Andrea Mischkowyak: Reiki I – das Arbeitsbuch

Andrea Mischkowyak: Reiki I – das Arbeitsbuch

ALM Verlag, 176 Seiten, 15,90 Euro

Die Autorin möchte mit ihrem Arbeitsbuch ein Handbuch für Reiki-Therapeuten vorlegen. Auf dem Cover erscheint im Untertitel das Wort „Reiki-Therapeut“ – und ist dort mit einem © versehen. Sollte das Wort in irgendeiner Weise von ihr geschützt worden sein? Ich frage mich, wie das gehen soll. Sind nicht alle Reiki-Behandler auch Reiki-Therapeuten und deshalb dieser Begriff Allgemeingut und nicht schützbar?

Beim Lesen klärt sich dieser Punkt: Andrea Mischkowyak hat ein eigenes System zur „Ausbildung von Reiki-Therapeuten“ entwickelt. Es ist eine Mischung aus Reiki und anderen energetischen oder naturheilkundlichen Therapien. Sie umfasst, aufgeteilt in drei Teile, Reiki, speziell auch einige japanische Reiki-Techniken, sowie die Arbeit mit Heilsteinen, Chakren, Aura-Lesen usw.

Das Cover des Buches spricht mich wenig an. In einfachem Blau gehalten, mit einer großen, etwas unscharf abgebildeten Möwe. Das hätte professioneller gemacht werden können, wie ich finde.

Gleich zu Beginn des Buches stellt die Autorin die Frage, ob es wirklich nötig sei, ein weiteres Buch über Reiki zu schreiben. Sie scheint sich insofern damit auseinandergesetzt zu haben, dass es schon viele andere Grundlagenbücher über Reiki gibt. Offenbar war aber das Interesse in ihrem persönlichen Umfeld an ihren Erfahrungen und ihrem Wissen so groß, dass sie sich entschied, dieses Buch zu schreiben. Da ich in meinen Händen die zweite Auflage des Buches halte, war das für sie wohl die richtige Entscheidung.

Neben den Grundlagen von Reiki geht es in diesem Buch auch um das Thema Glaubenssätze, wie man sie findet und auflöst, wie auch um die Grundlagen der Chakrenarbeit und der Wirkung von Heilsteinen. Überhaupt scheint der Autorin die Arbeit mit Heilsteinen, ganz allgemein wie auch in Verbindung mit Reiki, besonders am Herzen zu liegen: Sie widmet ganze 22 Seiten diesem Thema.

Zudem gibt es einen Ausflug in das Thema „Heilen mit ätherischen Ölen“. Einige der japanischen Reiki-Techniken, wie wir sie u.a. durch Frank Arjava Petters Bücher kennen, fanden ebenfalls Einzug in das Buch.

Das Buch ist leicht geschrieben und gespickt mit persönlichen Erfahrungen. Die praktischen Übungen sind gut erklärt. Zu einigen der Übungen gibt es Bilder, und auch die Erläuterungen zur Ganzbehandlung mit Reiki sind durch Fotos angereichert. Am Ende gibt es noch ein paar Fallbeispiele.

Im Kapitel „Nebenwirkungen und Gegenanzeigen“ schreibt die Autorin, dass man Reiki besser nicht während einer Narkose anwenden sollte – und auch im Zusammenhang mit Antibiotika diesbezüglich vorsichtig sein sollte. Weiterhin mahnt sie zur Vorsicht bezüglich bestimmter Handpositionen, wenn man Menschen mit Epilepsie, mit Krebs oder mit einem Herzschrittmacher mit Reiki behandelt – und sie gibt Tipps, was man in diesen Fällen beachten sollte.

Alles in allem ein solides Reiki-Grundlagen-Buch, das man durchaus lesen kann. Allerdings keines, das es in meine persönlichen „Top 5“ der zu empfehlenden Grundlagenbücher geschafft hat. Es gibt einfach andere gute Reiki-Bücher, die mich mehr überzeugen.

Einschätzung der Redaktion: Teilweise interessant!

Dieser Artikel wurde verfasst von Janina Köck

Janina Köck ist seit 1996 in Reiki eingeweiht und lehrt seit 2001 Reiki im Usui System. Sie ist freie Reiki-Lehrerin, in Shoden und Okuden in Jikiden Reiki eingeweiht und Karuna Reiki (R) Lehrerin. Sie schreibt die Buchrezensionen fürs Reiki-Magazin seit 2008 und ist von Beginn an Mitorganisatorin der Reiki-Convention, hat 2010 und 2011 das Reiki-Festival mitorganisiert und ist Gründungsmitglied von ProReiki.
Janina lehrt Reiki in ihrer Praxis Leben in Einklang in Köln und sie steht für eine geerdete, tiefe und humorvolle Spiritualität. Offenheit für Neues aber auch eine große Liebe zu den Ursprünge des Reiki findet man bei ihr.

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