungen, mir geht es nur darum, einen Beitrag zu leisten, daß diese wunderbare Form des Zusammenseins bekannter wird und daß die Gemeinschaft wächst. Die Councils, an denen ich teilnehme, werden monatlich von Svenja Hollweg und Rupert Weis in Eitorf veranstaltet. Wer nähere Infos (Termine, Webseite) haben möchte, bitte pn an mich. Fragen hier im Forum sind natürlich auch willkommen.

Und hier sind meine Erfahrungen vom letzten Treffen:

Ein helles, freundliches Wohnzimmer. In der Mitte ein liebevoll gestalteter kleiner Altar auf dem Boden. Drumherum rote Stühle auf Schaffellen, die keine Beine haben, dafür aber eine gemütliche Lehne. Ganz nah am Boden sein, direkt auf Mutter Erde sitzen und es trotzdem bequem haben, das gefällt mir. Herzliche Menschen begrüßen mich, umarmen mich, wir kommen an.

Wir setzen uns in den Kreis, machen eine Runde zum Ankommen, wo stehen wir gerade, wie geht es uns aktuell, was empfinden wir in bezug auf das Thema, sofern es eines gibt. Dann beginnt der erste Council. Ein Gruppenmitglied zündet die Kerze in der Mitte an mit einer Widmung. Wir betreten einen heiligen geschützten Raum. Wer das Sprechstück in der Hand hält, hat die volle Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe. Diese Person kann sich Zeit lassen, atmen, in sich gehen, um das zu sagen, was jetzt, in diesem Moment, wirklich wichtig ist. Vielleicht möchte etwas ganz anderes gesagt werden als das, was uns noch vor einer Stunde so wichtig erschien. Spontan sein, der Intuition vertrauen, dem Kreis vertrauen, sich trauen. Demjenigen, der gerade spricht, wirklich zuhören, und nicht währenddessen im Kopf die eigene Rede üben. Es gibt kein direktes Feedback, keine Diskussionen über das Gesagte, alles darf dasein und steht für das, was es ist. In diesem einen Augenblick. Sprechen ohne Angst vor Zurückweisung, lächerlich gemacht zu werden oder auch nur verständnislos angesehen zu werden. Denn in diesem heiligen Raum gibt es keine Urteile, keine Wertungen.

Richtig sein, so wie ich bin, mit allem, was in mir ist. Mich nicht verstellen müssen, nicht schauspielern müssen. Dasein dürfen mit meiner Wut, meiner Trauer, meinen Ängsten... und meiner großen Liebe. Eine Geschichte, die eine andere Teilnehmerin erzählt, berührt mich und läßt mich spontan eine ähnliche Geschichte aus meinem Leben erzählen. Diese berührt den nächsten, und so entsteht ein Gewebe aus Geschichten von menschlichen Erfahrungen, Weisheiten, die wir auf unserem Weg der Heilung gewonnen haben und die wir in Ich-Form der Gruppe mitteilen. Wir beschenken uns gegenseitig mit unseren von Herzen kommenden Gedanken, Gefühlen und fangen an, zu spüren, wie etwas Größeres entsteht, etwas Gemeinsames, ein immer stärker werdendes Gefühl für meine eigene Individualität und gleichzeitig das Aufgehen in etwas Größerem. Ganz ich selbst sein und ganz mit allen Wesen verbunden sein, ein Teil des Ganzen sein. Meine Einsamkeit verschwindet, alles ist Jetzt und alles ist gut.

Nach einer Stunde sitzen tun die Knochen weh, doch ich muß das nicht aushalten und für mich behalten, ich kann es sagen und stelle fest, den anderen geht es genauso, also stehen wir auf, singen ein Lied, machen einen kleinen Kreistanz oder fangen spontan an, zu tönen, erst jeder für sich, was immer die Stimme gerade von sich geben will, Seufzer, Gähnen, Krächzen, alles ist möglich in einem Raum, wo es keine Wertungen gibt. Nach einer Weile nähern sich unsere Stimmen, werden sich ähnlicher, ganz von selbst, ohne daß wir uns bewußt einander anpassen würden, und aus unserem Zusammensein entsteht ein Akkord, ein Gleichklang, eine Harmonie, die sich anfühlt wie ein einziges großes Gruppenwesen, eine einzige Stimme, die lauter wird und leiser, die ihre Kraft herausschreit oder auch ganz zart berührt.

Je mehr wir in unsere tiefe eigene Wahrheit hinein heilen, desto mehr Kraft gewinnen wir zurück, und je mehr Kraft wir haben, desto stärker kann sich unser gesamtes Potential entfalten. Auch hierfür ist Raum im Council. Raum zum üben, sich ausprobieren, was immer gerade dasein will, was immer auftaucht wenn alte Verletzungen heilen und an Gewicht verlieren. Wie kann ich dieses Neue ins Leben bringen und wo kann ich lernen, damit meine ersten Schritte zu gehen? Ich kann sie gehen, ich kann stolpern und hinfallen, ich kann frustriert sein und weinen, kann erfahren, wie eine ganze Gruppe mich tröstend umarmt, kann wieder aufstehen und es aufs Neue ausprobieren.

Je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto kraftvoller wird die Gruppenenergie. Ich bin am Schluß nicht ausgelaugt und nehme die ganzen Schicksale der anderen mit nach Hause. Im Gegenteil, ich bin erfüllt und fühle mich zutiefst beschenkt. Heilung ist geschehen, weil es einen Raum gab, in dem Heilung einfach geschehen durfte, weil wir sie geschehen lassen haben, ohne zu werten, zu urteilen oder „hilfreiche“ Ratschäge zu erteilen. Alles, was in mir ist, anzunehmen und lieben zu lernen, einfach nur damit zu sein und zu sagen: JA, das ist ein Teil von mir - sowie mich selbst gleichzeitig in einen größeren - göttlichen - Zusammenhang zu bringen, das ist schon seit langer Zeit der einzige Weg, der mich wirklich heilt. Mehr braucht es nicht. Council ist für mich eine Erweiterung dieses Wegs von innen nach außen - je mehr Anteile meiner selbst ich annehmen und lieben kann, desto mehr Mitgefühl und Anteilnahme kann ich anderen Menschen und deren Anteilen entgegenbringen - und erhalte gleichzeitig selbst das große Geschenk der völligen Akzeptanz durch die Gruppe.

Ihr seid herzlich eingeladen.

_________________
I am with you that I might heal
you are with me that you might heal
we are together that we might heal
we are healing that we might love
(Phyllida Anam-Aire)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr, 20.02.2009 17:10 
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Reiki-Sonne
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Registriert: Sa, 26.07.2003 14:08
Beiträge: 1018
Wohnort: Hannover
Hallo Sheelara!

Ich habe davon noch nie gehört, doch es hört sich gut an.

Viel Spaß bei weiteren Zusammenkünften,
Tanja


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