Günter Wiencke: Reiki und Pferde

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CreateSpace Independent Publishing Platform, 2016, 50 Seiten, 10,65 Euro

Das Buch „Reiki und Pferde“ hat das Format DIN A4, und es macht auf mich den Eindruck, auch was die Gestaltung angeht, dass es sich dabei ursprünglich um Seminarunterlagen handelt, die nun einfach als Buch gebunden wurden.

Der Autor, Günter Wiencke, geht auf alle wichtigen Themen rund um Reiki ein, beispielsweise auf die Reiki-Handpositionen und die Frage, wie man mit dem ersten und zweiten Grad behandelt – und natürlich ist hier alles aufs Pferd abgestimmt. Zu erfahren ist dabei u.a., wo die Chakren bei einem Pferd liegen und wie man die Reiki-Handpositionen am Pferdekörper umsetzen kann. Dies wird durch zahlreiche Bilder veranschaulicht. Dabei sind die grundsätzlichen Hinweise zum Thema „Reiki für Pferde“ wohl insbesondere für jene LeserInnen interessant, die gerne Pferde mit Reiki behandeln möchten, jedoch selbst wenig Erfahrung damit haben.

Jeder Reiter weiß, dass Pferde Fluchttiere sind. Und so erfährt man im Buch natürlich auch, dass man, wenn man sich einem Pferd nähert, dies behutsam tun sollte. Zur Behandlung der Gelenke, der Wirbelsäule sowie der Muskel und Bänder von Pferden zur Entspannung sind im Buch interessante Anwendungstipps zu lesen – haben doch Pferde immer wieder mit Beschwerden im Bewegungsapparat zu tun. Verspannungen im Rücken oder ein lahmendes Bein sind keine Seltenheit, und wenn man hier mit Reiki Entspannung hineinbringen kann, ist dies sicher hilfreich.

Gleich zu Anfang macht der Autor jedoch klar, dass man Pferde mit Reiki nicht bloß körperlich unterstützen kann, sondern ihnen damit auch helfen kann, Veränderungen oder schwierige Situationen innerlich zu verarbeiten. Auch bei innerer Unruhe oder Unsicherheit kann Reiki bei Pferden unterstützend wirken.

Im Kapitel zum 2. Reiki-Grad werden Anwendungen gezeigt wie beispielsweise Fernreiki für die Herde, ein sogenannter „Reiki-Schwall“ – von der Beschreibung her einer „Reiki-Dusche“ ähnlich. Für die Mentalbehandlung bei Pferden gibt es Formulierungsvorschläge.

Im letzten Kapitel gibt es noch Tipps dazu, wie man mit seinem Pferd mehr eins werden kann. Techniken wie „Gemeinsames Atmen“, „Auf die Weide setzen …“ etc. können dabei selbst ohne eine Reiki-Einweihung umgesetzt werden.

Insgesamt betrachtet bietet das Buch auf den gerade mal 50 Seiten ausreichend Tipps für die praktische Arbeit mit Reiki am Pferd. Die vielen dargestellten Behandlungstechniken und Bilder unterstreichen den praktischen Charakter des Buches.

Wer ein Freund von mehr Worten ist und sich über tiefergehende Erklärungen freut, ist mit diesem Buch allerdings nicht so gut beraten. Sämtliche Erläuterungen sind recht knapp gehalten, teilweise sogar nur stichpunktartig vorhanden. Dies erinnert, wie bereits erwähnt, eher an Inhalte aus Seminarunterlagen, die als Erinnerungsstütze nach einem Workshop dienen sollen. Wer mit Reiki jedoch schon Erfahrungen gesammelt hat und sich einfach von ein paar Ideen für die Behandlung am Pferd inspirieren lassen möchte, findet hier, sehr komprimiert, einige gute Ansätze.

 

Einschätzung der Redaktion des Reiki Magazins: Sehr spezielle Publikation!
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Dieser Artikel wurde verfasst von Janina Köck

Janina Köck ist seit 1996 in Reiki eingeweiht und lehrt seit 2001 Reiki im Usui System. Sie ist freie Reiki-Lehrerin, in Shoden und Okuden in Jikiden Reiki eingeweiht und Karuna Reiki (R) Lehrerin. Sie schreibt die Buchrezensionen fürs Reiki-Magazin seit 2008 und ist von Beginn an Mitorganisatorin der Reiki-Convention, hat 2010 und 2011 das Reiki-Festival mitorganisiert und ist Gründungsmitglied von ProReiki. Janina lehrt Reiki in ihrer Praxis Leben in Einklang in Köln und sie steht für eine geerdete, tiefe und humorvolle Spiritualität. Offenheit für Neues aber auch eine große Liebe zu den Ursprünge des Reiki findet man bei ihr.

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